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Der Klimawandel bleibt nicht ohne Folgen

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März 22, 2016 veröffentlicht von

Matthias Habel, Leiter Unternehmenskommunikation der WetterOnline GmbH, im Interview
mit der TREND-REPORT-Redak­tion über den „Risiko­faktor Wetter“.

Der Klimawandel bleibt nicht ohne Folgen, auch für die Wirtschaft in Deutschland. Wenn das Wetter extremer wird, wenn Winterstürme, Kältewellen, Regenfälle und Hitzeperioden an Intensität und Dauer zunehmen, dann liegen die Konsequenzen für viele Branchen auf der Hand – etwa für die Versicherungswirtschaft oder die Logistikbranche. Gut, wenn man dann als Unternehmen auf einen Wetterspezialisten zurückgreifen kann, der die richtigen Prognosedaten liefert.

Ein solcher Spezialist ist WetterOnline.

Für Matthias Habel, Leiter Unternehmenskommunikation des Bonner Wetterdienstleisters, sind meteorologische Daten und Wettervorhersagen Teil des Risikomanagements der Unternehmen. Das Bewusstsein da­für sei bei großen Unternehmen stärker ausgeprägt als bei kleinen und mittelständischen Betrieben. „Im Prinzip kann auch der Ein-Mann-Betrieb von guten Wetterprognosen profitieren“, er­läutert Habel die Vorteile. „Beispiel – ein Eismann. Weiß er, dass am nächsten Tag mit Sonnenschein und 35 Grad Celsius zu rechnen ist, kann er die Produktion verdoppeln oder verdreifachen. Umgekehrt kann er die Pro­duktion zurückfahren, wenn er weiß, dass es am nächsten Tag 15 Grad Cel­sius und Regen geben wird.“ Gleiches gelte auch für Handwerksbetriebe wie etwa Dachdecker und für die Freibäder von Kommunen, so Habel. Hier werde noch allzu oft nach Kalender anstatt nach Wetter verfahren. „Man könnte bspw. im Fall eines sonnigen und warmen Septembers die Bäder geöffnet las­sen und damit die Einnahmen steigern.“

„Big Data“ und punktgenaue Analyse

„Wir bieten mit Wetterdaten und -vorhersagen ein solides Produkt an, von dem fast alle Menschen und Unternehmen profitieren“, führt Habel aus.

„Wir bieten mit Wetterdaten und -vorhersagen ein solides Produkt an, von dem fast alle Menschen und Unternehmen profitieren“, führt Habel aus.

Worin genau besteht die Dienstleistung von WetterOnline? Für Matthias Habel ist die Sache klar: „Im Prinzip geht es um ‚Big Data‘: Wir beziehen eine riesige Menge an Wetterdaten – zum Beispiel von tausenden Wetterstationen weltweit, von Satelliten im All, durch Radarmessungen usw.“ Die Aufgabe von WetterOnline bestehe darin, diese Daten zusammenzutragen, sie zu ordnen und zu analysieren, um die richtigen Schlüsse zu ziehen und zutreffende Prognosen anzubieten. Dafür ist ein hochqualifiziertes Team von Meteorologen, Geowissenschaftlern, Mathematikern, Physikern und Informatikern zuständig. Wichtig sei, für jeden beliebigen Punkt weltweit eine mög­lichst genaue Prognose abzugeben. „Dazu betrachten wir erst einmal den Ist-Zustand. Erst wenn der Ist-Zustand richtig erfasst ist, gelingt uns eine zutreffende Prognose.“ Die Unternehmen können die Daten dann entweder auf wetteronline.de, in der WetterOnline-App oder über eine Programmierschnitt­stelle (API) abrufen. Dabei wird auf die „Passgenauigkeit“ geachtet: Nicht alle Daten sind für jeden Kunden gleichermaßen bedeutend – so interessiert sich ein Produzent von Photovoltaik möglicherweise besonders für die Sonnentage, während der Betreiber von Einkaufszentren eher nach dem Wassergehalt im Schnee fragt, der sich auf die Schneelasten auf den Flachdächern auswirkt.

„Im Prinzip geht es um ‚Big Data‘: Wir beziehen eine riesige Menge an Wetterdaten – zum Beispiel von tausenden Wetterstationen weltweit, von Satelliten im All, durch Radarmessungen usw.“, beschreibt Matthias Habel.

„Im Prinzip geht es um ‚Big Data‘: Wir beziehen eine riesige Menge an Wetterdaten – zum Beispiel von tausenden Wetterstationen weltweit, von Satelliten im All, durch Radarmessungen usw.“, beschreibt Matthias Habel.

Weiterhin gute Wachstumschancen

Besondere Bedeutung haben gut aufbereitete Wetterdaten nach Ansicht von Matthias Habel für drei Branchen: Eine ist die Versicherungsbranche, in diesem Fall konkret die Erstversicherungskonzerne. Sie werden angesichts der immer häufiger auftretenden Wetterextreme mit stark wachsenden Schadenssummen konfrontiert. Dies hat in der Folge massive Auswirkungen auf die Rückversicherer. „Die Logistikbranche ist ebenfalls auf Wetterprognosen be­son­ders angewiesen“, sagt Matthias Habel. „Man denke an die zunehmenden Just-in-time-Lieferungen. Hier hat es Auswirkungen auf die Pro­duk­tions­betriebe, wenn die LKW aufgrund der Wetterbedingungen feststecken.“

Schließlich profitieren nach Einschätzung Habels auch Energieversorger von genauen Daten. Aufgrund der hohen Volatilität von Solar- und Windenergie können die Unternehmen die Auslastung ihrer konventionellen Kraft­werke besser steuern, wenn sie über präzise Wetterprognosen verfügen. Doch die Anzahl der infrage kommenden Branchen wächst. Kein Wunder, dass der Kommunikationschef des Datenspezialisten das Unternehmen WetterOnline weiterhin auf Erfolgs­kurs sieht: Gerade erst konnte das IT-Unternehmen sein 20-jähriges Jubiläum feiern und die Aussichten sind angesichts des Klimawandels und der zunehmenden Bedeutung des Wetters bestens. „Wir bieten mit Wetterdaten und -vorhersagen ein solides Produkt an, von dem fast alle Menschen und Unternehmen profitieren“, führt Habel aus. „Und deshalb wachsen wir! Noch vor zwei Jahren hatten wir 50 Mitarbeiter, heute sind es bereits 70 und die nächsten Einstellungen sind schon geplant.“

Weitere Informationen unter:
www.wetteronline.de
wo.wetteronline.de

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1 Kommentar »

  1. […] Im Grunde zeigt sich am Zankapfel TTIP die aktuelle globale Misere, die mehr als Chlorhuhn, Datenschutz, Straf- und Schiedsgerichte bedeutet. Wir befinden uns inmitten einer geopolitischen Gemengelage mit schwächelnden Volkswirtschaften, Grenz- und Territorialkonflikten, Kriegen, Terror und unaufhaltsamen Flüchtlingsströmen, an denen der Gemeinschaftsgedanke der EU zu zerbrechen droht. Und in diesem Strudel folgen weitere Krisen, Gefahren und Risiken. Mehr noch, es wird hart gekämpft im globalen Machtkampf um Ressourcen, Gebietsansprüche und Einflusssphären. Im Umkehrschluss müssen politisch Verantwortliche und Unternehmen den Risikoatlas erweitern, um die Risiken in einer Welt ohne Weltordnung bestmöglich zu bewältigen. Denn die Globalisierung mit all ihren Vor- und Nachteilen lässt keinen außen vor, in guten wie in schlechten Zeiten. Ein Beispiel ist der Klimawandel, in dessen Folge Hitzewellen im Sommer länger andauern oder im Win… […]

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