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Auf allen Kanälen

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Oktober 26, 2016 veröffentlicht von

Michael Tsifidaris, Aufsichtsrat der Unternehmensberatung KPS AG, spricht mit der TREND-REPORT-Redaktion über die Bedeutung des Omnichannel-Modells für den heutigen Handel.

Die optimale E-Commerce-Handelsplattform der Zukunft muss nach Auf­fassung von Tsifidaris den „Dreiklang von Warenwirtschaft, Kundenwirtschaft und E-Commerce“ beherrschen. Michael Tsifidaris: „Die Geschäftsprozesse müssen End-to-End gebaut sein, sodass sie alle Aspekte der Kundenwirtschaft, Warenwirtschaft und des E-Commerce abdecken und das nicht nur in einem integrierten Geschäftsmodell, sondern auf einer integrierten IT-Plattform, und zwar in Echtzeit.“ Die rund 700 Berater seines Unternehmens unterstützen vor allem den Handel und die Konsumgüterindustrie bei der Umstellung auf das Omnichannel-Modell. Sie machen sie fit für die Zukunft, denn nach Ansicht von Tsifidaris lautet die Kernfrage für die nächsten zehn Jahre, ob „die Pure-Player von heute zu komplett aufgestell­ten Omnichannel-Anbietern wer­den. Schaf­fen sie also auch stationäre Auftritte mit realen Kunden-Touchpoints? Oder aber gewinnt der stationäre Handel, der sich integriert aufstellt und auf der digitalen Seite aufholt, das Rennen?“

Michael Tsifidaris erläutert, wie sich durch „Rapid Transforma­tion“ klassische Projektlaufzeiten reduzieren lassen.

Michael Tsifidaris erläutert, wie sich durch „Rapid Transformation“ klassische Projektlaufzeiten reduzieren lassen.

Neu- statt Altbau

Dabei setzt KPS auf eine „inzwischen mehrfach preisgekrönte Methode“ namens „Rapid Transformation“, mit deren Hilfe sich die klassischen Projektlaufzeiten um rund 40 bis 50 Prozent reduzieren lassen – was für die Unternehmen einen schnelleren ROI bedeutet. Und wie sieht die „Rapid-Transformation“-Methode aus? „Wir versuchen klarzumachen, dass Omnichannel nicht einfach dadurch hergestellt wird, dass links die stationäre Handelsumgebung mit Prozessen und Infrastrukturen ist und rechts dann zu­sätzlich eine E-Commerce-Umgebung“, betont Tsifidaris. Man gehe also von den Insellösungen weg und versuche, alle Prozesse im Unternehmen „konsequent um den Kunden herum aufzubauen“, in End-to-End-Prozessen zu denken und entsprechend zu handeln. Erst danach komme die IT ins Spiel.

Anstelle einer Ist-Analyse, wie sie von vielen Unter­nehmensberatungen durch­geführt wird, lasse man den Kunden die Geschäftsabläufe der Zukunft beschreiben. „Wichtig ist nicht, woher der Kunde kommt, sondern wo­hin er will“, formuliert es Michael Tsifidaris. Man finde „passende Piloteinheiten innerhalb des Unternehmens“, etwa eine Region, einen Geschäftsbereich oder ein Brand, und prototypisiere dann die neuen Geschäftsprozesse mit modernster Soft­ware. Erst im letzten Schritt erfolge dann die Umstellung auf das ganze Unternehmen. „Wenn man bildlich sprechen will, findet der Wandel nicht im alten Gebäude, sondern im Neubau statt“, sagt Tsifidaris. „Wir ziehen nicht mit den neuen Prozessen ins alte Unternehmen ein, sondern das Bestandsunternehmen wechselt im Verlauf dieses Transformationsprozesses Etage für Etage in das neue Gebäude. Wenn das letzte Glied der Kette umgezogen ist, macht man im alten Gebäude das Licht aus.“

Weitere Informationen unter:
www.kps.com

Bildquelle / Lizenz Aufmacher: Pixabay / CC0

Bildquelle / Lizenz Portrait: KPS AG

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