Forschung für die vernetzte Gesellschaft

Die TREND-REPORT-Redaktion sprach mit den Vordenkern und Gründern des Weizenbaum-Instituts über ihre Forschungsgruppen und dringliche Fragen im Kontext einer vernetzten Gesellschaft.

 

Im Gespräch mit Frau Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, TU Berlin / Fraunhofer FOKUS

 

Frau Prof. Schieferdecker, welche zentralen Fragen rund um das Internet of Things (IoT) sind noch ungeklärt?
Die Technologien für das Internet der Dinge sind bis dato nur mit Einschränkungen als interoperabel oder sicher zu bezeichnen. Es laufen diverse Gespräche auf politischen und Arbeitsebenen, durch welche Maßnahmen Funktionalität, Ska­lierbarkeit, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit gewährleistet und abgesichert werden können.

In Berlin bieten wir dazu im Fraunhofer-Leistungszentrum „Digitale Vernetzung“ das Transferzentrum IoT an. Dort erhalten Nutzer, Hersteller und Interessenten Schulungs- und Beratungsangebote zur Anwendung von qualitativ hochwertigen IoT-Lösungen. Am Weizenbaum-Institut arbeiten wir an Fragen der Verantwortung im und mit dem IoT.

Inwieweit beschäftigt Sie das Thema künstliche Intelligenz (KI) in Ihrer Forschungsgruppe „Kritikalität softwarebasierter Systeme“?
Wir untersuchen, inwieweit Software durch die mit KI und Daten ermöglichten neuen Di­men­sionen der Automatisierung auch neue mögliche Fragilitäten oder Angreifbarkeiten mit sich bringt. Dabei schauen wir insbesondere auf die nötigen Aus- und Weiterbildun­gen, aber auch auf die passende Benutzbarkeit und Bedienbarkeit der Systeme.

Da es keine 100-prozentig korrekte Software oder eben KI gibt und geben wird, muss ein souveräner Umgang mit diesen Systemen sowohl in Normalsituationen als auch in Fehler- oder Ausfallsituationen ermöglicht werden.

 

 

Frau Prof. Schieferdecker, vielen Dank für das Gespräch.

 

Weiterführende Informationen:
https://vernetzung-und-gesellschaft.de/

 

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