Fliegende Autos in den USA – Mobilität hebt ab
Lange schien es wie ein futuristischer Traum, doch inzwischen nehmen fliegende Autos in den USA konkrete Formen an. Neue eVTOL-Fahrzeuge kombinieren Straßenverkehr und Luftfahrt, umgehen Staus und eröffnen völlig neue Pendelmodelle. Doch wie hoch fliegen diese Fahrzeuge eigentlich, was kosten sie, braucht man eine Pilotenlizenz – und wer baut sie?
Hoch hinaus?
Fliegende Autos bewegen sich typischerweise im kontrollierten Tiefflugbereich. Die meisten Modelle erreichen Flughöhen von wenigen hundert Metern, weit unterhalb regulärer Verkehrsflugzeuge. Dieser Höhenbereich eignet sich für Kurzstrecken, Pendelrouten und den Überflug von Staus. Technisch sind höhere Bereiche möglich, doch regulatorisch bleibt der Tiefflug die realistische Einsatzumgebung der kommenden Jahre.
Was kosten sie?
Die Preisspanne ist groß und reicht – je nach Hersteller – von etwa 170.000 bis über 300.000 US-Dollar. Das Alef Model A liegt mit rund 300.000 Dollar im oberen Segment und wird bereits vorbestellt. Der Samson Switchblade positioniert sich etwas günstiger und richtet sich an sportaffine Pilot:innen. Premium-Projekte wie der Terrafugia Transition bewegen sich nochmals darüber. Die Branche arbeitet jedoch bereits an Modellen mit niedrigeren Kosten, um mittelfristig einen breiteren Markt zu erreichen.
Welchen Führerschein braucht man – und wo fliegen die Autos?
Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Gerätetyp erheblich. Einige ultraleichte eVTOL-Modelle fallen in den USA unter die Kategorie „Ultralight Vehicles“ und benötigen keine klassische Pilotenlizenz. Hier reicht oft eine kurze Schulung durch den Hersteller.
Größere Flugautos, die als Leichtflugzeug oder „powered-lift“ klassifiziert werden, erfordern hingegen weiterhin eine Pilotenausbildung oder spezielle eVTOL-Qualifikationen. Für alle Modelle gilt: Auf der Straße wird ein regulärer Autoführerschein benötigt.
Geflogen wird vor allem außerhalb dichter Innenstädte – über Vororte, ländliche Bereiche und zwischen kleinen Flugplätzen oder vertiports. Der urbane Luftraum bleibt aufgrund strenger Regeln zunächst begrenzt nutzbar.
Der aktuell bekannteste Anbieter ist Alef Aeronautics aus Kalifornien. Das „Model A“ ist ein vollelektrisches Flugauto mit Straßen- und Testflugzulassung und kostet etwa 300.000 US-Dollar. Weitere Hersteller prägen den Markt: Samson Sky entwickelt den sportlichen „Switchblade“, während Terrafugia seit Jahren an der Weiterentwicklung des „Transition“ arbeitet. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in Reichweite, Flugmodus, Startverfahren und Komfort – gemeinsam ist ihnen der Anspruch, Auto und Luftfahrzeug erstmals alltagstauglich zu verbinden.
Fliegende Autos markieren den Beginn einer neuen Mobilitätsära. Sie fliegen im Tiefflugbereich, sind technisch weiter als viele glauben und kosten derzeit noch sechsstellige Beträge. Die Lizenzpflicht hängt vom Modell ab: Einige ultraleichte eVTOLs kommen ohne klassische Pilotenlizenz aus, während größere Flugautos fliegerische Qualifikationen erfordern. Firmen wie Alef Aeronautics, Samson Sky und Terrafugia treiben den Trend voran – und könnten schon in wenigen Jahren den Pendelverkehr revolutionieren.
Quellen:
Alef Aeronautics, Samson Sky, Terrafugia, FAA-Regelwerk, Popular Mechanics, Urban Air Mobility News, People.com, AeroCrunch, ZAG Daily, weitere US-Medienberichte.













