Auf dem Weg zum „Finanzcockpit“

Die digitale Transformation wird immer mehr zu einem „Muss“ für Kreditinstitute. Ihre Zukunft hängt davon ab, wie es ihnen gelingt, Digitalisierung und Kundenansprache miteinander zu verbinden.  

„Wir sind an gefestigten Kundenbeziehungen interessiert. “ Tilo Hacke, Vorstand Privatkunden, Deutsche Kreditbank AG (DKB), bringt es auf den Punkt. Seit mehr als zehn Jahren ist die DKB als Internetbank im Privatkundengeschäft tätig – mit sichtbaren Erfolgen. Im vergangenen Jahr überschritt die Anzahl der Privatkunden die Drei-Millionen-Grenze. „Für viele unserer Kunden sind wir längst die Hausbank, was sich z.B. an der hohen Zahl der Girokonten – rund zwei Millionen unserer Kunden haben ein DKB-Cash – erkennen lässt.“ Es handelt sich dabei um ein Paket aus Girokonto, Girokarte, DKB-VISA-Card und monatlicher Guthabenverzinsung.

DKB Video-Ident-Verfahren

Das neue Video-Ident-Verfahren, durch spe­ziell geschulte Mitarbeiter durchgeführt, ermöglicht den Kunden eine schnelle Legitimation. Und ohne den Gang zur Postfiliale.

24-Stunden-Chat mit dem Vorstand
Wirkt sich das fehlende Schaltergeschäft nicht negativ auf die Kundenbeziehungen aus? Hacke verneint. Zum einen liefere man den Kunden „online eine gute Auswahl an möglichst selbst­erklärenden Produkten für den Zahlungsverkehr, die Geldanlage, zum Spa­ren und Finanzieren.“ Zum anderen greife man Kundenwünsche auf, die sich durch die Digitalisierung ergäben: „Die Kunden möchten z. B. deutlich schneller als früher über ihre Kontobewegungen informiert werden und ihre Finanzen auch mobil im Auge behalten und verwalten können.“ Natürlich sei es klar, dass die Bank über die Wünsche ihrer Kunden informiert sein muss. Dazu hat die DKB im vergangenen Jahr für ihre Kunden z. B. auch einen 24-Stunden-Live-Chat mit dem Vor­stand eingerichtet – als erste Bank in Deutschland. Darüber hinaus besucht Tilo Hacke häufig die Kundenhotline: „Da­bei erfahre ich viel über die Anliegen und Erwartungen unserer Kunden.“

Kontoeröffnung per „Videochat“
Noch auf anderen Feldern zählt die DKB zu den Pionieren: Seit Oktober 2014 können ihre Kunden bspw. das DKB-Cash eröffnen, ohne den Gang zur Postfiliale antreten zu müssen. Ganz bequem per Videolegitimation. Die Hür­den sind bewusst niedrig gehalten: Benötigt werden Rechner, Tablet oder Smartphone mit WebCam sowie Personalausweis oder Reisepass. Der Kon­to­antrag wird in wenigen Minuten online ausgefüllt, und die Daten werden per Video-Chat mit einem Mitarbeiter bestätigt. „Wir sind überzeugt davon, dass mittelfristig eine Mehrheit der Kunden diesen schnelleren Weg zur Kontoeröffnung nutzen wird“, ist sich Tilo Hacke sicher.

Und: Zurzeit arbeitet die DKB an der Weiterentwicklung des „Finanzcockpits“, eines „Ortes, an dem der Kunde Zugang zu verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten hat und auf einen Blick seine gesamten Finanzen kontrollieren kann.“ Dank einer Kooperation mit dem Zahlungsdienstleister PayPal können die DKB-Kunden seit dem vergangenen Jahr in ihrem DKB-Internet-Banking auch ihre PayPal-Zahlungen einsehen. Dadurch entfällt ein mehrfaches Einloggen bei verschiedenen Anbietern.

www.dkb.de

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