„New School Banking“

Die TREND-REPORT-Redaktion im Dialog mit Ulf Meyer, Geschäftsführer der SWK Bank, zu den Themen „digitales Onboarding“ und „White-Label-Banking“

Einfacher, schneller, ortsungebunden und für die Hosentasche geeignet, so lauten die Anforderungen der Endkunden an die digitale Welt und insbesondere auch an die Finanzbranche. „Die Zeiten, als sich die Kunden am Abend eher vor den Desktop-Computer setzten, um beispielsweise einen Kre­ditantrag zu stellen, sind zwar nicht vorbei, aber wir sehen einen weiterführenden Trend zu mobilen Endgeräten“, erläutert Ulf Meyer. Um dem Anspruch der Kunden gerecht zu werden, sind neue vollständig digitale Lösungen, wie die Video­legitimation, erforderlich.

Als erste Bank in Deutschland führte die SWK diese bereits im April 2014 ein. „Das war ein wahrhafter Meilenstein für die gesamte Branche, denn erstmals konnte auf den zwangsläufigen Medien­bruch verzichtet werden. Kunden muss­ten die Legitimation zum Beispiel nicht mehr über das Post-Ident-Verfahren vor­nehmen“, rekapituliert Meyer. Um das digitale Onboarding noch schneller zu gestalten, folgte als nächstes der sogenannte „Blick aufs Konto“. Dabei gibt der Kunde seinen Online-Banking-Zugang an die Bank und diese nutzt ihn für den einmaligen Abruf seiner Konto­umsätze im Rahmen seiner Kreditantragsstellung. In Zukunft wird der Onboarding-Prozess noch um die qualifizierte digitale Signatur ergänzt, sodass der Kunde sein Produkt vollständig digital abschließen kann. „Auf der einen Seite bieten wir damit ein Höchstmaß an Schnelligkeit und Einfachheit und auf der anderen Seite einen hocheffizienten elektronischen Prozess“, gewährt Meyer einen Blick in die Zukunft und verweist dabei noch auf www.couchbanking.de, wo Anfang des kommenden Jahres der vollständige digitale Kreditantrag zur Verfügung stehen wird.

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Neben dem klassischen Endkundengeschäft bietet die SWK auch eine Reihe an B2B-Lösungen an. Dabei konzentriert sich die für das Ratenkredit- und Einlagengeschäft spezialisierte Bank nicht nur darauf, sondern ist gleichermaßen mit verschiedenen Zahlungs­ver­kehrs­lö­­sungen präsent. Hier unterscheidet Meyer zwischen dem Eigengeschäft und dem Partnerbanking, also dem White-Label-Angebot: „In unserem Eigengeschäft bieten wir viele verschie­dene Konsumentenkreditprodukte an und unterstützen u. a. Händler im Rah­men ihrer Vertriebsaktivitäten oder FinTechs und Kreditinstitute, die noch über keinen Onlinekredit verfügen und im Rahmen einer Kreditvermittlung unser Angebot nutzen möchten.“ Als ein gutes Beispiel für das Eigengeschäft nennt Meyer auch die Mietkautionsbürgschaft, welche als Onlinelösung bei einer Bank oder Sparkasse einsetzbar ist und immer häufiger auch von tradierten Geldhäusern nachgefragt wird. Mit dem White-Label-Banking stellt das Kreditinstitut seine Systeme und modularen Prozesse denjenigen Unternehmen zur Verfügung, die beispielsweise sehr schnell in den Markt des Kredit- oder Einlagengeschäfts einsteigen möchten. Hierfür hat die SWK Bank schon vor Jahren die geeignete B2B-Plattform geschaffen. „Sie können sich unsere Plattform als eine Art digitalen Baukasten vorstellen. Dabei sind wir in der Lage, verschiedene Dienstleister anzuschließen, für beispielsweise die Videolegitimation, die digitale Signatur oder die Auskunfteien. Das ermöglicht medienbruchfreie Prozesse“, erläutert Meyer (siehe Grafik). „Das besondere an unseren Dienstleistungen ist, dass die Prozessketten immer modular aufgebaut sind und unsere Partner entweder das Gesamtpaket oder Teile dessen auswählen können.“

„Die SWK Bank ist FinTech mit über 55-jähriger Geschichte“, verweist Meyer auf die langjährige Erfahrung und Innovationskraft. „Bislang konnten wir jeden Wunsch unserer Partner im White-Label-Banking umsetzen“, begründet Meyer den Erfolg der Bank, die neben den derzeitigen Partnern aus Banken, Finanzdienstleistern und FinTechs aktuell zwei weitere aufschaltet. „In uns finden sie einen Dienstleister, der diese Dinge bereits seit über 15 Jahren kennt und perfektioniert. Das gewährleistet nicht nur einen schnellen Marktstart, sondern gibt auch die Sicherheit, funktionierende Prozesse und ein erfahrenes Team an seiner Seite zu wissen.“

Für die eigenen Endkunden, aber auch für Vertriebsaktivitäten oder das CRM ih­rer Partner bietet die SWK Bank zudem Call-Center-Leistungen an. Diese gehören für Meyer zum Kundenerlebnis. „An dieser Stelle arbeiten wir noch ganz Old School – weil qualifizierte Beratung von unseren Kunden geschätzt wird.“

Weitere Informationen unter:
www.swkbank.de

Bildquellen / Lizenz: SWK Bank

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