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Whitepaper: Rugged Devices

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Oktober 10, 2016 veröffentlicht von

Rugged Devices: Whitepaper mit Marktübersicht zu industrietauglichen Tablets und Smartphones

Ohne industrietaugliche Hardware, die sich im harten Arbeitsalltag bewährt, nützt auch die tollste Industrie 4.0-Anwendung nur wenig. Besonders rau geht es in der Logistik zu: Vibrationen, Schläge gegen das Gehäuse und Stürze gehören zum Alltag auf dem Rangierbahnhof, im Terminal für den Kombinierten Verkehr oder bei der Containerverladung im Hafen.

Auch das iPhone 7 ist nicht industrietauglich

Robustheit ist deshalb bei der Wahl eines Tablet oder Smartphone für den Logistik 4.0-Einsatz oberstes Gebot. Denn mobile Endgeräte aus dem Consumer-Bereich quittieren hier in der Regel schnell den Dienst. Für extreme Bedingungen mit schlechtem Wetter, hohen oder niedrigen Temperaturen, öligen Fingern oder staubiger Luft sind sie einfach nicht konstruiert worden. Und wenn ein solches Mobilgerät auf den Betonboden einer Fertigungshalle oder auf ein stählernes Bahngleis fällt, geht das meist anders aus, als bei einer unsanften Landung auf dem Büroteppich.

Selbst wenn jetzt das neue iPhone 7 jetzt mit dem Zertifikat IP67 ausgestattet und damit vor Staub und Spritzwasser geschützt ist, einen 30-minütigen Tauchgang einen Meter unter Wasser überlebt und mit etwas Glück auch einen Sturz aus drei Meter Höhe aufs Display aushält, ist es – abgesehen vom Preis – noch kein optimales Mobilgerät für die Outdoor-Verwendung während der Arbeit.

Ein ausdrücklich industrietaugliches Endgerät – auch „Rugged Device“ genannt – ist dagegen in der Lage, auch härteren Umgebungseinflüssen standzuhalten. Versiegelte Tastaturen und Öffnungen schützen das Smartphone oder Tablet vor Sand, Staub und Flüssigkeiten, ein spezielles Display reduziert Spiegelungen und hat einen besonders guten Kontrastausgleich, so dass die Anzeige auch bei starker Sonnenlichteinstrahlung gut lesbar bleibt.

Zahlreiche Anforderungen an ein Rugged Device

Besonders schwer muss ein solches Rugged Device dabei nicht sein, denn die meisten Anbieter versehen ihre Geräte aus einem leichten und formstabilen Magnesium-Aluminium-Gehäuse mit zusätzlichen Silikonformteilen. Eine weitere wichtige Anforderung ist die Energieversorgung: Professionelle Tablets und Smartphones sollen möglichst einen ganzen Arbeitstag in Betrieb bleiben. Die Rugged Devices glänzen deshalb meist mit einem besonders starken Akku oder kommen gar mit zwei Energiespeichern daher, die sich im „Hot-Swap-Modus“ auch bei laufendem Betrieb wechseln lassen.

Schließlich entscheidet auch das Interface-Angebot der Geräte, wie industrietauglich sie wirklich sind. So sollten beispielsweise mobile Kommunikationsschnittstellen wie WLAN und Bluetooth 2.0 bei jedem Gerät genauso zum Standard gehören wie Mobilfunkschnittstellen für alle gängigen Netze inklusive LTE. Ebenso wichtig sind aber auch physikalische Schnittstellen, etwa zum Anschluss von Peripherie wie Lesegeräten, Webcams und externen Festplatten. Die USB-Unterstützung sollte daher immer vorhanden sein.

Der Dortmunder Logistiksoftware-Anbieter und Portalbetreiber catkin beschreibt in einem aktuellen Whitepaper noch weitere Kriterien für das optimale Rugged Device. Außerdem wurden für eine Marktübersicht 21 solcher Geräte mit ihren Spezifikationen zusammengestellt. Das Start-Up-Unternehmen räumt allerdings selbst ein, dass „unsere Übersicht nicht vollständig ist“. Und sie sei auch nicht als Ranking zu verstehen, in dem die „Testsieger“ aufgelistet sind. Denn dazu gebe es selbst in den einzelnen Bereichen der Logistik zu unterschiedliche Anwendungsszenarien.

Kostenlose Marktübersicht hilft bei der Auswahl

Aber immerhin wurde bei den meisten der in der Liste genannten Android-Geräte einige Grundfunktionen überprüft: Ist auf dem Display auch bei Sonneneinstrahlung noch etwas zu erkennen? Laufen die Apps darauf flüssig? Ist eine Bedienung mit Handschuhen und bei leichtem Regen möglich?

Die kostenlose Auflistung kann also einen guten Anhaltspunkt bieten, wenn man selbst auf der Suche nach geeigneten mobilen Endgeräten ist. Denn vor dem Hintergrund, dass industrietaugliche Tablets oder Smartphones einen zwei- bis dreifach so langen Lebenszyklus wie die Consumer-Geräte haben und auch deutlich teurer sind, will eine solche Investition wohl überlegt sein.

 

Weitere interessante Artikel und Hintergrundberichte findet Ihr auf catkin´s unternehmenseigenem Blog.

catkin-blog

Autor: Geert-Jan Gorter

Aufmacherbild / Lizenz / Quelle

Searching for a new smart phone“ (CC BY-ND 2.0) by Tekke

Lizenz für Textinhalte

Bilder & Medien unterliegen gesonderten Urheberrechten

 Kurzlink zu diesem Artikel: 


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