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In der Smart City funkt‘s!

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November 6, 2017 veröffentlicht von

Während viele geschäftliche und private Anwendungen immer höhere Bandbreiten benötigen, kommt das Internet of Things (IoT) mit geringen Übertragungsraten aus. In der Smart City senden Sensoren Statusinformationen über Funknetze – das können Messwerte zur Luftqualität oder die Füllstände von Müllbehältern sein. Netzikon stellt hierfür die Infrastruktur auf Basis der LoRaWAN™-Funktechnik zur Verfügung.

Sensoren erfassen in der Smart City Statusinformationen und senden sie an die Zentrale, von wo aus – automatisiert oder manuell – unterschiedliche Infrastruktureinrichtungen gesteuert werden. So lassen sich z. B. Trinkwasserspeicher, Badeseen und Gewässer mithilfe von Sensoren zeit- und ortsunabhängig überwachen, Wasser- und Stromverbräuche in den Haushalten digital ermitteln. Die intelligente Straßenbeleuchtung passt sich sensorgesteuert dem Verkehrsaufkommen an und dimmt gegebenenfalls, um Energie zu sparen. Infrastrukturen für erneuerbare Energien werden ebenso mithilfe von intelligenter Sensorik in das LoRaWAN™ eingebunden und kontinuierlich überwacht. Parkraummanagement sorgt dafür, dass Autofahrer schneller einen freien Parkplatz finden; dazu melden Sensoren freie Parkflächen oder die Auslastung von Parkhäusern.

Die Datenmengen, die dazu die Sensoren an die Steuerungszentrale funken, sind extrem klein; hierfür sind die gängigen Funktechnologien nur bedingt geeignet. Eine Alternative sind sogenannte Low-Power-Netzwerke (LPWAN), z. B. das international standardisierte, auf der LoRaWAN™-Technologie basierende Funknetz von Netzikon. Ausgelegt auf Sensoranwendungen deckt es ganze Städte oder Regionen ab, kommt sowohl im Freien als auch innerhalb von Gebäuden zum Einsatz. Netzikon plant, bis Ende 2018 ihr Netz flächendeckend in Deutschland bereitstellen zu können. Es ermöglicht auch die bidirektionale Datenübertragung, wodurch sich Geräte aktiv darüber steuern lassen. Die Sender und Empfänger haben eine Reichweite von mehreren Kilometern und lassen sich einfach installieren. Die Sensoren kommen je nach Anwendung bis zu zehn Jahre mit einer batteriebetriebenen Stromversorgung aus. Das Netz arbeitet mit geringsten Sendeleistungen, die Übertragung der Daten erfolgt gemäß den deutschen Da­tenschutzanforderungen und ist verschlüsselt. Der Aufbau und die Anwendung der eigenständigen Infrastruktur von Netzikon sind deutlich kostengünstiger als die für IoT-Anwendungen in herkömmlichen Funknetzen.

Das Internet der Dinge auf LoRaWAN™-Basis macht eine Stadt zur Smart City. Entscheider in den Stadtverwaltungen und private Orga­nisationen tun gut daran, jetzt zusammen mit unseren IoT-Experten Pilotprojekte aufzusetzen, um Erfahrungen zu sammeln und um die Projekte später zu skalieren. Die Lösungen, die heute bereits verfügbar sind, lassen sich hierfür bestens einsetzen, z. B. das LoRaWAN™-Netz von Netzikon. Wer jetzt in die Smart City einsteigt, kann schon früh Kosten einsparen und langfristig seine Stadt für die Digitalisierung vorbereiten.
 

Im Gespräch: Wolfgang Krüger, Head of Networks bei der Netzikon GmbH


Herr Krüger, bitte erklären Sie uns, was hinter der LoRaWAN™-Funktechnik steckt und was sie für die Kommunikation in Ballungsräumen bedeutet?

Zustandsinformationen von „Dingen“ lassen sich mit der herkömmlichen Funktechnik gar nicht oder nur mit hohem finanziellen Aufwand übertragen. Die nach LoRaWAN™ standardisierte Funkübertragung bindet diese Dinge – z. B. Sensoren oder Aktoren – aus unterschiedlichen Infrastrukturen ein. Trotz geringsten Sendeleistungen lassen sich dank dieser Technik diese jeweiligen Zustandsinformationen nicht nur über große Entfernungen sicher übertragen; die Batterien der dafür verwendeten Sensoren haben auch eine außerordentlich hohe Lebensdauer und können damit unabhängig von Stromversorgungen oder Aufladeprozeduren eingesetzt werden.

Welche neuen Produkte und/oder IT-Lösungen müssen für Smart Cities entwickelt werden?
Zur Smart City gehört unter anderem ein in der gesamten Kommune vorhandenes Netz von Sensoren, die z. B. freie Parkplätze erkennen, Infrastrukturen wie die Wasserversorgung überwachen oder die Straßenbeleuchtung der Verkehrssituation anpassen. Wenn eine Stadtverwaltung in Zukunft von der Digitalisierung profitieren will, muss sie Systeme zur Steuerung ihrer kommunalen Handlungsfelder etablieren, die sie einfach und sicher handhaben kann.

Welche Priorität nehmen in Zukunft für Großstädte IoT-/Cloud-Plattformen ein?
Diese werden immer wichtiger. In einer Stadtverwaltung können viele Aufgaben mit den heute zur Verfügung stehenden Ressourcen bereits kaum gestemmt werden. Zukünftig werden deshalb insbesondere IT-gestützte Prozesse – getrieben durch Digitalisierungsprojekte wie IoT – nur noch auf Basis verschiedener Plattformen effizient abzubilden sein. Cloud-Plattformen bilden dabei derzeit eine sichere, zuverlässige und effizient zu handhabende Lösung.

Welche „Smart Services“ bieten Sie für welche Branchen an? Gibt es Beispiele?
In Zusammenarbeit mit unserer Muttergesellschaft, der telent GmbH – ein Unternehmen der euromicron Gruppe, und Partnern bieten wir LoRaWAN™-Lösungen im Bereich Infrastrukturüberwachung von Industrieanlagen, Produkte für Smart Home oder auch Geofencing an. Eine wesentliche Branche sind die Kommunalverwaltungen und städtischen Betriebe; diesen bieten wir konkrete Ende-zu-Ende-Lösungen an.

Was bedeutet in diesem Kontext „Intelligente Mobilität“ für Smart Cities?
Ein entscheidender Faktor intelligenter Mobilitätskonzepte ist die intelligente Steuerung von Verkehrsströmen in einer Stadt. Insbesondere beim Parkplatzsuchverkehr ermöglichen sensorgestützte Lösungen die Reduktion des Verkehrsaufkommens und damit zum Beispiel auch der Feinstaubbelastung in einer Stadt.

Welche neuen Geschäftsmodelle wären denkbar?
Um beim Beispiel der Mobilität zu bleiben, wäre ein Ansatz, Parkgebühren der Parkraumsituation dynamisch anzupassen. So können Parkgebühren in festgelegten Gebieten oder an bestimmten Wochentagen entsprechend der jeweiligen Verkehrssituation variieren. Die Beleuchtung der Parkplätze kann entsprechend der Belegung variieren und damit Strom gespart werden. Melden Sensoren eine hohe Feinstaubbelastung, werden
Verkehrsflüsse umgelenkt und die Parkgebühren angepasst, um Personen auf andere Verkehrsmittel zu lenken.

Resilienz in Smart Cities ist nicht nur eine notwendige Bedingung für Nachhaltigkeit. Welches Potenzial birgt dieses Arbeitsgebiet für deutsche Lösungsanbieter?
Resilienz beschreibt den Umstand, dass Infrastrukturen einer Stadt in Katastrophenfällen funktionieren müssen, zum Beispiel KRITIS, also kritische Infrastrukturen wie die Energieversorgung, der Verkehr, die Wasserver- und -entsorgung. Naturkatastrophen als Folgen des Klimawandels und andere Bedrohungen nehmen zu und sind eine Gefahr für diese Infrastrukturen. Das birgt großes Potenzial für deutsche Lösungsanbieter. Mit unserer
Muttergesellschaft, der telent GmbH, haben wir Lösungen für kritische Infrastrukturen im Portfolio und sind mit diesen seit Jahrzehnten zuverlässiger Partner von Unternehmen, die für ein versorgungssicheres Leben der Bürger in der Stadt vorsorgen. Unser auf dem LoRaWAN basierendes IoT-Portfolio ergänzt das Angebot in diesem Feld perfekt.

Welche Smart Services und Lösungen für die intelligente Stadt der Zukunft bieten Sie heute schon an?
Unser Portfolio umfasst Lösungen zum Beispiel für die intelligente Müllentsorgung und für das Parkraummanagement, Überwachungslösungen für Energie-Infrastrukturen und Lösungen für das Monitoring der Luft- und Wasserqualität in Städten.

 
Weitere Informationen unter:
www.netzikon.de

Bildmotiv Copyright: Fotolia / chombosan

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