Im Hintergrundgespräch mit der TREND-REPORT-Redaktion erläutert Dirk Hahn, Vorstandsmitglied des Per­sonaldienst­leisters Hays, den Bedarf für eine agile Pro­jekt­orga­ni­sa­tion im Kontext von Fachkenntnissen und Social Skills der Mitarbeiter.

Mitarbeiter für die Transformationen unserer Zeit

Schon heute wird laut Studien über ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts durch Projekte erwirtschaftet. Und bis zum Jahr 2018 soll dieser Anteil auf über 40 Prozent steigen. Doch: Viele Projekte neigen dazu, zu scheitern.

„Unternehmen fehlt es bei neuen Projekten an Expertise“, sagt Dirk Hahn, Vorstand der Hays AG. Gemeint sind fehlende Erfahrungen und tiefgehendes Themen-Know-how bei den Mitarbeitern. „Dann macht es Sinn, externe Spezialisten an Bord zu holen“, weiß das Vorstandsmitglied des Personaldienstleisters.

Im Hintergrundgespräch mit der TREND-REPORT-Redaktion erläutert Dirk Hahn, Vorstandsmitglied des Per­sonaldienst­leisters Hays, den Bedarf für eine agile Pro­jekt­orga­ni­sa­tion im Kontext von Fachkenntnissen und Social Skills der Mitarbeiter.

Hahn weiß aber auch: Dies ist leichter gesagt als getan. Experten sind rar und den Personalabteilungen fällt es zunehmend schwer, mit dem Tempo der Digitalisierung Schritt zu halten. Ein weiteres Manko für die Personaler der Unternehmen ist es – gerade bei neuen Themen wie beispielsweise der Digitalisierung –, vordefinierte Anforderungsprofile zu finden. Hahn erklärt: „Für die neuen Themen, wie Cloud- Computing oder Big Data, gibt es häufig noch keine Ausbildungswege und gängigen Qualifikationen.“ So entstehe oft noch eine Lücke zwischen Nachfrage und Angebot. Die Beauftragung eines spezialisierten Personaldienstleisters sei da durchaus hilfreich – zum einen, um die gesuchten Experten ausfindig zu machen, zum anderen, um den Kunden zu erklären, dass es den passgenauen Experten nicht gibt. „Aber Menschen, die aufgrund ihrer Expertise zumindest einige Themen abdecken“, so Hahn. Außerdem könne ein Personaldienstleister nicht nur bei der Suche unterstützen, sondern gegebenenfalls auch als strategischer Partner zur Seite stehen. Immerhin verlangten der Wandel der Arbeitswelt sowie das Tempo an Entwicklungen offene und geschmeidige Formen der Kooperation. Und die Mitnahme aller in den Unternehmen Angestellten.

Doch es ist nicht nur die Themenexpertise des eingesetzten Personals, die über den Erfolg oder das Scheitern eines Projekts entscheidet.

Auch die gewählte Projektmethodik hat einen entscheidenden Anteil am späteren Projekterfolg. Hierbei werden eben­falls der Einfluss der sich verändernden Arbeitswelt sowie des Selbstverständnisses der Mitarbeiter auf die eigene Arbeit und die Zusammenarbeit mit anderen deutlich. Hahn erklärt: „Viele Projekte werden als Wasserfall konzipiert. Alles wird akribisch geplant und in Teilprojekte abgeleitet.“ Anders sei dies bei agilen Projekten. „Sie planen nicht akribisch, sondern schauen immer wieder, wo das Projekt steht und was verändert werden muss“, so Hahn. Doch auch dafür braucht es die entsprechenden Mit­arbeiter, die neben IT- und Themenkompetenz die entsprechenden Soft Skills mitbringen. Hahn: „Durch das hohe Tempo benötigen Mitarbeiter Offenheit und Flexibilität.“
www.hays.de

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