Quo vadis: Nachhaltige Geldanlagen und verantwortliches Investieren

Nachhaltige Geldanlagen wachsen weiter und halten verstärkt Einzug in den Mainstream. In den letzten Jahren gab es den Trend, nachhaltige Anlagestrategien vermehrt auf das gesamte Vermögen anzuwenden und nicht nur bei explizit nachhaltigen Produkten. Und so veröffentlicht das FNG seit vergangenem Jahr Daten zu Nachhaltigen Geldanlagen (ESG-Kriterien auf Produktebene verankert) und verantwortlichem Investment (ESG-Kriterien auf institutioneller Ebene verankert).

Ein maßgeblicher Treiber sind auch die zu erwartenden EU-Gesetzgebungen. Mit dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums hat die EU-Kommission einen umfassenden Plan vorgelegt, dessen Ziel die Umlenkung der Finanzströme hin zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist. Nachhaltige Geldanlagen sollen einen maßgeblichen Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaziele leisten. Der EU-Aktionsplan hat aktuell vier Maßnahmenpakete erlassen, die schon jetzt vor der Europawahl teilweise beschlossen worden sind.

Hierbei handelt es sich um eine Taxonomie, sprich ein Klassifikationssystem für Nachhaltigkeit, auf dessen Grundlage ökonomische Aktivitäten von Unternehmen bewertet werden können. Weitere Punkte, die dabei helfen werden Nachhaltige Geldanlagen in die Breite zu tragen, betreffen die Standardisierung von CO2-Benchmarks, die Offenlegungs- und Transparenzpflichten von Asset Managern und Asset Ownern sowie eine verpflichtende Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen in der Anlageberatung.

Durch den EU-Aktionsplan angestoßen, werden auch auf nationaler Ebene Maßnahmen ergriffen. So hat der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung in seinem Beschluss vom 27.02.2019 die Erarbeitung einer Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung festgeschrieben, um Deutschland langfristig zu einem führenden Sustainable Finance Standort auszubauen. Zur Zielerreichung sollen u.a. ein Sustainable Finance-Beirat und Kommunikationsstrategie geschaffen und die Emission grüner Bundesanleihen überprüft werden.

Vertrauen und Moral sind Wettbewerbsvorteile in einer globalisierten Welt.

Unterm Strich – die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozialen und Governance-Faktoren im Rahmen der Nachhaltigkeit im Finanzsektor rückt aktuell verstärkt in den Fokus der nationalen und internationalen Politik und soll auf dem FNG-Dialog zur Veröffentlichung des Marktberichtes Nachhaltige Geldanlagen gemeinsam mit Ihnen auf den Prüfstand gestellt werden.

Seit 2005 erhebt das FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. alljährlich die neuesten Marktzahlen und aktuellen Trends zu den Anlagemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz und veröffentlicht diese in seinem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen, welcher zum Referenzwerk für Politiker, Brancheninsider, Wissenschaftler und Journalisten geworden ist.

Der diesjährige Marktbericht wird am 3. Juni 2019 in der Kalkscheune Berlin veröffentlicht. Als Keynote Speaker wird Prof. Hans Joachim Schellnhuber, Mitgründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Mitglied der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, über „Transformation zur Nachhaltigkeit – Aufgaben für die Finanzwirtschaft“ die referieren. Mit Vertretern aus Wirtschaft, NGO und Politik diskutieren wir die Fragestellung: Der EU-Aktionsplan: Werden so die Finanzmärkte nachhaltig? Politische Impulse werden aus dem Bundesministerium für Finanzen und dem Parlamentarischen Beirat für Nachhaltige Entwicklung kommen.

Weitere Informationen zum Programm und ab dem 3. Juni 2019 die neusten Marktzahlen finden Sie unter:
www.forum-ng.org

Bei Interesse können Sie sich bis zum 28. Mai 2019 unter event@forum-ng.org anmelden.

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