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Das (mobile) Web gehört den Nutzern

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Juni 9, 2015 veröffentlicht von

Gastbeitrag von Jan Webering, Grün­der und Geschäftsführer der Sevenval Technologies GmbH

Wer im E-Commerce weiter erfolgreich mitspielen will, muss die Digitalisierung vom Front-End aus denken.

Die Internet-Thinktanks in den USA kündigen es schon lange an und Walmart liefert den Beweis: Es lohnt sich, veraltete Systeme aufzugeben, um auf der grünen Wiese das perfekte Nutzererlebnis zu gestalten.

Die ständige Verfügbarkeit von Pro­dukt­informationen und Vergleichs­mög­­lichkeiten hat erst mit dem Smart­phone ihre eigentliche Schlagkraft erreicht. Selbst wenn ein Kunde einen Laden schon betreten hat, ist die Konkurrenz nur ein paar Fingertipps auf dem Handy-Bildschirm entfernt. Es gibt unter den unter 40-Jährigen kaum einen Kaufwilligen, der sich nicht vorab, zwischendurch und überall über Produkte informiert, bevor er tatsächlich etwas kauft. Dabei wechseln, laut einer Studie von Google, 90 Prozent aller Nutzer mehrfach das Gerät: vom Desk­top, zum Smartphone, zum Tablet und zurück. „Mobile ist keine Technologie, sondern ein Konsumenten-verhalten“, damit bringt Kristina Walcker-Mayer von Zalando den globalen Trend der Branche auf den Punkt. Experten reden von Mobile Moments. Erfolgreiche E-Commerce-Unternehmen orientieren sich an den Situationen, in denen ein potenzieller Kunde für ein Unternehmen erreichbar ist. Ziel ist es, so das bestmögliche Nutzererlebnis für jede einzelne Situation zu liefern. Dazu gehören natürlich auch eine gute Benutzerführung und kurze Ladezeiten für mobile Konsumenten.
Wer das umsetzt, optimiert sein Suchmaschinen-Ranking, erhöht die Conversion-Rate und stärkt seine Marke. Am Nutzerverhalten sollte sich die gesamte IT eines Unternehmens orientieren. Wir nennen das „vom Front-End aus denken“.

Jan Webering, Geschäftsführer Sevenval Technologies GmbH

„Am Nutzerverhalten sollte sich die gesamte IT eines Unternehmens orientieren. Wir nennen das ‚vom Front-End aus denken‘.“

Für die Umsetzung von Webseiten, die diesen Ansprüchen genügen, können wir aus unseren Projekten folgende Empfehlungen ableiten: Eine der flexibelsten Technologie-Plattformen ist der Front-End-Server. Dieser ermög­licht eine One-Web-Lösung. Das bedeutet, dass alle Geräte die für sie optimierten Webseiten über eine Web­adresse erhalten. Somit wird der Browser entlastet, die Ladezeit verringert und das Nutzererlebnis beim Gerätewechsel verbessert.

Der One-Web-Ansatz löst auch ein weiteres bekanntes Problem: divergierendes Design. Der Look der neues­ten App ist taufrisch, während die Desktop-Seite altmodisch aussieht. Dies geschieht oft, wenn Webseitenbetreiber nach und nach Seiten für Tablets, M-Dot-Sites für Smartphones und Apps der jeweils neuesten Geräte-Generation launchen.

Beim One-Web-Ansatz kann der Designer aus einem Guss ein klares Layout und eine intuitive Benutzerführung für alle Geräte entwickeln.

Weiteres Umdenken ist beim Prozessmanagement anzuraten. Agiles Development hat sich inzwischen bewährt: In kurzen Zyklen werden einzelne Features eines Webprojektes entworfen.

Der Kunde steht nicht mehr vor dem Problem im Pflichtenheft die theoretisch beste Webseite zu beschreiben. Anstatt die ganze Webseite nach einem statischen Plan zu entwickeln, werden einzelne Teile präsentiert und vor allem bereits sehr früh als Prototypen getestet.

Dies kommt der dynamischen Online-Entwicklung entgegen. Es ergeben sich fast immer Änderungswünsche während der Entwicklung der Webseite, die dann mühsam nachverhandelt und integriert werden müssen. Die agile Entwicklung umgeht dieses Problem durch kleinere Etappen, die in schneller Abstimmung mit dem Kunden erreicht werden.

Nach den Inhouse-Tests ist es von großen Vorteil möglichst früh einzelne Features der agilen Entwicklung mit A/B-Tests durch die Nutzer der Webseite zu verifizieren. Was gutes UX-Design ist, wird so durch Nutzerverhalten belegbar. Hierbei etablieren sich aktuell Big-Data-Anwendungen, die eine Test-Daten getriebene Webseiten-Entwicklung ermöglichen. Auch hier kommt der Front-End-Server zum Zuge, da er eine Analyse der Daten aus Device- und Feature-Detection ermöglicht.

Marketing-Manager stehen vor der Herausforderung, Zielgruppen möglichst genau abzugrenzen, denn die Online-Konsumenten erwarten zunehmend ein personalisiertes Nutzererlebnis. So entstehen zunehmend kleinere und präzisiere Zielgruppe. Die Fachwelt denkt bereits an „Segments of One“. Die technische Seite dieser Entwicklung lässt sich mit einem Front-End-Server bereits abbilden.

Weitere Informationen unter:
www.sevenval.de

Die Sevenval Technologies GmbH ist ein Unternehmen für Mo­bile- und Webtechnologien. Un­­ter der Führung von Jan Webering re­alisierte Sevenval mehr als 2 000 Mobile- und Web-Projekte. Dabei kommt die Software Sevenval FIT als Front-End-Server zum Einsatz.
Kunden sind Großkonzerne wie z. B. Mercedes-Benz, Dou­glas, die Deutsche Post und Bosch.

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