v.l.: Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI, Prof. Dr.-Ing. Rainer Müller, wissenschaftlicher Geschäftsführer des ZeMA

Industrie 4.0: ZeMA und DFKI schließen Kooperationsvertrag

Das „Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik“ (ZeMA) und das „Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz“ (DFKI) haben ihren gemeinsamen Kooperationsvertrag über den Aufbau und den Betrieb eines Zentrums für innovative Produktionstechnologien in Saarbrücken unterzeichnet. „Power4Production“ (P4P) wird Ansprechpartner für die saarländische Wirtschaft. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Automobilindustrie.

Im Bild: Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI, Prof. Dr.-Ing. Rainer Müller, wissenschaftlicher Geschäftsführer des ZeMA (von links nach rechts)

Im Mittelpunkt des Zentrums „Power4Production“ (P4P) steht die intelligente Vernetzung von Produkten und Produktionsumgebungen der industriellen Wertschöpfung. Dabei geht es im ersten Schritt um Themen wie direkte Kommunikation zwischen Werkstück und Maschine und um die Mensch-Roboter-Kommunikation (MRK) in Verbindung mit sogenannten Cyber-Physischen-Produktionssystemen. Dazu kommen Fragestellungen rund um Themen wie robuste Netze, Cloud-Computing und Energieeffizienz in der Produktion. Das neue Zentrum P4P soll den Unternehmen dementsprechende Hilfestellungen bieten und in die Zukunft gerichtete Vorarbeiten für den Standort Saarland leisten.

Prof. Dr.-Ing. Rainer Müller, wissenschaftlicher Geschäftsführer des ZeMA: „Unsere wissenschaftliche Arbeit am Zentrum soll einen aktiven Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der saarländischen Industrie leisten. Das DFKI und das ZeMA ergänzen sich in idealer Weise in ihren Kompetenzen aus Informatik, Künstlicher Intelligenz und Ingenieurwissenschaften. Wir arbeiten bereits heute in einer ganzen Reihe von Projekten sehr gut zusammen.“

Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI: „Nachdem wir seit 10 Jahren mit unserer SmartFactory am DFKI in Kaiserslautern die Grundlagen gelegt haben und vor 5 Jahren das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ für die Bundesregierung vorbereitet haben, arbeiten wir jetzt zusammen mit dem ZeMA an der Umsetzung multiadaptiver Fabriken und industrieller Assistenzsysteme der nächsten Generation. Die Automobilindustrie und deren Zulieferer sind ideale Partner für Industrie 4.0, weil hier 80 % aller Innovationen nur durch weitere Digitalisierung zu erzielen sind.“

P4P wird am Standort des ZeMA in Saarbrücken von Mitarbeitern aus dem DFKI und ZeMA betrieben werden. Die Landesregierung sieht in dem neuen Zentrum einen wichtigen Beitrag, um den Forschungsstandort Saarland weiter zu stärken und zu profilieren. Daher fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Rahmen seiner industriepolitischen Initiative „Saarland Industrieland. Wie wir mit Industrie Zukunft gewinnen“ die laufenden Kosten für das neue Zentrum zunächst für drei Jahre. Die notwendige zusätzliche Hallenfläche und deren Bewirtschaftung wird ebenso wie die finanzielle Grundförderung des ZeMA von der Staatskanzlei des Saarlandes bereitgestellt. Die Forschung am Zentrum soll über öffentlich geförderte Projekte und die direkte Zusammenarbeit mit der Industrie finanziert werden. Ein Schwerpunkt des Zentrums soll im Bereich Automotive liegen. Das neue Zentrum wird durch die Professoren Müller und Wahlster gleichberechtigt geleitet. Neben der Forschung im Themengebiet Industrie 4.0 soll am Zentrum ein Unternehmensnetzwerk aufgebaut werden, welches aktuelle Herausforderung aus der betrieblichen Praxis bearbeitet. Ergänzt werden soll das Leistungsspektrum von P4P durch Fort- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter und Führungskräfte aus Unternehmen.

Das neue Zentrum „Power4Production“ soll offiziell am 2. Oktober 2015 eröffnet werden.

Weitere Informationen unter:
www.dfki.de
www.zema.de

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