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Apps für Finanzdienstleister

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Februar 11, 2015 veröffentlicht von

Stefan Wernhart, IT-Projektleiter der compeople AG

Die TREND-REPORT-Redaktion sprach mit Stefan Wernhart, IT-Projektleiter der compeople AG, über Apps im Vertrieb.

Wie schätzen Sie die Bedeutung von Tablets und Beratungs-Apps für die Vertriebsunterstützung ein?
Tablets und Beratungs-Apps bieten bislang nicht gekannte Möglichkeiten, komplexe Finanzthemen und -pro­duk­te einfach, fast spielerisch zu vermitteln. Auf diese Weise können Fi­nanz­dienst­leister ihre Service-Qualität in der Kun­denberatung weiter verbessern und damit ihre Marktposition gegenüber dem Wettbewerb stärken.

Wie können Unternehmen dazu bei­tragen, dass ihre Vertriebsmitarbeiter Tablets erfolgreich im persönlichen Kundenkontakt einsetzen?
Unternehmen sollten Beratungs-Apps bereitstellen, die sowohl in fachlicher Hinsicht als auch bezüglich ihrer Performance  und  Benutzungs­freund­lich­keit den Anforderungen des Vertriebs entsprechen. Dies erreichen sie, indem sie vor allem die Vertriebsmitarbeiter als aktive Mitgestalter der App in den Entwicklungsprozess einbeziehen und der Usability bei der Konzep­tion und Entwicklung der App eine hohe Priorität einräumen.

Welche Vorgehensweisen haben sich aus Ihrer Erfahrung bei der App-Entwicklung besonders bewährt?
In unseren Projekten haben wir mehrere Best Practices identifiziert, die für eine erfolgreiche App-Nutzung entscheidend sind. Bewährt hat es sich beispielsweise, den in der jeweiligen Produktkategorie erfolgreichsten Ver­triebs­mitarbeiter in die App-Entwick­lung einzubinden. Dies gewährleistet, dass die wichtigsten fach­lichen Informationen und relevanten Verkaufsargumente integriert und sinnvoll miteinander verknüpft werden. Damit die Produktinformationen auch nach­vollziehbar sowie anschaulich für den Vertrieb aufbereitet werden, empfiehlt sich die Erstel­lung eines App-Storyboards. Dieses visualisiert die Erfolgs­story des ausgewählten Vertriebsmit­arbeiters, d. h. die Vorgehensweise, die sich in der Beratung seiner Kunden bewährt hat. Seine einzelnen Vor­ge­hens­schrit­te wer­den in gezeichneten Screen-Bildern festgehalten und diese dann zur App-Story miteinander verbunden. Darüber hinaus werden im App-Storyboard mit einem Usa­bility-Experten die Interaktionen und Animationen festgehalten, die ein­gebunden werden sollen, und pro Screen-Bild vermerkt.

Was würden Sie Unternehmen raten, die mit der App-Entwicklung star­ten möchten?
Unseren Kunden empfehlen wir, die Be­ratungs-App zunächst nur mit der wichtigsten Kernfunktionalität im Sinne eines „Minimum Viable Product“  zu realisieren. Nach dem Launch gilt es dann, das Feedback und die An­re­gun­gen der Vertriebsorganisation einzubinden und die mobile Applika­tion kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auf diese Weise wird eine erste Version der App in einem überschauba­ren Zeitraum bereitgestellt und zugleich am konkre­ten Bedarf des Vertriebs ausge­richtet. Für das Unternehmen ist damit der erste Schritt hin zu einem mobilen Vertrieb erfolgreich vollzogen. Finanz­dienst­leis­ter, die hierfür nicht über die entsprechende Erfahrung verfügen, sollten sich von externen, auf die Ent­wicklung von mobilen Beratungs-Apps spezialisierten Experten unterstützen lassen.

www.compeople.de

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1 Kommentar »

  1. Dietmar sagt:

    Sehr guter Beitrag von Herrn Wernhart. Vor allem die agile Spezifikation mit dem Fachbereich ist eine gute Idee. App´s und mobile Computing sind sicherlich ein Weg, den Kunden komplexe Finanzprodukte schnell grafisch aufzubereiten. Das erfordert viele Spezialisten.

    Risiko:

    Multikanal ist meines Wissens seit 25 Jahren ein hohes Ziel der IT in der Finanzindustrie. Aber wer hat es sauber umgesetzt? Alle Kanäle am Laufen zu halten, erfordert hohe Kosten, wer zahlt – in Zeiten der Negativzinsen und Deflation.

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