IoT: Akzeptanz schaffen

Noch ist das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) eine Vision, aber eine, an der bereits heftigst geforscht und gearbeitet wird.

Doch für Martin Winkler, Chief Operating Officer (COO) der LG Electronics Deutschland GmbH (LG) in Ratingen, ist schon jetzt klar: „Das Internet der Dinge wird nur dann auf Verbraucherseite weithin akzeptiert werden, wenn sich IoT-Szenarien unkompliziert nutzen lassen, d. h., wenn für Verbraucher von jedem Endgerät aus – egal ob es sich um einen TV, ein Smartphone, eine Smartwatch, einen Tablet-PC, ein intelligentes Hausgerät usw. handelt – die gleiche Nutzererfahrung gegeben ist.“ Für ihn soll das IoT „das Leben der Menschen durch die Möglichkeiten innovativer Technologien einfacher machen.“ Genau das steckt auch in dem Markenversprechen von LG – Innovations for a better life. Sein Unternehmen sieht er dafür gerätetechnisch gut aufgestellt. Zudem ist es Mitglied der Allseen Alliance, die mit AllJoyn eine offene Plattform für das IoT entwickelt hat.

Martin Winkler hat das Ziel, für alle elektronischen Geräte im Alltag eine gemeinsame Benutzererfahrung zu generieren.

Martin Winkler hat das Ziel, für alle elektronischen Geräte im Alltag eine gemeinsame Benutzererfahrung zu generieren.

In der IoT-Vision von LG übernimmt z. B. das Fernsehgerät, etwa durch App-Erweiterungen und auf Basis intuitiver, unkomplizierter Benutzerplatt­formen, in den Wohnzimmern der Zukunft die Funktion eines zentralen Servers bzw. einer zentralen Steuerungseinheit. Eine Hauptrolle komme in diesem Szenario der innovativen OLED-Technologie zu, ist er sich sicher. „Die OLED-Technologie ist faszinierend“, schwärmt Martin Winkler. „Sie bietet eine überrragende Bild­qualität und die neuesten OLED-TVs von LG sind mit schlanken 4,8 mm mittlerweile dünner als jedes herkömmliche Smartphone.“ Und da Displays in immer mehr Produktgruppen eine immer wichtigere Rolle spielen, komme die OLED-Technologie künftig auch in vielen anderen Geräten zum Einsatz, z. B. auch aus dem Bereich weißer Ware oder bei Wearables. Zu den Vorteilen, die die OLED-Technologie bietet, zählt er die vielfältigen Designmöglichkeiten im Hinblick auf die Form – rund, gebogen, eckig oder sogar flexibel –, die Möglichkeit, besonders dünne Displays zu fertigen – aber natürlich auch ihre Energieeffizienz. Einen Ausblick auf weitere OLED-Entwicklungen gab es auf der IFA. Danach wird es künftig auch „papierdünne und transparente OLED-Displays geben. Auch eine Bespielung sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite ist machbar“, so Martin Winkler.

„Zusätzlich“, macht Martin Winkler deutlich, „hat sich LG mit seiner eigenentwickelten webOS-Plattform be­reits gut für das IoT positioniert.“ webOS ist mit offenen Schnittstellen ausgestattet und mit der Open-Source-Software AllJoyn kompatibel. „Aber nicht nur der Gedanke an die Nutzung neuer Internetdienste über den Fernseher im Wohnzimmer war entscheidend für die Entwicklung“, so Winkler. Ziel war und ist, „alle LG-Geräte so auszustatten, dass ein naht­loses LG-Ecosystem für künftige Alltagsaufgaben entsteht, das über AllJoyn auch mit Geräten anderer Hersteller kommunizieren kann – ohne die Barrieren, die bisher zwischen Betriebssystemen und Produkten verschiedener Hersteller bestanden.“ Eine „beispiellose Freiheit zur Interaktivität“ wäre das Ergebnis.

Weitere Informationen unter:
www.lg.com/de/oled-tv

Drei Fragen an…

Martin Winkler, Chief Operating Officer (COO) der LG Electronics Deutschland GmbH (LG):
Herr Winkler, bisher war die OLED-Produktion mit hohen Verlusten gekennzeichnet. Ist die Technik nun bereit für einen effizienten Roll-Out?
Eine neue Technologie ist in der Anfangsphase ihrer Entwicklung häufig sehr aufwändig und teuer. Hohe Ausschüsse muss man bei der Produktion am Anfang da durchaus mal in Kauf nehmen. Aber da wir bei LG schon immer überzeugt waren und nach wie vor sind, dass unsere OLED-Technologie die Zukunft des Fernsehens ist, haben wir als OLED-Pionier hohe strategische Investitionen in unsere Forschung und Entwicklung getätigt. Ziel war es, diese Anfangsherausforderungen zu bewältigen und unser OLED-Portfolio konsequent auszubauen. LG hat daher sehr viel Geld in den Ausbau der Fertigung investiert, um OLED-Großserien noch wettbewerbsfähiger herstellen zu können.

Was dürfen wir von OLED in Zukunft noch erwarten?
Die OLED-Technologie ist faszinierend. Für OLED-TVs bietet sie z. B. einzigartige Designmöglichkeiten – die neuesten OLED-TVs von LG sind mit schlanken 4,8 mm mittlerweile dünner als jedes herkömmliche Smartphone. Das macht die aktuellen OLEDs natürlich zu einem echten Hingucker in jedem Wohnambiente. Unser aktuelles Spitzenmodell EG9609 etwa hat einen transparenten Fuß und scheint dadurch fast im Raum zu schweben. Da Display-Technologien in immer mehr Produktgruppen eine immer wichtigere Rolle spielen, wird die OLED-Technologie sicherlich künftig auch in vielen anderen High-End-Geräten zum Einsatz kommen – nicht nur in Fernsehern oder Smartwatches, sondern auch in Geräten aus dem Bereich weißer Ware oder bei vielen anderen Wearables.

Wo liegt der Vorteil gegenüber tradierten LEDs?
OLED ist eine echte Revolution im Fernsehbereich. Ohne zu technisch zu werden kann man sagen, dass OLED-Displays im Unterschied zu herkömmlicher TV-Technik ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen. LGs OLEDs bringen über selbstleuchtende Pixel zum ersten Mal wirklich perfekte Schwarzwerte und vollendete Farben auf den Bildschirm und sind dabei extrem dünn. Im Gegensatz zu herkömmlichen Flüssigkristallbildschirmen (LCD/LED), bei denen LCD/LEDs nur als farbige Filter für das Hintergrundlicht wirken und so im Schwarzzustand immer noch etwas Licht durchscheinen, emittiert ein ausgeschaltetes OLED Pixel dagegen keinerlei Licht, so dass ein wirklich klares, dunkles, perfektes Schwarz entsteht.

Die ausführlichen Antworten finden Sie hier

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