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Unternehmen hinken den IT-Anforderungen des digitalen Business hinterher

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Mai 29, 2017 veröffentlicht von

Gastbeitrag von Dinko Eror, Senior Vice President and Managing Director bei Dell EMC Deutschland

Die Transformation ihrer IT hin zu modernen Technologien und optimierten Prozessen ist für Unternehmen die Voraussetzung, um im digitalen Business wettbewerbsfähig zu sein. Stand heute hat aber erst eine ganz kleine Minderheit diese Voraussetzungen geschaffen. Die große Mehrheit riskiert, in der zunehmend digitalisierten Geschäftswelt ins Hintertreffen zu geraten.

Im digitalen Business zählt vor allem eins: Geschwindigkeit. Um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, sollten Unternehmen neue Anwendungen und Services so schnell wie möglich auf den Markt bringen. Dem steht aber häufig die herkömmliche IT im Weg, denn sie ist in der Regel nicht flexibel und effizient genug, um mit dem hohen Tempo der digitalisierten Welt mitzuhalten. Deshalb müssen Unternehmen ihre IT transformieren und moderne Technologien, Prozesse und Bereitstellungsmodelle implementieren, die maximale Agilität gewährleisten.

Das sehen nicht nur IT-Anbieter und Analysten so, sondern auch die Unternehmen selbst, wie eine aktuelle Studie von Dell EMC belegt. Mit dem Ziel, den Status quo der IT-Transformation herauszufinden, wurden weltweit insgesamt 1.000 IT-Verantwortliche befragt, darunter auch zahlreiche deutsche IT-Entscheider. Eines der zentralen Ergebnisse: Mit 71% ist sich die große Mehrheit aller Befragten einig, dass die Transformation ihrer IT unerlässlich ist, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.

Bei der Umsetzung dieser Transformation geht derzeit allerdings noch eine ganz kleine Elite voran. Um zu ermitteln, welchen Stand die Unternehmen bei der IT-Transformation aktuell erreichen, wurde auf Basis der Antworten ein Reifegrad-Modell entwickelt. Es teilt den Fortschritt der IT-Transformation in unterschiedliche Stufen ein und zeigt auf, wie viele Unternehmen sich derzeit auf welcher Stufe befinden. Die folgenden vier Stufen wurden dabei identifiziert:

  • Stufe 1 – „Legacy“. Auf dieser Stufe befinden sich 12% der befragten Unternehmen. Sie weisen einen Rückstand in vielen, wenn nicht allen Dimensionen der IT-Transformation auf.
  • Stufe 2 – „Emerging“. Die Unternehmen auf dieser Stufe (42%) zeigen Fortschritte in der IT-Transformation, setzen aber moderne Rechenzentrums-Technologien nur minimal ein.
  • Stufe 3 – „Evolving“. Diese Unternehmen (41%) engagieren sich für die eigene IT-Transformation und setzen moderne Rechenzentrums-Technologien und Bereitstellungsmethoden für die IT in moderatem Maß ein.
  • Stufe 4 – „Transformed“. Die Unternehmen auf dieser Stufe (5%) sind bei ihren Transformationsprojekten am weitesten fortgeschritten.

Lediglich 5% der Unternehmen haben also bereits einen Zustand erreicht, den man als erfolgreich transformiert bezeichnen könnte. Im Umkehrschluss heißt das: 95% der Unternehmen erfüllen die IT-Anforderungen des digitalen Business Stand heute noch nicht. Wie sehr sich die IT-Transformation aber auszahlen kann, zeigen folgende Zahlen: Die kleine Gruppe der transformierten Unternehmen konnte im letzten Jahr fast komplett (96%) ihre Umsatzziele übertreffen – und damit mehr als doppelt so oft wie die am wenigsten reifen Unternehmen. Außerdem können sie neue Apps fast viermal häufiger früher als geplant veröffentlichen und schließen IT-Projekte rund dreimal öfter früher als geplant ab.

Transformierte Unternehmen sind bei der Umsetzung von IT-Projekten und der Entwicklung von Anwendungen agiler und reaktionsschneller (Quelle: Dell EMC).

Moderne Rechenzentrums-Technologien spielen entscheidende Rolle

Eine entscheidende Rolle bei der IT-Transformation spielen moderne Rechenzentrums-Technologien wie Scale-out-Storagesysteme und konvergente oder hyper-konvergente Infrastrukturen. Scale-out-Storagesysteme sind gezielt dafür ausgelegt, Speicherkapazitäten bei Bedarf schnell und unkompliziert auf praktisch jede beliebige Größe zu erweitern. Konvergente und hyper-konvergente Infrastrukturen vereinen die heterogenen Elemente einer IT-Infrastruktur wie Server, Datenspeicher, Netzwerkfunktionen, Virtualisierung oder Managementsoftware in einem einzigen Komplettsystem und vereinfachen damit ihre Bereitstellung erheblich. Der Status quo beim Einsatz dieser Technologien:

  • 54% aller Befragten nutzen konvergente oder hyper-konvergente Infrastrukturen zur Unterstützung ihrer Anwendungen;
  • 58% haben in irgendeiner Form Scale-Out-Storagesysteme eingeführt;
  • Rund 50% sehen Software-definierte Technologien als langfristige Strategie und haben damit begonnen, sie zu implementieren, zu evaluieren oder ihren Einsatz zu planen.

Ein weiteres wichtiges Charakteristikum der IT-Transformation ist die Einführung von modernen IT-Prozessen und IT-Bereitstellungsmodellen. Dazu zählt der Betrieb der Unternehmens-IT im Stile einer Public Cloud und die Möglichkeit für die internen User, sich via Self-Service-Provisioning selbst die nötigen Ressourcen und Umgebungen zu konfigurieren und freizuschalten, die sie für das Testen oder den Betrieb neuer Anwendungen und Services benötigen. Durch den Einsatz von DevOps-Methoden lassen sich außerdem Softwareentwicklung und Systemadministration durch gemeinsame Prozesse enger verzahnen. Das erhöht die Geschwindigkeit der Entwicklung und Auslieferung. Hier zeichnet die Studie folgendes Bild:

  • 36% der IT-Abteilungen bieten „umfassende“ oder „etablierte“ Self-Service-Funktionen;
  • 65% der Befragten haben „ausgezeichnete“ oder „akzeptable“ Fortschritte dabei gemacht, ihren Endnutzern IT-Ressourcen wie bei einer Public Cloud zur Verfügung zu stellen;
  • 43% berichten von einer „umfassenden“ oder „guten“ Adaption formaler DevOps-Prinzipien und -Best-Practices.
    Eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche IT-Transformation ist außerdem eine kooperative und effektive Beziehung zwischen Business und IT. Vor diesem Hintergrund zeigt die Studie:
  • 36% der IT-Abteilungen und ihre Ergebnisse werden monatlich vom Vorstand oder dem Aufsichtsrat evaluiert, weitere 38% vierteljährlich;
  • In 39% der Unternehmen berichten die meisten leitenden IT-Angestellten direkt an den CEO;
  • 61% der am wenigsten reifen Unternehmen deuten an, dass ihre Business-Stakeholder die IT als „soliden Service-Provider, aber definitiv als Kostenstelle“ betrachten.

Insgesamt bestätigt die Studie die Erfahrungen, die sich in Deutschland bei der großen Mehrheit der Unternehmen machen lassen: Ihnen ist bewusst, dass sie ihre IT-Infrastrukturen optimieren müssen, um die Chancen des digitalen Zeitalters ergreifen zu können. Die meisten von ihnen haben momentan aber noch einen Rückstand auf eine kleine Elite von Unternehmen, die bei der IT-Transformation die Nase vorn haben und dadurch wettbewerbsfähiger sind. Treiben Unternehmen die Transformation ihrer IT voran, können sie für schnellere Markteinführungen und damit höhere Wettbewerbsfähigkeit sorgen.

Die Gruppe der transformierten Unternehmen übertraf 2016 fast komplett ihre Umsatzziele – mehr als doppelt so oft wie die am wenigsten reifen Unternehmen (Quelle: Dell EMC).

Über die Studie

Für die Studie „ESG IT Transformation Maturity Curve 2017“ führte die Enterprise Strategy Group (ESG) im Auftrag von Dell EMC im Dezember 2016 und Januar 2017 eine Web-basierte Befragung von 1.000 leitenden IT-Verantwortlichen und IT-Entscheidern durch. Die Teilnehmer sind in Großunternehmen tätig, stammen aus den USA, Brasilien, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, China, Japan sowie Australien und repräsentieren verschiedene Branchen. Der Report zur Studie kann auf der Website von Dell EMC heruntergeladen werden. Außerdem können Interessenten dort ein IT Transformation Self Assessment durchführen.

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