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Digitaler Arbeitsplatz in deutschen Traditionsunternehmen?

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September 7, 2017 veröffentlicht von

Paulaner, SPARDA und REINERT Logistics zeigen wie’s funktioniert!

Fakt ist: Die Digitalisierung hat unser aller Privatleben grundlegend verändert. Über 70% der Deutschen nutzen mobile Internetangebote privat. Alltäglicher Austausch findet vermehrt in Chats, Kommentarspalten und über Social Media statt und ist nicht länger an Papier und Stift, Ort oder Zeit gebunden. Dem gegenüber steht eine nur mäßige Entwicklung am Arbeitsplatz. Zwar haben, laut einer Studie zur Digitalisierung am Arbeitsplatz des Bundesministeriums für Soziales (BMS) aus 2016, knapp 80% der Beschäftigten eine Veränderung in der technischen Ausstattung ihres Arbeitsplatzes erlebt, das heißt jedoch nicht, dass die technische Innovation in Unternehmen mit denen im privaten Bereich mithalten kann. Traditionsreiche Unternehmen sind besonders herausgefordert, um einerseits marktrelevant zu bleiben, aber andererseits die eigene Herkunft nicht zu vergessen. Die Frage: Wie kann die Unternehmenskultur modernisiert werden, ohne mit der Tradition zu brechen?

Paulaner ist eine der ältesten und größten Weißbierbrauereien Deutschlands. Die Marke ist, neben ihrem Zelt auf den Wiesn, für hochqualitative und außergewöhnliche Bierbraukunst bekannt. Seit 1634 vereint Paulaner nachhaltige Produktion mit dem Mut zur Innovation. Das Mitarbeitermagazin, der Zapfhahn, war seit Jahren als Informationsmedium etabliert, aber: “Das Magazin war nicht mehr zeitgemäß, weil es für die Herstellung drei Monate gebraucht hat.”, berichtet Johannes Rieger- PR Referent. Um alle Mitarbeiter zu erreichen musste die interne Kommunikationstrategie weiterentwickelt werden. Sie sollte unmittelbarer, schneller und vor allem mobil verfügbar sein. Mit der ZapfApp sind die Firmennews seit 2016 in Echtzeit auf den Smartphones der Mitarbeiter jederzeit abrufbar.

Die Angestellten sind voll des Lobes: “Ich war am Anfang etwas skeptisch, Braumeister heißt ja Tradition, ich bin eher der Bewahrer. Das war hier überhaupt nicht der Fall, ich hab die App installiert und nutze sie jeden Tag.”, sagt so Christian Dahncke, erster Braumeister in München.

Auch die SPARDA Bank Berlin zeigt, dass Digitalisierung in deutschen Unternehmen
durchaus auch Innovation bedeutet. Nancy Mönch, Leiterin der internen Kommunikation
bestätigt: „In Zeiten der Digitalisierung ändern sich nicht nur die Erwartungen der Kunden an eine Bank, sondern auch die Erwartungen der Angestellten an ihren Arbeitgeber. Transparenz und kurze Kommunikationswege sind zwei wichtige Faktoren, um eine effiziente Kommunikation innerhalb des gesamten Unternehmens sicherzustellen. Wir entschieden uns bewusst gegen eine traditionelle gedruckte Mitarbeiterzeitung. Printprodukte dieser Art schaffen zwar ein Gefühl von Transparenz, jedoch sind sie langsam und kostenintensiv.“

Am Valentinstag machte die Bank ihren Mitarbeitern eine Liebeserklärung und launchte die HALLO#intern-App. Das lohnte sich. Binnen kürzester Zeit verzeichnete sie eine
Nutzerquote von 85%. Um Probleme zu vermeiden waren von Beginn an die Abteilungen für Interne Kommunikation, IT und Personal sowie der Betriebsrat an der Planung und
Konzeption der App beteiligt, sodass Bedenken gemeinsam diskutiert und aus dem Weg
geräumt werden konnten: „Die größten Herausforderungen der ersten Projektphase waren Auflagen, die bei der Einführung eines modernen Kommunikationsmediums zu erfüllen sind. Die Gewährleistung der Informationssicherheit und die strengen Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes verlangten uns viel Energie ab. So mussten wir durch eine umfassende Berechtigungsmatrix klären, welche Benutzerrollen und -rechte notwendig und wie diese zu verteilen sind. Außerdem musste sichergestellt werden, dass Staffbase über ein entsprechendes IT-Sicherheitskonzept verfügt.“, berichtet Nancy Mönch im it-finanzmagazin.

Auch bei REINERT Logistics wurde die Notwendigkeit zur Digitalisierung erkannt. Während die Disposition und Warenvorgänge schon längst computergesteuert werden, mussten sich die Mitarbeiter mit einem vierteljährlich erscheinendem Newsletter begnügen. Die kommunikative Schere zwischen Non-Desk und Desk-Workern wuchs – schwierig in einem Sektor der händeringend nach hoch motiviertem Nachwuchs sucht. „Unsere operativen Desk-Worker können wir zeitnah und umfangreich mit Informationen aus unserem Haus beliefern, was sich jedoch bei unseren Fahrern*innen schwieriger gestaltet.“, bestätigt Markus Röhl, Marketingleiter bei REINERT. Dabei gilt es über 1.200 Mitarbeiter möglichst in mehreren Sprachen zu informieren. Die Lösung? Wie bei SPARDA und Paulaner etablierte das Unternehmen seine eigene App für die interne Kommunikation.


„ Wir können mit INSIDEblue eine viel höhere Bindung zum Unternehmen kreieren, weil sich jeder mit seinen Ideen und Anmerkungen einbringen kann und auch Gehör findet.“ berichtet Herr Röhl. Das Thema Sicherheit steht an erster Stelle. Eigens produzierte Videos in der App helfen den Mitarbeitern bei alltäglichen Aufgaben wie dem richtigen Auf- und Absatteln und elementaren Sicherheitsfragen. Der Zugang zur App wurde flexibel gestaltet: INSIDEblue läuft auf privaten Smartphones, auf dem Desktop und über Tablets in den LKWs. „Der größte Coup der uns gelungen ist, ist dass wir alle Print-Medien eingestampft haben,” fügt Markus Röhl stolz hinzu.

Tradition zu erhalten und gleichzeitig Innovation Raum zu geben, ist nicht notwendig
konfliktbehaftet. Digitale Mitarbeiterkommunikation per App schafft nicht nur einen
transparenten Informationsfluss zwischen Desk- und Non-Desk-Mitarbeitern, sondern schafft auch ein ‘Wir-Gefühl’ über alle Standorte hinweg. Zufriedene und engagierte Mitarbeiter wiederum erschaffen tolle Produkte und bieten exzellenten Service im Kundenkontakt. Darüber hinaus ist die App umweltfreundlich: Ihre Angestellten können sie auf das private Handy laden und Newsletter können digital, statt gedruckt, verbreitet werden.

 

Die Autorin

 

 

 

 

 

Katharina Prager ist ausgebildete Historikerin und Linguistin. Sie betreut den deutschen Blog von Staffbase und versorgt wissensdurstige HR- und Kommunikationsexperten regelmäßig mit Neuigkeiten rund um die mobile Mitarbeiterkommunikation.

Über Staffbase

Staffbase, 2014 gegründet, unterstützt Unternehmen bei der mobilen Mitarbeiterkommunikation und ist der führende Anbieter von Mitarbeiter-Apps. Dank des
Mobile-First-Ansatzes von Staffbase gelingt es Firmen, alle Mitarbeiter schnell und überall auf dem Smartphone zu erreichen – erstmals also auch jene ohne Schreibtisch.

Mitarbeiter erhalten einen zentralen Startpunkt für alles Wichtige rund um ihren Arbeitsplatz. Interne Nachrichten sind dabei nur einer von vielen möglichen Anwendungsfällen. Auch Telefonbuch, kurze Schulungsvideos, Umfragen oder HR-Services wie Urlaubsanträge finden ein neues mobiles Zuhause auf dem Smartphone und erlauben Kommunikation auf Augenhöhe.

Mit Büros in Chemnitz und New York hilft das 25-köpfige Team um die Gründer Dr. Martin Böhringer (CEO), Dr. Lutz Gerlach (COO) und Frank Wolf (CMO) inzwischen mehr als 150 Unternehmen auf 4 Kontinenten – darunter T-Systems, Viessmann, Adidas, Paulaner, Siemens, Ogilvy und die Berliner Verkehrsbetriebe – bei der Digitalisierung ihrer internen Kommunikation und der Optimierung ihrer Employee Experience.

Weitere Informationen: https://staffbase.com/

Pressekontakt: Sina Lockley, sina@staffbase.com

 

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