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Dauerhaftes Zinstief: Wie Sparer trotzdem hohe Renditen erwirtschaften

– ANZEIGE – Die Europäische Zentralbank (EZB) sorgt durch den dauerhaft niedrigen Leitzins dafür, dass Sparer auf den Kapitalmärkten das Nachsehen haben. Obwohl das Kreditinstitut beteuert, damit nur eine zum Ziel gesetzte Inflation von rund 2 % erreichen zu wollen, haben Fachleute einen ganz anderen Verdacht: Durch die Geldschwemme der EZB würde aktive Wirtschaftspolitik betrieben – womit die Kompetenz der Bank eigentlich überschritten wäre. Das Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen sieht sogar die Finanzmarktstabilität als solches gefährdet. In jedem Fall sind sich Ökonomen allerdings einig darüber, dass der aktuell niedrige Zinssatz sich kurzfristig kaum erholen wird. Sparer sind deshalb dazu gezwungen, nach renditestarken und gleichzeitig sicheren Alternativen zu suchen.

Investition in Sachwerte erscheint ratsam

Finanzfachleute wie Markus Zschaber, Chef der V.M.Z. Vermögensverwaltung, empfiehlt die Investition in Sachwerte wie Aktien, wenn mit konventionellen Kapitalanlagen keine angemessenen Zinsen mehr erzielt werden. Tatsächlich hängt deren Kursentwicklung vom wirtschaftlichen Werdegang des Unternehmens ab – und ist damit von der generellen Zinsentwicklung am Kapitalmarkt vollkommen abgekoppelt. Denn anders als die Zinsentwicklung verlaufen die Wachstumszyklen in der Weltwirtschaft vollkommen normal, sodass auch die üblichen Renditen zu erwarten wären.

Tages- und Festgeld: Auch künftig nur schmale Rendite zu erwarten

Auch die Deutsche Bank stellt ihre Kunden darauf ein, dass konventionelle Anlagen wie Tages- oder Festgeld nicht mehr die erhofften Zinsen lieferten. Stattdessen empfiehlt das Unternehmen den Anlegern, sich Anleihen mit hoher Rendite zu suchen. Darunter fallen nicht nur Staaten, die dringend Fremdkapital benötigen, sondern auch Unternehmen. Der Vorteil von Anleihen gegenüber konventionellen Wertpapieren: Wie bei Festgeld ist die Verzinsung festgeschrieben, sodass der Kapitalgeber sich auf planbare Erträge verlassen kann. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass der Kreditnehmer, der sogenannte Emittent, auch zahlungsfähig bleibt. Der Maßstab für die Rendite ist also in diesem Fall die Kreditwürdigkeit des Emittenten – wodurch sich wieder einmal recht deutlich der Zusammenhang zwischen Erträgen und Risiken zeigt. Experten raten auch hier zu einer breiten Streuung des Portfolios, um die Risiken zu minimieren. Als besonders sicher gelten derzeit Anleihen aus Deutschland, dafür müssen Anleger sogar einen negativen Zins in Kauf nehmen – selbst in Zeiten der historisch Niedrigzinsen erscheint das als schlechte Wahl.

Deutsche Bank kombiniert unterschiedliche Finanzprodukte

Eine Möglichkeit der Streuung eigener Investitionen liegt in einem interessanten Kombi-Angebot der Deutschen Bank: Kombiniert werden hier Fonds und planbare Zinsanlagen wie beispielsweise Festgeld oder Anleihen. Gegenüber konventionellen Sparanlagen liegt der Zinssatz deutlich höher, gleichzeitig erscheint das Risiko kalkulierbar. In Anbetracht der Verlustmöglichkeit wäre es auch keinesfalls ratsam, das gesamte Kapital in Investmentfonds anzulegen. Die Deutsche Bank senkt dieses Risiko durch das Angebot von sogenannten Multi-Asset-Fonds, bei denen verschiedene Anlageklassen und Wertpapiere gemischt werden. Dadurch erfolgt eine breite Risikostreuung, sodass eventuelle Schwankungen in einzelnen Anlageklassen aufgefangen werden. Diese Kompensation des Risikos sorgt dafür, dass solche Geldanlagen auch beispielsweise für die Altersvorsorge als durchaus ratsam einzustufen sind.

Investitionen in Immobilien sinnvoll

Weiterhin gibt es Kreditinstitut zu bedenken, dass insbesondere in Zeiten eines niedrigen Zinsumfeldes auch die Investition in der sogenannte „Betongold“ eine ausgezeichnete Alternative darstellen kann: Wer neben den eigenen vier Wänden noch in weitere Immobilien investiert, kann auf ganz andere Weise von den niedrigen Zinsen profitieren. Denn während der Wert der Investition je nach Region ganz erheblich steigen kann, ist eine Finanzierung preiswert möglich. Zudem sorgen beispielsweise Mieteinnahmen von Bürohäusern für kalkulierbare Einkünfte. Die Bank rät aber auch in diesem Zusammenhang zu einer Streuung des Risikos. Denn wie hoch die zu erzielenden Mieteinnahmen sind ist insbesondere bei Gewerbeimmobilien abhängig von der Konjunktur. Ratsam erscheint es deshalb, auch hier eine breite Streuung vorzunehmen und sowohl in verschiedenen Regionen wie auch Nutzungsart zu investieren. Immobilienfonds erlauben sogar dann eine Investition, wenn kaum Kapital vorhanden ist. Der Online-Ratgeber der Deutschen Bank informiert umfangreich über Anlagestrategien, mit der sich die aktuelle Zinsperiode meistern lässt.

Baugeld: Lange Zinsbindung vereinbaren

Wer allerdings kein überschüssiges Kapital investiert, sollte so gut es geht von den niedrigen Zinsen profitieren – und sich diese Konditionen so lange wie möglich sichern. Konkret bedeutet dies, dass bei sämtlichen Kreditverträgen eine möglichst langfristige Zinsbindung vereinbart werden sollte. Fachleute gehen davon aus, dass Immobilienkredite in zehn Jahren kaum zu vergleichbaren Zinsen abgeschossen werden können. Bei den meisten Darlehen für den Hausherrn ist eine Umschuldung nach zehn Jahren allerdings üblich. Wer also derzeit den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Eigentumswohnung plant, sollte eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren vereinbaren – selbst wenn der Zinssatz dann etwas höher ausfällt. Ebenso könnte es sinnvoll sein, bestehende Ratenkredite um zu schulden, sofern die Verträge eine sofortige Ablöse zulassen. Am Ende beweisen die Finanzexperten der Deutschen Bank: Auch ein eigentlich für Sparer ungünstiges Zinsumfeld lässt sich zum eigenen Vorteil nutzen.

Weitere Informationen:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/sachverstaendigenrat-kritisiert-ezb-14507550.html
https://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article132269956/Warum-Aktien-derzeit-eine-gute-Wahl-sind.html

 

Bildquelle / Lizenz: https://pixabay.com/de/euro-scheine-geld-finanzen-870757/; veröffentlicht unter CC0

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