Ungenutzte Energiepotenziale heben

Energiemanagement und die Umsetzung von Einsparmaßnahmen in der Industrie sind vor allem wirtschaftlich getrieben, denn Unternehmen müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Zukunftsfähig sind heute vorrangig Lösungen, die über die reine Energieeffizienz hinausgehen.

Für Olaf Kipp, Geschäftsführer des Energiedienstleisters Ökotec und Director Business Development Industrial Synergies bei Veolia Deutschland, ist die Essenz eines umfassenden Energiemanagements ihre Ganzheitlichkeit.

„Beim Kunden betrachten wir nicht nur einzelne Anlagen oder Teilprozesse, sondern verknüpfen Energiemessungen mit weiteren Daten, wie z. B. umfas­senden produktionsrelevanten Daten“, sagt Kipp.

Dafür hat der Energiedienstleister Ökotec Energiemanagement GmbH, seit 1999 auf dem Markt und mit 35 Beschäftigten in über 800 Projekten weltweit aktiv, mit der Software EnEffCo ein äußerst wirkungsvolles Instrument geschaffen. Sie greift unter anderem schnittstellenoffen auf bereits vorhandene Daten, z. B. aus der Anlagensteuerung, zurück und verknüpft diese mit weiteren, z.  T. neuen Daten zu relevanten KPI.

Eine daraus ermittelte Effizienzkurve unterstützt bei der Identifizierung von Einsparpotenzialen. EnEffCo wird kontinuierlich in der Praxis weitentwickelt und an Kundenbedürfnisse angepasst.

„Wir wissen, dass es im Sinne einer Ganzheitlichkeit notwendig ist, auch Daten von Medien wie Wasser und Rohstoffen einzubeziehen“, meint Kipp. Ökotec als Teil der Veolia-Gruppe kann Lösungen in Richtung Ressourceneffizienz stärker verfolgen und auch alternative Energiequellen erschließen.

„Zum Beispiel organische Stoffe im Abwasser zur Energiegewinnung für das Werk umsetzen oder anfallende Abfallstoffe in den Prozess zurückgegeben – ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft“, erläutert Kipp. Auf Wunsch kann das mit Veolias Unterstützung bis hin zur Betriebsführung der Medienversorgung reichen, sodass der Kunde sich ganz auf den Kernprozess konzentrieren kann.

 

„Beim Kunden betrachten wir nicht nur einzelne Anlagen oder Teilprozesse, sondern verknüpfen Energiemessungen mit weiteren Daten“, so Olaf Kipp.

 

Klärschlamm, Ersatzbrennstoffe oder Produktionsreststoffe sind laut Kipp wertvolle, aber noch nicht ausreichend genutzte Quellen zur Energiegewinnung. Die Potenziale von Stoff- und Ressourcenkreisläufen sowohl in der Industrie als auch in den Kommunen müssten stärker genutzt werden als das heute vielerorts der Fall ist.

Auch das Zusammenspiel von beiden Sektoren sei sehr interessant, denn es gibt vielerorts ungenutzte Abwärme aus der Industrie, die Kommunen zur Verfügung gestellt werden könnte – auch hier ist Veolia bereits tätig.

Olaf Kipps Fazit: „Wir müssen daher weg vom Denken einer separierten Energieversorgung, sondern zunächst ganzheitlich betrachten, wo noch ungenutzte Energien darauf warten, wirtschaftlich eingesetzt zu werden.

 

www.veolia.de
www.oekotec.de

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