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Indoor-Navigation

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Oktober 26, 2016 veröffentlicht von

Im Interview schildert Gründer und Geschäftsführer Giorgios Karachos Kundennutzen und sinnvolle Einsatzgebiete von Indoor-Navigation

Herr Karachos, für welche Anwendungsszenarien im Einzelhandel eignet sich Indoor-Lokalisierung?

Grundsätzlich eignet es sich für die Nutzung in einem Shoppingcenter, besonders wenn es eine gewisse Größe hat. Daneben aber auch in Filialketten. In einem Shopping Center gibt es vielfältige Anwendungen, dazu zählt primär die Navigation des Kunden zu diversen Zielen, wie z.B. Shops, Stellplatz des eigenen Autos im Parkhaus, Service-Points. Im nächsten Schritt können die Kunden dann ebenfalls in den Shops zu bestimmten Bereichen geleitet werden.

Damit ist das Center in der Lage dem Kunden ein neues Erlebnis, nämlich die durchgehende Führung vom Betreten des Shoppingcenters bis zum Produkt zu ermöglichen. Der Kunde wird damit in die Lage versetzt, seinen Center Besuch z.B. zu Hause am PC vorzuplanen und sich über sein Smartphone anhand dieser Route bis zum Produkt durch das Center navigieren zu lassen.

Daneben ist auch die Navigation der Facility Management und Maintenance-Mitarbeitern zu bestimmten Wartungspunkten ein wichtiges Anwendungsszenario, da so auch Externe schnell und eindeutig zu Ihren Arbeitsstellen geführt werden können ohne komplizierte Pläne oder Personal des Centers nutzen zu müssen.

Diese Dienste können in angepasster Form auch von Filialketten angeboten werden. So können auch innerhalb der Shops Marketingflächen definiert werden und diese für gezielte Produkt-Werbung verwendet werden. Ganze Einkaufsstraßen können sich auch zusammenschließen und dem Kunden ein Shopping-Center ähnlichen Service anbieten

Neben diesen Dienstleistungen, die dem Kunden angeboten werden um seine Zufriedenheit zu erhöhen bieten sich unseren Kunden, hier stellvertretend dem Center, die Möglichkeit durch moderne Analyseverfahren das Kundenverhalten und die Kundenbewegungen zu verstehen und damit zu optimieren.

 

Wie könnten stationäre Einzelhändler dies in ihre Wertschöpfungskette integrieren, um bestmögliche Kundenbindung zu erzeugen?

Der Betreiber des Shopping Centers sowie die jeweiligen Einzelhändler können anhand genauer Analysen der Kundenbewegungen eine vergleichsweise sichere Aussage über die Vorlieben und Verhaltensmuster des Kunden im Shoppingcenter treffen. Dies hilft, das Angebot besser auf den Kunden einzustellen, Stärken und insbesondere Schwachstellen zu identifizieren und die Effizienz von Marketingmaßnahmen einzuschätzen.

In Verbindung mit diversen Daten aus der geografischen und geschäftsspezifischen Umgebung des Objektes lässt sich deren Einfluss auf das Kaufverhalten, die Verweildauer des Kunden und die Umsätze der Retailer feststellen.

 

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Indoor-Navigation versetzt Center in die Lage Ihren Kunden ein neues Erlebnis, nämlich die durchgehende Führung vom Betreten des Shoppingcenters bis zum Produkt zu ermöglichen“.

Aus der Betrachtung mehrerer diesbezüglicher Zyklen lässt sich hier eine nützliche Prognose ableiten, die Mittel- und langfristig eine Optimierung der Prozesse und Logistik des Retailers erlaubt.

Darüber hinaus lässt sich in Verbindung mit einer entsprechenden Applikation auf mobilen Endgeräten die Kundenbindung erhöhen, wenn im Austausch mit dem Vorteil der Navigation eine Bereitschaft des Kunden, seine Präferenzen und etwaige persönliche Daten mitzuteilen, eingetauscht werden kann. Auf diese Weise können Produkte und Dienstleistungen gezielt beworben werden.

Dies insbesondere, wenn ein Shoppingcenter mittels der Lokalisierung in Marketingflächen eingeteilt werden kann auf denen Kunden mit personalisierter Werbung angesprochen werden.

Ein zusätzlicher, nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt für den Shoppingcenter-Betreiber ist hier die Möglichkeit, diese Marketingflächen an interne und externe Retailer und Dienstleister zu vermieten und somit die Investitionen in das System refinanzieren zu können.

Was für einen konkreten Nutzen hat der Endkunde von den Anwendungen – wie hilft ihm die Lösung?

Der Endkunde kann zunächst auf einfache Art und Weise seine bevorzugten Shops und gewünschte Servicepoints im Shoppingcenter finden. Ganz besonders positiv wird der Kunde diese Funktionalität insbesondere in größeren und unübersichtlichen Shopping-Centern empfinden.  Der spielerische Effekt dürfte dabei besonders die männlichen oder Technik-interessierten Kunden ansprechen.

Desweiteren ist die Möglichkeit gegeben, in Parkhäuser, die größtenteils nur noch schwer zu unterscheidende Bereiche aufweisen, sein Auto schnell und unkompliziert wiederzufinden. Ein Vorteil, den jeder Kunde insbesondere nach der ersten Erfahrung einer längeren Suche nach seinem Fahrzeug in einem großen Parkhaus zu schätzen wissen wird.

Darüber hinaus können die Kunden oder der Kunde in Verbindung mit einer entsprechenden Applikation auf seinem Smartphone oder Tablet ganz gezielt auswählen, welche Werbung und welche Benachrichtigungen über etwaige Sonderaktionen sie oder er erhalten möchte und wo im Center das geschehen soll.

Wie verläuft die konkrete Implementierung vor Ort?

Im ersten Schritt nehmen wir die Anforderungen des Kunden auf und spezifizieren gemeinsam das komplette System. Unter Umständen sind dabei auch Anpassungen an bereits vorhandene IT-Systeme des Kunden notwendig. Danach planen wir die Infrastruktur für die Lokalisierung mit Funkplanungs-Software basierend auf den Genauigkeits-Anforderungen. Schließlich erfolgt die Installation der benötigten Infrastruktur. Parallel zu diesen Schritten wird eine eigene mobile App für den Kunden erstellt oder eine bereits bestehende erweitert.

Nach einer Qualitäts-Überprüfung des kompletten Systems und natürlich auch der Genauigkeit kann der Kunde das System übernehmen. Zusätzlich bieten wir die vollständige Wartung oder auch den Betrieb des Systems an.

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1 Kommentar »

  1. […] Giorgios Karachos erklärt im persönlichen Gespräch spannende Anwendungszwecke von Indoor-Navigation für Einkaufszentren, Museen, aber auch öffentliche Gebäude. https://trendreport.de/indoor-navigation […]

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