Aktionsplan „Nachhaltiges Wachstum finanzieren“

Aktionsplan „Nachhaltiges Wachstum finanzieren“

Die Europäische Kommission stellte Im März ihre Strategie für ein Finanzsystem vor, das die EU-Agenda für den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung unterstützt.

Hintergrund:

Im Kontext des Pariser Übereinkommens zum Klimawandel wählten im Jahr 2015 Regierungen auf der ganzen Welt einen nachhaltigeren Weg für unseren Planeten und unsere Wirtschaft.
Die UN-Agenda 2030 hat 17 nachhaltige Entwicklungsziele zum Inhalt (SDGs). In den nächsten 15 Jahren werden uns diese gesetzten Ziele leiten um einen gesunden Planeten, faire, integrative und widerstandsfähige Gesellschaften und wohlhabende Volkswirtschaften zu entwickeln.

 

Intention:

Da wir zunehmend mit den katastrophalen wie unvorhersehbaren Folgen des Klimas konfrontiert werden und von Ressourcenknappheit bedroht werden, sind dringend Maßnahmen erforderlich, um sich dieser neuen Realität im Sinne einer größeren Nachhaltigkeit anzupassen.

Das Finanzsystem spielt hier eine Schlüsselrolle und kann in diesem Zusammenhang ein Teil der Lösung für nachhaltigeres Wirtschaften sein. Eine Neuausrichtung des Kapitals auf nachhaltigere Investitionen erfordert hier einen umfassenden Wandel in Bezug auf die Funktionsweise heutiger Finanzsysteme.

Dieser Wandel ist eine Notwendigkeit für die zukünftige Entwicklung der EU im Kontext eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums, der Gewährleistung eines stabilen Finanzsystems und der Förderung von mehr Transparenz.

2016 beauftragte die EU Kommission eine hochspezialisierte Experten Gruppe für nachhaltige Finanzen (High-Level Expert Group on Sustainable Finance)
Die Gruppe veröffentlichte Ende Januar 2018 ihren Abschlussbericht der erläutert, wie eine nachhaltige Finanzstrategie für die EU aufgebaut werden kann.

Die Europäische Kommission hat nun auf Basis dieses Berichts am 08.03.2018 ihren Aktionsplan für nachhaltige Finanzierungen vorgestellt.

 

„Nachhaltiges Wachstum finanzieren“

Dieser Plan zeigt auf, wie die spezifischen Bedürfnisse der europäischen und globalen Wirtschaft sowie der Gesellschaft und Umwelt mit unserem Finanzsystem in Einklang gebracht werden können.

 

Der Aktionsplan baut auf drei grundlegenden Strategien auf.

 

1. Die Neuausrichtung von Kapitalströme in nachhaltigere Investitionen für ein verbessertes nachhaltiges Wirtschaftswachstum.

 

2. Finanzielle Risiken aufgrund von Klimawandel, Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeiten sollen zukünftig durch im Risikomanagement entsprechende Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt werden.

 

3. Mehr Transparenz und langfristiges Handeln auf den Finanzmärkten und bei den Unternehmen wird gefördert und unterstützt, um verantwortungsvollere Investitionsentscheidungen zu bewirken.

 

EU Nachhaltigkeits-Taxonomie

Der umfassende Aktionsplan betont insbesondere die Bedeutung und Dringlichkeit der Entwicklung einer EU Nachhaltigkeits-Taxonomie,

Die Taxonomie soll einheitliche Definitionen für nachhaltige Investitionen (Klassifikationssystem) liefern, sowie Leitlinien für Aktivitäten, die als klimaschützend und umwelt- bzw. sozialverträglich gelten, um so Kapitalströme in nachhaltige Investitionen zu führen.
Als Grundlage für die Umsetzung aufgeführter Maßnahmen sollen Standards und Labels für „grüne“ Investment- und Finanzprodukte eingeführt werden, um Investoren bei der Identifikation von Investments, die ökologische Kriterien erfüllen, zu unterstützen.

 

 

Weiterführende Informationen:

EU Aktionsplan „Nachhaltiges Wachstum finanzieren“

EU-Agenda für nachhaltige Entwicklung

 

Fortsetzung folgt:

 

 

Aufmacher/ Quelle / Lizenz
Pixabay / CC0 Creative Commons

 

 

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