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Intelligente Mobilität in Ballungsräumen

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November 6, 2017 veröffentlicht von

Die TREND-REPORT-Redaktion im Gespräch mit Stefan Höchbauer, Regional President Mittel- und Osteuropa, SAP SE.

Welche Herausforderungen müssen Großstädte künftig in puncto Mobilität meistern?
Gerade für Ballungsgebiete stellt das wachsende Verkehrsaufkommen eine große Herausforderung dar. Die Bekämpfung von Staus und der damit verbundenen Abgasemissionen stehen daher ganz oben auf der Agenda und zwingen die Städte, neue Lösungen zu finden. Folgendes Szenario wäre künftig denkbar: Sie fahren mit Ihrem Auto in eine Stadt mit kostenpflichtigen Umweltzonen. Ihr Wagen erkennt, ob er das dortige CO2-Limit einhalten kann und bietet Ihnen Optionen an, wie Sie Ihre Gebühr senken können – etwa, indem Sie auf Hybridantrieb umstellen oder Ihre Höchst­geschwindigkeit senken. Ein solches System schafft nicht nur Anreize zu umweltbewusstem Fahrverhalten durch niedrigere Gebühren. Es erhöht auch die Attraktivität des multimodalen Stadtverkehrs, indem Fahrer ihr Auto am Rand der Umweltzone parken und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder Elektro-Scooter und Fahrräder nutzen können. Über eine offene Cloud-Plattform lässt sich ein solches vernetztes Verkehrssystem in Echtzeit organisieren.

Stefan Höchbauer: „Über offene Cloud-Plattformen lassen sich vernetzte Verkehrssysteme in Echtzeit organisieren.“

Stefan Höchbauer: „Über offene Cloud-Plattformen lassen sich vernetzte Verkehrssysteme in Echtzeit organisieren.“

Welche neuen Geschäftsmodelle wären denkbar?
Bei intelligenter Mobilität geht es darum, Fahrzeuge und Infrastrukturen wie Parkplätze, Tankstellen oder Lade­säu­len über eine Plattform miteinander zu verbinden, um dadurch vernetzte Mobilitätsservices bereit­zustellen. SAP kooperiert beispielsweise mit den Un­ternehmen Deutsche Tamoil, Q1, PACE und Tantalum, die über die Plattform SAP Vehicles Network bargeldlose Tank-, Park-, Zahlungs- und standortbezogene Lebensmittelservices anbieten. Ein Fahrzeug ist damit nicht mehr nur ein persönliches Transportmittel – es entwickelt sich zu einem wesentlichen Bestandteil eines neuen, verbundenen und agilen Verbrauchermarktes. Die Automobilindustrie reagiert auf diese Entwicklung und verschiebt ihre stark produktorientierte Sicht auf eine, die Verbrauchererlebnisse in den Mittelpunkt stellt.

SAP ist ebenfalls im Bereich Elektromobilität aktiv. Wie ist hier der Stand der Dinge?
Das Thema Elektromobilität ist für uns untrennbar mit einer smarten städtischen Infrastruktur verbunden. Mit der Stadt Karlsruhe und EnBW haben wir etwa eine smarte Straßenlaterne entwickelt, die nicht nur als Ladestelle für Elektroautos fungiert, sondern über Sensoren auch die Temperatur oder die Luftwerte messen kann. Zudem arbeiten wir mit dem Energieversor­ger EWE bei der Entwicklung einer Prototyp-Lösung für den Betrieb eines eFuhrparks für Corporate- und Leasing-Fahrzeugflotten sowie Flotten aus Poolfahrzeugen zusammen. Letztlich geht es auch hier wieder um vernetzte Benutzererfahrungen. So kann in Zukunft beispielsweise ein Geschäfts­reisender bei Ankunft ein Elektroauto aus einer Car-Sharing-Flotte wählen und direkt einen Parkplatz mit Ladestation an seinem Zielort buchen. Während seines Meetings wird das Auto geladen und vom Flottenservice gewartet. Nach dem Meeting bekommt er eine Mitfahrgelegenheit zum Flughafen angezeigt und kann sie buchen. Nach der Reise werden alle Belege automatisch erfasst und der Firma in Rechnung gestellt.

Weitere Informationen unter:
https://www.sap.com/germany/industries/smart-cities.html

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