Klimaabkommen und Bildung

Neues Klimaabkommen betont Bedeutung von Bildung. Nachhaltige Entwicklung soll stärker in Bildungssysteme integrieren werden.

Die Staatengemeinschaft hat sich auf ein neues Klimaabkommen geeinigt. Wie erhofft, ist es rechtlich verbindlich und wird die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzen, wenn alle Maßnahmen umgesetzt werden. Das Abkommen wurde in Paris im Rahmen der UN-Klimakonferenz (COP 21) verabschiedet. Es ist der Nachfolger des 2020 auslaufenden Kyoto-Protokolls. In dem Abkommen wird die Rolle von Bildung als essenziell angesehen.

© tidewater muse (Flickr CC)

Lernen und Bildung sind Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung insgesamt. Das schlägt sich auch in dem gerade verabschiedeten Klimaabkommen nieder. Durch die Vermittlung von Werten, Kompetenzen und Fähigkeiten sollen Menschen in die Lage versetzt werden, ein Bewusstsein für die Auswirkungen ihres Handelns zu entwickeln und einen Beitrag zur Lösung von globalen Problemen, wie dem Klimawandel, zu leisten.

UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova sagte am Rande der Klimakonferenz, dass Bildung als roter Faden die Globale Nachhaltigkeitsagenda 2030 mit den Klimaschutzmaßnahmen verbinde. Entscheidend sei, dass nachhaltige Entwicklung stärker in die nationalen Bildungssysteme integriert würde, dass Lehrerinnen und Lehrer selbst die Rolle als „Change Agents“ erlernen und dass innovativere Partnerschaften, unter anderem mit dem Privatsektor, gestärkt würden.

Minister a.D. Walter Hirche, Vorsitzender des Bildungsausschusses der Deutschen UNESCO-Kommission, bekräftigt: „Bildung ist Katalysator für die Entwicklung jedes Landes und der globalen Gemeinschaft insgesamt. Wie in Artikel 11 und 12 des Klimaabkommens festgelegt, müssen wir jetzt alle Akteure gewinnen, um die Bildung und Ausbildung zum Thema Klimawandel zu stärken, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, Beteiligungschancen zu eröffnen und Informationen allgemein zugänglich zu machen. Das neue Klimaabkommen, die im September beschlossenen ehrgeizigen SDG’s, inklusive der Bildungsagenda 2030, und das UNESCO-Weltaktionsprogramm ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ sind ein perfekter, aufeinander abgestimmter Rahmen für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer vernetzten Welt.“

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist in der Agenda 2030 insbesondere in den Zielen 4 und 13 der Sustainable Development Goals (SDG’s) festgelegt. In dem Klimaabkommen wird die Rolle der Bildung vor allem in den Artikeln 11 und 12 betont. Artikel 12 war einer der ersten Artikel des Klimaabkommens, der von allen beteiligten Staaten akzeptiert wurde.

Hier finden Sie den Originaltext der Artikel 11 und 12 des Klimaabkommens.

Mehr Informationen:

Originaltext des Klimaabkommens

Webseite der Klimakonferenz

Globale Nachhaltigkeitsagenda 2030

Bildquelle: Ana Rodríguez Carrington

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