Cash for Growth im Retail

Welche Möglichkeiten haben Händler, um ihr Working Capital zu optimieren?

Die PwC-Studie „Cash for Growth“ zeigt auf, dass sich die Working-Capital-Situation der 40 größten Handelsunternehmen in der DACH-Region in den letzten Jahren massiv verschlechtert hat und verdeutlicht aber auch, dass die Unternehmen über derzeit ungenutztes Potenzial verfügen, dass es zu heben gilt.

Ursachen

Die Gründe für die Verschlechterung finden sich  in der 2013 eingeführte EU-Direktive zum Zahlungsverzug, die die  Vorgaben zu Zahlungsverpflichtungen der Händler gegenüber Lieferanten verschärft. Daraus resultierend bezahlt die Einzelhandelsbranche ihre Lieferanten im Schnitt zwölf Tage früher als noch vor einigen Jahren.

Der Aufstieg des Onlinehandels spielt eine weitere wesentliche Rolle. Zum einen bevorzugen Kunden den Kauf auf Rechnung, wodurch es automatisch länger dauert, bis das Geld auf dem Konto ist und Retouren binden vermehrt Kapital.

Rob Kortmann erläutert, dass die die Kapitalbindungsdauer bei den großen Handelsunternehmen in der DACH-Region inzwischen bei durchschnittlich 57 Tagen liegt. Bei Sportartikeln und Luxusgütern beträgt die Kapitalbindung mittlerweile sogar 86 Tage.

All das verschlechtert die Working-Capital-Performance zusätzlich.

Optimierungsmöglichkeiten?

Es gibt zahlreiche Stellschrauben, an denen sich drehen lässt, erläutert Senior Manager Stephan Dellermann. Mittels einer stringenteren Vertragsgestaltung lässt sich die Cash-Position im Einkauf trotz der Payment-Richtlinie verbessern. Auf der Forderungsseite  lässt sich unter anderem durch Factoring, straffere Zahlungsziele bzw. -methoden oder eine bessere Risikopolitik eine Menge erreichen. Auch in der Lagerhaltung liegt – trotz der bereits erzielten Fortschritte – noch viel Potenzial, insbesondere im Retourenprozess des Onlinehandels.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die großen Handelsunternehmen in der DACH-Region ihre Working-Capital-Performance um bis zu 4,9 Milliarden Euro verbessern könnten.

Ein interessantes Fallbeispiel in der Studie zeigt, wie durch die Verbesserungen der Working-Capital-Positionen in einem Unternehmen, der Weg für zukünftige Investitionen geebnet wurde.

 

Download Studie

 

Weiterführende Informationen:

Ausführliches Interview zur Studie
PWC

Rob Kortman
Partner
Tel.: +49 69 9585-6775

Stephan Dellermann
Senior Manager
Tel.: +49 69 9585-3559

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