„Im Einkauf liegt der Gewinn“

Die TREND-REPORT-Redaktion sprach mit Falk Raudies, Gründer und Vorstand der FCR Immobilien AG, über die Pers­pektiven und Chancen gewerblicher Immobilien.

Herr Raudies, welche Immobilien­investments sind in den heutigen Tagen lohnenswert und versprechen Rendite?
Die FCR Immobilien AG fokussiert sich voll und ganz auf Gewerbeimmo­bilien, speziell auf Fachmarkt- und Einkaufszentren in ganz Deutschland. Durch günstigen Einkauf in Verbindung mit bonitätsstarken Anker­mietern erreichen wir im Schnitt eine jährliche Nettomiet­rendite von min­destens zwölf Prozent.

Wie lautet Ihr Erfolgsrezept?
Uns interessieren vornehmlich Objekte, die einem starken Verkaufsdruck un­terliegen, wie er zum Beispiel in Insolvenz- und Abvermarktungssituationen zustande kommt. So sind wir bestrebt, bei gleichbleibenden Mieteinnahmen die Objekte vorrangig mit bis zu 40 Prozent unter ihrem eigentlichen Markt­wert zu erwerben.

„Unser Ziel ist es, im Jahr 2017 konsequent den Börsengang vorzubereiten“, so Falk Raudies.

„Unser Ziel ist es, im Jahr 2017 konsequent den Börsengang vorzubereiten“, so Falk Raudies.

Wie wird sich der Immobilienmarkt in Deutschland in den nächsten zwei bis drei Jahren entwickeln? Und wie partizipieren Ihre Investments davon?
Der Immobilienmarkt in Deutschland entwickelt sich rasant. Dennoch muss man zwischen dem Markt für Gewerbeimmobilien und Wohnimmobilien unterscheiden. Aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase wird die Nach­frage nach Wohneigentum gerade in den Ballungszentren nochmals ansteigen, was sinkende Renditen zur Folge hat. Aber auch im Bereich der Gewerbeimmobilien rechnen wir mit einer verstärkten Nachfrage. Investoren suchen nach attraktiven Anlagealternativen. Wir selbst profitieren bei unseren Investments davon, dass unsere Objekte über Banken refinanziert werden. Die aktuelle Niedrigzinsphase, verbunden mit der hervorragenden Bonität der FCR Immobilien AG und der überdurchschnittlichen Rendite, eröffnet uns die Möglichkeit, unser Immobilienportfolio weiterhin und kontinuierlich sehr stark auszubauen.

Mit welchen Ergebnissen ist für das letzte Jahr und für das laufende Jahr zu rechnen?
Wir sind mit dem letzten Jahr äußerst zufrieden. Wir konnten unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Das EBITDA wurde verdreifacht. In diesem Jahr rechnen wir erneut mit einer Verdopplung des Umsatzes und zugleich des EBITDA. Unser Ziel in diesem Jahr ist es, den Immobilienbestand auf bis zu 80 Mio. Euro auszuweiten.

Sie konnten bereits eine Anleihe begeben. Inwieweit wollen Sie sich in Zukunft am Kapitalmarkt bedienen?
Für uns gibt es drei voneinander unabhängige Kapitalmaßnahmen, mit denen wir den Kapitalmarkt im laufenden Jahr bedienen möchten. Zum einen werden wir im 2. Quartal 2016 eine Kapitalerhöhung durchführen. Das ist bereits unsere dritte Kapitalerhöhung auf dem Weg zum Börsengang. Teile der Kapitalerhöhung werden aus dem bestehenden Inves­torenkreis gezeichnet. Gespräche mit weiteren Investoren werden derzeit geführt. Für Mai 2016 planen wir, eine weitere Anleihe mit attraktiver Verzinsung und einem strengen Sicherheitskonzept aufzulegen, zudem werden wir ein Schuldscheindarlehen für institutionelle Anleger ausgeben. Unser Ziel ist es dann, 2017 mit einer weiteren Kapitalerhöhung konsequent den Börsengang zum Ende des Jahres vorzubereiten.

Weitere Informationen unter:
www.fcr-immobilien.de

Bildquelle / Lizenz: FCR Immobilien GmbH

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  1. […] Als vielversprechender Börsenkandidat gilt die FCR Immobilien AG, deren Geschäftsmodell einer einf…Kommt dem Unternehmen im Falle eines Börsenganges die geplante Kapitalmarktunion entgegen? „Generell ist die Kapitalmarktunion mit dem Ziel, KMUs weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu eröffnen, ein Schritt in die richtige Richtung“, heißt es bei FCR. Im Jahr 2016 sollten entscheidende Hürden auf europäischer Ebene genommen werden, um die Voraussetzungen für die in 2019 avisierte Kapitalmarktunion zu schaffen, so die Hoffnung. „Wir selbst planen den Börsengang aber bereits bis Ende 2017“, heißt es in diesem Kontext. In einer zwischen „alten Industrien“ und „Digitalisierung 4.0“ schwebenden Weltwirt­schaft geht es also im Kern um die Finanzierung von Ideen. Denn das, was die Welt im Anschluss an eine in den etablierten „alten Branchen“ möglich erschei­nende neue Wirtschaftskrise benötigt, sind neue, auf moderner Digitalisier­ungstechnologie und innovativen Ideen ba­sierende Wachstumsimpulse. Hier kommt dann auch die Private-Equity-Branche ins Spiel, die das notwendige Kapital zur Verfügung stellen sollte. Doch auch die Akteure im Private-Equity- und Venture-Capital-Markt müssen er­kennen, dass sich die Zeiten geändert haben. Selbst große Adressen wie Carlyle stoßen bei Banken auf Widerstand. Die Kapitalbeschaffung für den Mittelstand – den Träger der deutschen Volkswirtschaft – ist also schwierig. Gleichzeitig sehen sich viele Unternehmen mit erhöhtem Finanzierungsbedarf konfrontiert, weil sie nur so die Wettbewerbsfähigkeit halten oder steigern können. Daher nutzt der Mittelstand die Möglichkeiten des Factorings immer stärker. […]

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