Kotlin – Einsatzmöglichkeiten und Bedeutung der Community

Jürgen Wiesmaier, Vorstand der compeople AG, erläutert,  warum das Unternehmen die neue Programmiersprache Kotlin einsetzt und den firmenübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch mit der Community fördert.

Was genau ist Kotlin?
Kotlin ist eine noch junge Programmiersprache, die weltweit bereits von einer wachsenden Zahl an Software-Entwicklern eingesetzt wird. Der Tool-Hersteller JetBrains hat sie entwickelt und 2011 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Heute gilt Kotlin als reife Programmiersprache. Ihr Einsatz bietet sich vor allem in Projekten an, die bislang in Java realisiert wurden. Darüber hinaus nutzen Entwickler die Sprache, um mobile Lösungen zu realisieren. Wenn es um die Erstellung von Android-Applikationen geht, gilt Kotlin inzwischen als „First Class“-Sprache.

Warum sollten IT-Entscheider diese Programmiersprache auf dem Schirm haben?
Hierfür sprechen aus meiner Sicht verschiedene Gründe. So bietet Kotlin zahlreiche Vorzüge gegenüber der aktuellen Version von Java, einer der weltweit populärsten Programmiersprachen. Zu diesen zählt, dass Kotlin-Code bei der gleichen Funktionalität wie sie Java bietet, zirka 20-30 Prozent kürzer ist. Durch moderne Sprachfeatures, wie zum Beispiel „Null-Safety“ und „Data-Classes“, die Kotlin weiterhin auszeichnen, ist der Code sicherer und wartungsfreundlicher als der Java-Code.
Darüber hinaus lässt sich Kotlin problemlos in bereits bestehenden Java-Projekten verwenden, da beide Sprachen beliebig kombinierbar sind. Die junge Programmiersprache begeistert vor allem Entwickler, die die Vorteile von Kotlin nutzen und hierbei nicht auf das Java-Ökosystem verzichten wollen. Mit Kotlin stehen ihnen weiterhin die gewohnten Java-Bibliotheken und Frameworks zur Verfügung.
Aufgrund der vielfältigen Stärken der Programmiersprache sollten IT-Entscheider − insbesondere bei der Planung und Realisierung von Projekten mit Java sowie von Anwendungen für Android − Kotlin als mögliche Technologie-Basis mitberücksichtigen.

Welche Perspektiven räumen Sie Kotlin ein?
In einer sich schnell ändernden Welt, werden auch neue Anforderungen an Programmiersprachen gestellt. Im Rahmen der stetigen Auseinandersetzung mit neuen Technologien bei der compeople AG haben wir schnell erkannt, welche Vorteile Kotlin bietet. Wir setzen Kotlin daher auch bereits in unseren Kunden-Projekten ein und sind davon überzeugt, dass die Programmiersprache für ein breites Einsatzgebiet an IT-Projekten sehr gut geeignet ist.
Kurzfristig wird sich Kotlin, meiner Einschätzung nach, vor allem im Backend etablieren. Das heißt dort, wo die Teile der Software entwickelt werden, die für die Logik und Funktionen der jeweiligen Lösung erforderlich sind. Langfristig kann ich mir gut vorstellen, dass Kotlin auch verstärkt im Frontend eingesetzt wird, dem Bereich, wo es um die Realisierung der Oberfläche einer IT-Lösung geht. Da sich Kotlin gut in JavaScript übersetzten lässt, werden Entwickler mit großer Wahrscheinlichkeit Kotlin auch häufiger in der Web-Entwicklung einsetzen. Hierbei ist für sie besonders interessant, dass sie sowohl im Backend als auch Frontend denselben Code nutzen können.

Sie haben in diesem Jahr die „Kotlin Night“ und das „Kotlin Meetup“ im Rhein-Main-Gebiet gesponsert. Was war der Grund für Ihre Unterstützung?
Da wir den Einsatz von Kotlin in unseren Kundenprojekten kontinuierlich weiter ausbauen möchten, freuen wir uns, dass es im Rhein-Main-Gebiet schon eine große, engagierte Kotlin-Community gibt. Dort engagieren sich auch Mitarbeiter aus unserem Unternehmen. Mit dem Sponsoring der Events möchten wir den regelmäßigen Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Kotlin-Community fördern und zugleich in unserer Region, dem Rhein-Main-Gebiet, fest verankern.

Inwiefern könnte Ihr Service-Portfolio von Kotlin – aber vielleicht auch von der Community – profitieren?
Als IT-Dienstleister realisieren wir seit nunmehr 20 Jahren individuelle Vertriebslösungen auf Basis zukunftsfähiger Technologien. Mit Kotlin erweitern wir unsere „Tool-Chain“ um eine moderne Programmiersprache. Diese setzen wir sowohl für die Entwicklung neuer Lösungen als auch für die Weiterentwicklung von bestehenden IT-Systemen für unsere Kunden ein.
Indem sich Mitarbeiter der compeople AG am Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Kotlin-Community beteiligen und diesen aktiv mitgestalten, gewinnen sie neue Erkenntnisse, wie zum Beispiel darüber, wo sich Kotlin bewährt hat und wo die Sprache gegebenenfalls Schwächen aufweist. Sie erfahren, wie und wann Kotlin weiterentwickelt wird und lernen Best Practices beim Einsatz der Sprache kennen. Diese Erkenntnisse geben sie im Rahmen von Vorträgen und Workshops an Kotlin-interessierte Mitarbeiter weiter und bauen so das Technologie-Know-how im Unternehmen aus. Davon profitieren wiederum unsere Kotlin-Kundenprojekte, in die das aktuelle Wissen ebenfalls fließt.

Jürgen Wiesmaier sieht im Wissensaustausch unter anderem mit der Community ein großes Potenzial auch für seine Kunden. Quelle: compeople AG

Jürgen Wiesmaier sieht im Wissensaustausch unter anderem mit der Community ein großes Potenzial auch für seine Kunden. Quelle: compeople AG

Neben verschiedenen Open Source-Demo Camps und Usability-Testessen sind die Kotlin-Events nun weitere Veranstaltungen, bei denen sich die compeople AG für einen Wissens- und Erfahrungsaustausch mit einem breiten Fachpublikum öffnet. Was erhoffen Sie sich davon?
Grund für dieses Engagement ist die Erkenntnis, dass sich Wissen vor allem im Austausch mit anderen Gleichgesinnten weiterentwickelt. Hierfür werden neben dem Austausch in Online-Plattformen zunehmend auch neue Veranstaltungsformate genutzt. Bei diesen stehen der persönliche Austausch und die Zusammenarbeit an Themen und Projekten im Mittelpunkt.
Indem wir uns bei Events und Community-Treffen für den Austausch mit einer breiten Fachöffentlichkeit öffnen, bereichern wir unseren eignen Wissensfluss und -transfer. Dies zeichnet uns als innovatives IT-Dienstleistungsunternehmen aus und begründet maßgeblich unseren Erfolg.

Wie profitieren Ihre Kunden davon – direkt oder indirekt?
Unsere Kunden profitieren auf beide Weisen von unserem Kotlin-Know-how: Indirekt, indem wir für sie individuelle Lösungen bereitstellen, die wir auf Basis von „State-of-the-Art“-Technologie, die auch Kotlin umfasst, realisieren.
Direkt immer dann, wenn wir gemeinsam mit unseren Kunden in „gemischten Teams“ Lösungen entwickeln. In diesen Projekten übernehmen wir auch die Technologie-Beratung und führen in dieser Verantwortung − wenn sich die jeweilige Anwendung dafür eignet und dies gewünscht ist − Kotlin als moderne Programmiersprache ein. In beiden Fällen verlassen sich unsere Kunden auf unsere hohe Technologie-Kompetenz, die wir kontinuierlich weiterentwickeln.

Weitere Informationen unter:
www.compeople.de

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