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Nichts ist so alt, wie der Vertriebsweg von gestern

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März 24, 2016 veröffentlicht von

Gastbeitrag: Christian Mahler, Mitglied der Geschäftsleitung der Rhenus Warehousing Solutions. Er berichtet zu aktuellen Herausforderungen in der E-Commerce-Logistik und zeigt Lösungsansätze für den Umgang mit den vielfältigen Absatzkanälen auf.

Im Bekleidungsgeschäft spricht Sie die neue Kollektion im Schaufenster an. Im Laden selbst berät Sie im Idealfall eine erfahrene Verkäuferin. Sie probieren die Ware an und kaufen sie. Falls Sie Ihnen später doch nicht mehr so gefällt wie beim Kauf, nimmt sie der Handel wieder entgegen.

Ähnlich professionell wünscht sich der Kunde eines Online-Shops den Vorgang aus Auswählen, Bestellen, Liefern und Bezahlen sowie gegebenenfalls das Zurücknehmen der Ware. Dafür bedarf es gerade aus logistischer Sicht tragfähiger Konzepte, die den Austausch zwischen Produkt und Geld schnell und unkompliziert für den Käufer nach seiner Entscheidung für ein Produkt realisieren lassen.

Intelligente Services für individuelle Kundenanforderungen

Knapp zwei Jahrzehnte nach Entstehung des Internethandels haben Kontraktlogistikdienstleister wie Rhenus Warehousing Solutions gemeinsam mit ihren Auftraggebern solide Verfahren entwickelt, um den vielen individuellen, oft nur ein oder zwei Produkte umfassenden Aufträgen der Internetnutzer gerecht zu werden. Die auftragsbezogene Kommissionierung ist hier im Vergleich zum Versand von deutlich umfangreicheren Mengen für den stationären Handel eindeutig individueller und weniger planbar.

Gerade das Know-how in der Informationstechnik verlangt nach intelligenten Lösungen, um die transparente Steuerung von – angesichts der ständig steigenden Artikelauswahl – großen Beständen sowie Bestell- und Lieferprozessen angesichts der Datenflut effizient zu organisieren. Bei Rhenus arbeiten wir daher mit einem eigenen Warehouse-Management-System, um jeden Arbeitsschritt vom Wareneingang über die Lagerung und Kommissionierung bis zur Distribution stets nachvollziehbar zu machen.

So gehen in der Software auch wichtige Detailinformationen – beispielsweise zu den sich je nach Online-Shop unterscheidenden Verpackungsvarianten oder den einem Paket beizulegenden Werbeflyern – auch bei mehr als 100 Millionen Sendungen pro Jahr nicht verloren. Somit wird die Umsetzung des spezifischen Kundenwunsches immer gewährleistet. Über unsere flexibel einsetzbaren Mitarbeiter in den Multi-User-Logistikzentren der Rhenus können wir dabei auch Auftragsspitzen zu jeder Zeit abdecken.

Trends erkennen und neue Lösungen anbieten

Da es sich beim Internethandel noch um einen vergleichsweise jungen Vertriebsweg für Waren handelt, treten Innovationen bei der Präsentation der Produkte und Änderungen im Verhalten der Käufer noch deutlich häufiger auf als bei anderen Vermarktungskanälen. Als ein Trend stellt sich beispielsweise in jüngster Vergangenheit die geografische Ausweitung der Kundensuche durch unsere Auftraggeber dar. Sie suchen jenseits der bereits „eroberten“ Regionen nach neuen Absatzmärkten, so nicht zuletzt durch neue Sprachversionen ihres Online-Shops in neuen Zielländern.

Für uns als zuständiger Logistikdienstleister bedeutet dies, um Lieferzeiten zu neuen Zielen nicht in einem unvertretbaren Ausmaß wachsen zu lassen, dieser Internationalisierungstendenz durch eine Dezentralisierungsstrategie bei unseren Logistikzentren zu begegnen. Es müssen also neue Lagerstrukturen dort aufgebaut werden, wo es bisher noch „weiße Flecken“ auf der Landkarte gibt. So stellen wir sicher, dass ein Kunde eines Online-Shops in Land A nicht deutlich länger auf seine Lieferung wartet als sein Pendant in Land B, der beim selben Internethändler geordert hat. Mit unserem dichten Standortnetzwerk und dessen Ausbau sehen wir uns für diese Aufgabe gerüstet.

Anstieg von Komplexität beherrschen

Ebenfalls haben sich unsere Auftraggeber – und damit auch wir als logistischer Partner – mit dem Trend zum sogenannten Multi-Channel-, vielleicht sogar schon zum Omni-Channel-Handel auseinanderzusetzen. Das bedeutet beispielweise, dass der Endkunde sich ein Kleidungsstück im Internet ansieht und genau dieses Produkt noch einmal im Einzelhandel anprobiert, aber dort noch nicht kauft, sondern dies erst nach weiteren Preisvergleichen später im Web bestellt.

Die konkrete Lieferadresse, Büro statt Wohnung oder Urlaubdomizil statt Heimatort, unterliegt dabei ebenso immer häufiger einer den Wünschen des Empfängers entsprechenden Flexibilität. Das enorme Datenvolumen, das aus diesen komplexer werdenden Lieferketten resultiert, erfordert stärker denn je die bereits erwähnte leistungsfähige IT. Gerade auch mit Blick auch die Warenverfügbarkeit der bestellten Produkte an den unterschiedlichen Lagerstandorten, die in die Rechnung für schnellstmögliche Auslieferungsroute miteinfließt.

Große Dienstleister in der E-Commerce-Logistik haben sich durch die Installation sogenannter Multi-Channel-Netzwerke auf diese Herausforderung eingestellt. Hier sind von Unternehmen wie Rhenus bereits Investitionen in eine leistungsstarke IT-Infrastruktur getätigt worden, um ausdifferenzierte Lieferketten so flexibel und schnell bei hoher Qualität darstellen zu können, wie es selbst von einigen Internethändlern für die Endkunden (momentan) noch nicht angeboten wird.

Den Wandel auch künftig begleiten

Wer wettbewerbsfähig bleiben will, kann und darf sich in der E-Commerce-Logistik nicht auf dem Erreichten ausruhen. Den sich rasch wandelnden Geschäftsmodellen müssen wir als logistischer Partner mit passgenauen Dienstleistungsangeboten folgen, die sich an den kontinuierlich wandelnden Bedürfnissen der Kunden orientieren.

Ein Zurück zu großen, relativ einfach zu bearbeitenden Losgrößen und lange andauernden Produktzyklen wird es in naher Zukunft nicht geben. Die Chancen, die sich für engagierte und kompetente Dienstleister in diesen schnelllebigen Märkten bieten, überwiegen aber die Risiken. Gemeinsam mit unseren Auftraggebern werden wir für jedes angedachte Projekt verschiedene Lösungsansätze erarbeiten und der Kunde kann sich dann für die Option aus dem Leistungsportfolio entscheiden, die am besten zu ihm und seinem Geschäft passt.

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Christian Mahler begann vor gut anderthalb Jahrzehnten seine Tätigkeit in der Rhenus-Gruppe. Der 40-jährige Diplom-Betriebswirt (FH) ist seit dem Jahr 2008 Mitglied der Geschäftsleitung von Rhenus Warehousing Solutions. Der Kontraktlogistikspezialist des familiengeführten Logistikunternehmens verfügt über 120 Multi-User-Logistikzentren in Europa und Asien. Rhenus Warehousing Solutions betreut für ihre Kunden den Versand von mehr als 100 Millionen Paketen pro Jahr.

 

Weitere Informationen: Rhenus Warehousing Solutions

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