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Personal Data Banking – Das nächste große Ding kommt aus Deutschland

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Februar 6, 2018 veröffentlicht von

 

Die Zeit ist reif für das Personal Data Banking, sagt idento.one-Gründer Hannes Bauer

Pressemitteilung: Frankfurt 01/2018
– One more thing – mit diesen mittlerweile geflügelten Worten kündigte früher Steve Jobs bahnbrechende Produktinnovationen aus den USA wie das i-Phone an.

Doch das nächste (große) Ding könnte aus Europa, genauer gesagt aus Deutschland kommen. Hannes Bauer, Internet-Pionier und IT-Experte, baut mit idento.one eine unabhängige Plattform für vertrauensstiftenden Datenaustausch auf, die den Nutzer schützt und ihm gleichzeitig eine bequeme Verwaltung seiner digitalen Identitäten ermöglicht.

Es gab Zeiten, da erfüllte Hannes Bauer alle Klischees eines Start-Up-Gründers: getrieben von einer innovativen Idee, ausgestattet mit dem nötigen technischen Wissen, unerschrocken angesichts der Konkurrenz.

So entstand Anfang der 90er Jahre „Kolibri.de“, die erste deutsche Internet-Suchmaschine. Doch schon damals entwickelte Bauer digitale Ideenskizzen, die ihrer Zeit weit voraus waren, und das unterscheidet ihn von vielen heutigen Start-up-Gründern, die oft trendgesteuert agieren.

Und so darf man doppelt aufhorchen, wenn der Daten-Spezialist der ersten Stunde mit der Personal Data Banking-Plattform „idento.one“ ein digitales Produkt ankündigt, das eines der dringendsten Probleme dieser Zeit lösen soll: Wie können Daten sicher geteilt und trotzdem sinnvoll genutzt werden? Wie kann ich in einem Zeitalter des globalen Datentransfers meine digitale Identität schützen und gleichzeitig anderen versichern, dass ich wirklich ich bin?
 

„Wir akzeptieren ein ungeordnetes Ökosystem“

Denn die Datenkraken, sie sind überall. Facebook, Google, Amazon – oft wissen sie mehr über uns, als uns tatsächlich bewusst ist. Evgeny Morozov, einer der bekanntesten Technikjournalisten, nennt das Kerngeschäft der digitalen Giganten „Datenextraktivismus“, also das Streben, so viele Daten wie möglich zu gewinnen und zu verarbeiten.

Warum geben wir diese Daten so bereitwillig preis? „Die Antwort ist simpel“, sagt Hannes Bauer, „die Systeme sind zu komplex geworden. Alles ändert sich so schnell, dass wir nur damit beschäftigt sind, die Vorgänge in unserer unmittelbaren Umgebung zu kontrollieren.

Alles, was weiter weg liegt, also auch unsere Daten im Internet, beachten wir nicht mehr. Da spielt auch ein gewisser Fatalismus eine Rolle: Wir wissen, dass wir keine Chance haben, alles zu kontrollieren, und akzeptieren deshalb im Internet ein ungeordnetes Ökosystem, das fast mittelalterliche Züge trägt.“
 

Erfahrungen aus der Großindustrie

Hannes Bauer ist kein wandelnder Programmier-Code, der abgeschottet in einer Welt aus Bits und Bytes lebt. Nach dem Studium zum Tiefbauingenieur studierte er Nachrichtentechnik und arbeitete anschließend in der Großindustrie, dort automatisierte er Fertigungsprozesse in Stahlwerken oder entwarf Sicherheitskonzepte für Groß-Rechenzentren in den Emiraten.

„Davon profitiere ich bis heute. Ich nutze Prozessoren nicht nur, sondern weiß, wie sie aufgebaut sind, was technisch möglich ist. Außerdem habe ich eine komplett andere Sichtweise auf Technologien“, führt er weiter aus, „ich verstehe nicht nur, wie sie funktionieren, sondern spüre stets den Impuls: Das muss noch besser gehen.“

Hannes Bauer, Orbiter.de GmbH: „Die Kostenlos-Welt, die die großen Eco-Systeme wie Google, Amazon oder Facebook etc. vortäuschen, existiert real nicht.“


 

Wie schaffe ich Vertrauen im Internet?

Zuletzt hat Hannes Bauer Tracking-Technologien entwickelt, die von einigen namhaften Unternehmen wie Deutsche Telekom und Arvato für die Betrugsprävention und im Empfehlungs-Marketing erfolgreich eingesetzt werden.

Parallel jedoch beschäftigt er sich schon seit langem mit der Frage, wie eines der größten Probleme im Internet gelöst werden kann: Wie schaffe ich Vertrauen, zum Beispiel zwischen zwei Vertragspartnern, die sich nicht kennen? Und wie erhalte ich als Nutzer die Kontrolle über meine persönlichen Daten?
 

Der Wert der Daten

Nun ist dieses Thema ohnehin gerade aktuell, da im Mai die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft treten soll, doch Bauer entwarf die ersten Programmierskizzen schon vor zehn Jahren, also zu einem Zeitpunkt, als allenfalls ein erstes Unbehagen über die Datensammelwut im Internet zu spüren war.

„Ich finde, der Zeitpunkt ist nicht günstig, es ist höchste Zeit, die Kontrolle über seine eigenen Daten wiederzuerlangen“, sagt er deshalb mit Nachdruck, „die Kostenlos-Welt, die die großen Eco-Systeme wie Google, Amazon oder Facebook etc. vortäuschen, existiert real nicht.“

In den letzten Jahren habe in Deutschland, wie überhaupt in Europa, das Bewusstsein für den Wert der Daten sowohl für den Einzelnen wie auch für die Wirtschaft zugenommen.
„Wir sind davon überzeugt, dass wir uns in der Datenökonomie in Europa an einem Wendepunkt befinden.“
 

Einfach, schnell und bequem

Wir – das ist das Team von „idento.one“, zu dem neben IT-Spezialisten und Unternehmensberatern auch Datenschutz-Experten vom TÜV Saarland sowie Wissenschaftler der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zählen.

Seit mehr als zwei Jahren bauen sie eine „Personal Data Bank“ auf, die nicht nur die Sicherheit der Daten gewährleistet, sondern auch die Verwaltung der digitalen Identitäten einfach, schnell und bequem gestaltet, ähnlich wie ein Bankkonto. „Früher haben die Menschen ihr Erspartes zur Bank gebracht, weil die Banken den dickeren Tresor hatten.

Nun sind wir im Zeitalter von ,Personal Data Banking‘ angekommen“, sagt Bauer und macht eine kurze Pause, „in Zukunft werden die Menschen ihre personenbezogenen Daten zu einer dezentralen Daten-Bank wie idento.one bringen, weil wir den sichersten Datentresor haben. Immer dann, wenn es in Zukunft um den sicheren und datenschutzkonformen Austausch von Daten zwischen Verbrauchern und Unternehmen geht, kommt idento.one automatisch ins Spiel.“
 

 

Unabhängig und dezentral

Neu ist die Idee nicht, zugegeben, aber idento.one unterscheidet sich nicht nur im ausgereiften Ansatz, sondern auch in zwei weiteren wesentlichen Aspekten von anderen Anbietern:

Die Daten-Bank agiert komplett unabhängig, sie zieht selber keinen eigenen Nutzen aus den Daten, sondern generiert Umsatz durch die Transaktionsgebühren von Unternehmen. Und sie verwendet für die dezentrale Sicherung der Daten die Blockchain-Technologie.
„Die Idee der Blockchain ist so revolutionierend, dass ich überzeugt bin, dass wir gerade etwas erleben, das mindestens genauso groß ist wie die Entstehung des Internet an sich“, sagt Bauer.

Bisher gestaltete sich sein Plan eines sicheren Internets mit einem vertrauensstiftenden Datenaustausch als technisch zu kompliziert. Die neue Technologie vereinfache die Prozesse um einiges.
 

„Diesen Vorsprung müssen wir nutzen“

Doch ist Deutschland, ist Europa bereit für eine digitale Kehrtwende? Fragen wie diese lassen den 60-Jährigen regelmäßig fast verzweifeln, denn sie sind nach seinem Empfinden der falsche Ansatz: „Es bringt nichts, ins Silicon Valley zu schielen, sondern wir müssen uns fragen: Wo sind wir stark? Das ist der Vorteil von Europa: Wir haben die Geschichte, wir haben die Denker und wir haben die Sensibilität, um das Thema Datenschutz zu unserem Thema zu machen. Das ist unsere Chance, das wird uns zugetraut und diesen Vorsprung müssen wir nutzen!“

 
 

Zu idento.one:
idento.one ist Teil der Orbiter-Gruppe.
Dahinter stehen Experten aus der Industrie und Wissenschaft mit Hannes Bauer an der Spitze. Als neutraler Gutachter für Datenschutz und IT-Sicherheit fungiert ein Expertengremium des TÜV Saarland. Die Personal Data Bank ermöglicht es Verbrauchern, ihre persönlichen Daten, die sogenannten PIIs (personally identifiable information) zu verwalten, zu bearbeiten und zu entscheiden, ob die Daten erfasst werden sollen oder nicht. Im Gegensatz zu anderen Anbietern agiert idento.one unabhängig und hat kein eigenes Interesse an den erhobenen Daten. Unternehmen wiederum garantieren durch die Zusammenarbeit mit der Personal Data Bank einen datenbezogenen, DSGVO-konformen Prozess nach höchsten Sicherheitsstandards. idento.one ist eigenfinanziert und verfolgt einen organischen Wachstumskurs durch Kooperationen mit renommierten Partnern. Aktuell verteilen sich die Mitarbeiter auf die Standorte Düsseldorf, Frankfurt, Amsterdam, Oslo und Stockholm.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.idento.one

Kontakt:

Bernt Corneliussen
Tel: 0175-6463628
Mail: bc@idento.one

 

 

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