Sicherheit im Jahr 2026 – eine Frage der Kultur?
Statement von Daniel Zimmermann, Geschäftsführer bei Materna Virtual Solution
Wenn es um die Sicherheit für ultramobiles Arbeiten geht, gibt es unterschiedliche Lösungen mit abgestuften Sicherheitsmerkmalen. Mit den eingeschränkten BSI-Freigaben für indigo (Apple) und Knox Native Solution (Samsung) ist nun eine neue Möglichkeit auf den Markt gekommen, die eine geschützte Arbeitsumgebung schnell und standardisiert umsetzbar macht. Vorausgesetzt, es findet ein Umdenken statt. Denn Sicherheit muss zur gelebten Kultur werden oder sie wird nicht funktionieren, sagt Daniel Zimmermann, Geschäftsführer von Materna Virtual Solution.
Man kann über humanoide Roboter, domänenspezifische Sprachmodelle oder Quanten-Computing reden – alles spannend. Aus meiner Sicht ist der eigentliche Gamechanger für 2026 jedoch viel bodenständiger. Es geht um die deutlich gestiegene Bedeutung der Sicherheit in den neuen Arbeitswelten. Genauer gesagt um eine neue Sicherheitskultur, die wir brauchen, damit ultramobiles Arbeiten funktioniert.
Warum? Cyberangriffe sind heute so ausgefeilt, dass klassische Abwehrstrategien kaum noch mithalten können. Gleichzeitig machen moderne Betriebssysteme sicheres ultramobiles Arbeiten einfacher als je zuvor. Funktionen wie die Secure Enclave oder Trusted Execution Environments schützen Daten direkt im System. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat diesen Wandel bereits vollzogen: Sicherheit wird nicht mehr App-weise geprüft, sondern auf Plattformebene gedacht.

Daniel Zimmermann erklärt: „Funktionen wie die Secure Enclave oder Trusted Execution Environments schützen Daten direkt im System.“
Heute kann das Betriebssystem also selbst einen guten Schutzraum bieten, in dem verschiedene Anwendungen sicher interagieren können. Dadurch eröffnen sich neue Spielräume für orts- und geräteunabhängiges Arbeiten – speziell für Behörden, die strengen Auflagen unterliegen. Doch mit dieser neuen Freiheit wächst auch die Verantwortung. Denn die Angriffe von Cyberkriminellen zielen nicht mehr auf Firewalls, sondern auf die kleinen Unachtsamkeiten im Alltag: den falschen Klick, das beiläufig weitergeleitete Dokument oder das harmlos wirkende Update. Technik kann viel, aber sie ersetzt kein wachsames Verhalten.
Ein wichtiger Aspekt ist deshalb ein Umdenken in der Sicherheitskultur. Das heißt, die Mitarbeitenden in Behörden müssen im Rahmen von indigo und Knox Native Solution nicht nur eine verbindliche Betriebsvereinbarung unterzeichnen, sondern auch die VSA-Vorgaben (Verschlusssachenanweisung) mit ihren Handlungsanweisungen verinnerlichen. Das schließt wiederum regelmäßige Schulungen ein, um das Bewusstsein für den sicheren Umgang mit Dokumenten der Klassifikation VS-NfD zu schärfen. Die Zukunft bringt also deutlich mehr native Sicherheit, gleichzeitig wird aber auch mehr Verantwortung von den einzelnen Usern eingefordert.
Kurzum: Moderne Plattformsicherheiten nehmen uns vieles ab – aber selbst das sicherste System ist nur so stark wie der Mensch, der es nutzt. Darum ist meine Prognose für 2026 klar. Wir werden das Jahr erleben, in dem Sicherheit zur Haltung wird. Oder, um es salopp zu sagen: Die Systeme sind heute smarter als je zuvor.
Die Frage ist nur, sind wir es auch?
Über Materna Virtual Solution
Materna Virtual Solution, ein Unternehmen der Materna-Gruppe, ist spezialisiert auf sicheres, ultramobiles Arbeiten und anerkannter Experte für Mobile Security in Behörden und Organisationen. Seit der Gründung im Jahr 1996 liegt der Fokus auf der Entwicklung von Lösungen, die digitale und mobile Souveränität Realität werden lassen – bis zum Geheimhaltungsgrad VS-NfD und auf NATO RESTRICTED-Niveau.
Im Mittelpunkt steht die Container-App SecurePIM, die Anwendungen wie E-Mail, Kalender, Kontakte, Aufgaben, Dokumentenzugriff und einen sicheren Browser in einer abgeschotteten Umgebung vereint. Ergänzend dazu entstehen im indigo- und Knox-Native-Solution-Kompetenzcenter neue Applikationen, die das Ökosystem der nativen Plattformen gezielt erweitern – von standardisierten bis hin zu individuell entwickelten Lösungen. Darüber hinaus erhalten Kunden strategische Beratung, Professional Services und verlässlichen Support – von der Konzeption über die Umsetzung bis zum laufenden Betrieb. Als Partner für die Zulassung von Hochsicherheitsprodukten bietet das Unternehmen zudem umfassenden Approval-Service.
Materna Virtual Solution hat Standorte in München, Berlin und Dortmund, beschäftigt rund 100 Mitarbeiter:innen und trägt das Vertrauenszeichen „IT-Security made in Germany“ des TeleTrust-Bundesverbandes IT-Sicherheit e.V.
www.materna-virtual-solution.com
Bildquelle: Materna Virtual Solution / Daniel Zimmermann
Textlizent: https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de













