Schnelles Wachstum aus der Nische

Im Gespräch mit der TREND-REPORT-Redaktion spricht Dr. Adwin Timmer, CEO Qoniac GmbH, über seine Internationalisierungsstrategie und über die schnelle Expansion seiner Company.

Bereits heute arbeiten die technologisch führenden Hersteller mit Strukturen von nur noch 12 bis 14 Nanometern Größe. Um bei zunehmender Miniaturisierung noch auf eine wirtschaftlich vertretbare Ausbeutung zu kommen, bedarf es einer sehr umfangreichen Kontrolle der Prozesse. Hier setzt das Geschäftsmodell der Qoniac GmbH ein. Der Clou: Die Software sammelt eine Vielzahl von Prozessdaten, und wertet sie intelligent aus. Die so gewonnenen Ergebnisse erlauben eine einzigartige dynamische Optimierung im laufenden Produktionsprozess. Tiefgehendes Prozesswissen in Bezug auf die Halbleiterproduktion sowie große Expertise in der Softwareentwicklung bilden die Grundlage des Erfolgs, der sich mit mehr als 2 500 Prozent Wachstum in den letzten vier Jahren sehen lassen kann.
Neue Niederlassungen in Taiwan (2015) und Südkorea (2016) sind mittlerweile Teil der aufstrebenden Unternehmensgeschichte. „Lokale Niederlassungen sind wichtig für unsere Kunden, damit diese die Software mit größtmöglichem Nutzen einsetzen können“, begründet Timmer die Expansionsstrategie. In der Evaluierungsphase ist man mit einer Vielzahl von Spezialisten vor Ort, um den Kunden engmaschig zu betreuen.

Man habe bereits parallel zur Akquisition von Kunden vor Ort Niederlassungen in Taiwan und Südkorea gegründet, berichtet Dr. Adwin Timmer.

Man habe bereits parallel zur Akquisition von Kunden vor Ort Niederlassungen in Taiwan und Südkorea gegründet, berichtet Dr. Adwin Timmer.

Hat sich der Kunde entschlossen, die Software in der Produktion einzusetzen, soll diese Betreuung von der Niederlassung vor Ort übernommen werden. Daher beginnen die Suche nach lokalen Mitarbeitern und der Aufbau der Niederlassung bereits während der Evaluierung. „Die echte Herausforderung dabei ist“, so Timmer, „Mitarbeiter mit dem richtigen Prozesswissen zu finden, die auch ein Gespür für Softwarelösungen haben.“ Glücklicher­weise arbeitet man in Asien durchaus gerne für westliche Arbeitgeber.
Auch wenn sich gerade in der Halbleiterindustrie asiatische Produzenten an europäische Zulieferer gewöhnt haben, muss man sich dennoch auf Eigenarten im Verkaufsprozess und der Verhandlungskultur einstellen. „So ist in China der abge­schlossene Vertrag nicht das Ende des Verkaufsprozesses, sondern nur ein Schritt in der Geschäftsbeziehung“, präzisiert Timmer. „Und auch ein langer Abend mit vielen Getränken gehört in Asien zum Prozess des Kennenlernens von Geschäftspartnern.“

Wie erfolgreich man im Umgang mit der asiatischen Verhandlungskultur ist, verdeutlicht auch die Eröffnung einer weiteren Niederlassung in Japan, die in den nächsten Wochen abgeschlossen sein dürfte. Darüber hinaus konzentriert man sich auf das Nearshoring der Softwareentwicklung und möchte auch Teams in Polen oder Tschechien aufbauen. „Und schließlich planen wir eine Präsenz an der Ostküste der USA“, gewährt Timmer Einblicke in eine wohl ebenso erfolgreiche Zukunft wie Vergangenheit.

Weitere Informationen unter:
www.qoniac.com

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