Open Source- Quelle und Zukunft der Innovation

Gastbeitrag: Jim Whitehurst

Open Source hat sich für viele Anwendungsszenarien in den Unternehmen und im Privatleben durchgesetzt und wird auch zukünftig Innovation und Kreativität inspirieren.

 

Red Hat arbeitet sehr eng mit der Open-Source-Community zusam­men und liefert Beiträge zur Community-getriebenen Innovation, die viele der weltweit wichtigsten Open-Source-Initiativen vorantreibt. Anschließend testet und prüft das Unternehmen die besten Ideen und Software und stellt sicher, dass sie bereit für den kommerziellen Ein­satz, das heißt sicher und stabil, sind. Red Hat bietet Support für die Software und kooperiert mit einem umfangreichen Partnersystem auf der ganzen Welt, um deren Lösungen ebenfalls für den Einsatz in Unternehmen zu zertifizieren.

Open Source hat sich auf dem Markt durchgesetzt, dies zeigt sich auf verschiedenen Gebieten: Jeder nutzt hunderte Mal am Tag Open-Source-Software, ohne es zu merken. Jedes Mal, wenn ein User im Web surft, E-Mails versendet, mit Freunden online chattet, Musik streamt, Video Games spielt oder mit seinem Smartphone telefoniert, verwendet er wahrscheinlich irgendeine Art von Open-Source-Software. In Unternehmen kommen Open-Source-Lösungen in allen Branchen für vielfältige Zwecke zum Einsatz, angefangen von Cloud Computing über die Applikationsentwicklung und Big Data bis zu Speichersystemen.

Einige assoziieren Open Source mit dem Betriebssystem Linux. Im Unterschied zu anderen kommerziellen Betriebssystemen, wie bei­spielsweise Windows, ist Linux kostenlos und wird kontinuierlich durch die Fähigkeiten und Erfahrungen von Tausenden von Menschen aktualisiert sowie erweitert – und nicht nur von einem einzigen Ent­wicklerteam. Dadurch erzielt Open Source eine höhere Innovationsge­schwindigkeit als proprietäre Softwarehersteller. Gleichzeitig ist dieser Innovationsgrad ein wichtiger Grund dafür, warum sich die Open-Source-Ent­wicklung als Standard für viele Technologien und in Unternehmen durchgesetzt hat.
 

Open Source ist mehr als Linux

Open Source lässt sich bis zu den Anfängen des Internet zurück­verfolgen und vieles darin basiert auf Open-Source-Technologien. Linux wurde 1991 von dem Finnen Linus Torvalds entwickelt, dem die Idee dazu aus Frustration über teure Software kam. Die Open-Source-Werte und -Prinzipien finden aber auch Anwendung außerhalb der Softwarewelt. Für Red Hat ist Open Source nicht nur eine Methode, um Software zu entwickeln und zu lizenzieren, sondern auch eine Grundhaltung.

Lebensbereiche nach Open-Source-Prinzipien anzugehen heißt, bereit zu sein für den transparenten und offenen Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen, das Scheitern als Chance für Verbesserungen anzusehen und davon auszugehen, dass andere auch so handeln. Das bedeutet außerdem, eine aktive Rolle bei der Verbesserung der Welt einzunehmen. Dies ist nur möglich, wenn jeder Zugriff zu den benötigten Informationen hat und über die Möglichkeit verfügt, Neues beizutragen.

Torvalds ist der Erfinder von Linux. Das wirklich Besondere und Inspirierende aber daran ist, dass sobald er das Betriebssystem veröffentlichte jeder, der wollte, Beiträge beisteuern und die Idee mit Leben füllen konnte.
Open Source ist eine wahrhaft globale Bewegung, die auf Mitwirkung, individuellen Ideen und Beiträgen vieler statt nur weniger beruht. Viele der weltweit größten Probleme wurden durch den Einsatz von Open-Source-Technologien gelöst. Zudem ist die Innovationsrate innerhalb der Open-Source-Community beachtlich. Der Erfolg von Open Source ist nicht allein ein Verdienst großer IT-Unternehmen. Ohne die Entwickler-Communities und deren enthusiastische Unterstützung könnte Open Source nicht existieren.

OpenAI, Tesla, Facebook und Google sind alles angesagte Unternehmen und Wegbereiter der Innovation beim Einsatz von Open Source. Eine Welt ohne sie ist heute nicht mehr vorstellbar.
 

Open-Source-Technologien ermöglichen schnellere Innovationen

Open-Source-Technologien wie Linux sind äußerst populär und bieten Unternehmen ein enormes Potenzial für schnellere Innovationen. Wie bei jeder anderen Software oder Smartphone-App wollen Anwender sich darauf verlassen, dass sie fehler- und unterbrechungsfrei sowie sicher arbeitet. Wenn das IT-System einer Bank täglich Transaktionen im Wert von Millionen von Euro mit Linux verarbeitet ist es essenziell, dass die Bank mit einem Open-Source-Spezialisten wie Red Hat zusammenarbeitet, um einen stabilen und sicheren Betrieb zu gewährleisten. Red Hat beispielsweise bietet Subskriptions-basierte Produkte, die dazu beitragen.

In der Vergangenheit standen Anbieter wie Red Hat vor der Herausforderung, dass viele Unternehmen den Grundgedanken von Open Source nicht verstanden. Sie hatten oft Fragen dazu, wie eine vollständig offene und freie Umgebung sicher sein kann. Danach wird kaum noch gefragt. Heute nutzen nahezu alle Banken, Fluggesellschaften, Behörden und Einzelhändler in den USA in bestimmten Bereichen Open-Source-Lösungen – oft sogar für den unternehmenskritischen Betrieb.

Viele dieser Organisationen haben erkannt, dass sie mehr agile Open-Source-Lösungen einsetzen müssen, um im Wettbewerb mit den kleinen, schnellen und intelligenten Unternehmen überleben zu können. Viele namhafte Firmen sind untergegangen, da es ihnen nicht gelungen ist, die Anforderungen moderner Kunden aufzugreifen.
Da Innovation bei Open Source schneller erfolgt und offene Plattformen Unternehmen bei der Einführung digitaler Geschäftsmodelle und Services auf Basis zukunftsfähiger IT-Systeme unterstützen können, entwickelt sich Open Source zum Standard.

Darüber hinaus bieten selbst führende Unternehmen wie Microsoft und Apple heute Linux-kompatible Software an. Festzustellen ist, dass Open Source endgültig die Herzen und Köpfe der großen Unternehmen gewonnen hat. Red Hat ist das erste Unternehmen, dass die Schwelle eines jährlichen Umsatzes von zwei Milliarden US-Dollar überschritten hat – ein Beleg für die große Popularität von Open Source.
 

Die Community bildet das Zentrum von Open Source

Jahrelang haben Closed-Source-Anbieter Linux und Open Source als Bedrohung angesehen und haben ihren Kunden von einem Einsatz abgeraten. Durch den Einsatz engagierter Entwickler, von Open-Source-Communities und Unternehmen wie Red Hat, ist Open Source erfolgreicher als je zuvor und für viele Menschen ein bedeutender Teil ihres Alltags.
In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die Community das Zentrum von Open Source bildet. Das ist das sprichwörtliche Geheimnis. Die Beobachtung der Arbeit von Open-Source-Communities und speziell die Kooperation bei der Problemlösung – unter gleichen Wettbewerbsbedingungen für alle, damit sich die besten Ideen durchsetzen – ist enorm leistungsfördernd.
 

Warum sollte man sich mit Open Source befassen?

Wenn es sie nicht gäbe, wäre so vieles, was als gegeben hingenommen wird, nicht möglich. Ohne die Cloud und das Web würde das Leben für jedermann anders aussehen. Beides würde es vermutlich geben, aber nicht so wie Cloud und Web heute bekannt sind.

Dass jeder mit anderen zusammenarbeiten kann, um eine Idee oder ein Projekt voranzubringen, dessen Ergebnis alle nutzen können, ist eine radikale Vorstellung. Etwas ganz besonderes ist es, wenn ein öffentlich entwickeltes Tool in einer Technologie zum Einsatz kommt, die einer besseren Patientenversorgung oder der Bildung zu Gute kommt. Durch die Bündelung von Wissen und den Zugang zu Patientendaten sind Krankenhäuser und Ärzte in der Lage, gemeinsam Therapien und die Patientenversorgung zu verbessern. Es ist unglaublich, mitzuerleben, wie Open-Source-Technologien die Innovation auf diesen Gebieten fördert.

Opern Source wird auch zukünftig die Innovation und Kreativität inspirieren.
Mehr noch: Die Offenheit in allen Aspekten der Gesellschaft, der Kunst und Kultur wird in nicht allzu ferner Zukunft zur grundlegenden Art des Handelns. Es gibt heute schon faszinierende Beispiele für Offenheit, Kooperation und Partizipation in der Musik und Kunst. Das alles ist erst der Anfang. Offenheit wird zum Standard für eine bessere und schnellere Innovation.

 

Red Hat

 

Autorenvita: Jim Whitehurst

Jim Whitehurst ist President und CEO von Red Hat.

James „Jim“ Whitehurst ist President und Chief Executive Officer von Red Hat, dem weltweit führenden Anbieter von Open-Source-Lösungen. Whitehurst ist ein begeisterter Verfechter von Open Source als Innovationskatalysator in Unternehmen.
Seit er sich Red Hat im Januar 2008 anschloss, hat er den Umsatz des Unternehmens mehr als verdoppelt und den Börsenwert verdreifacht. Bevor er zu Red Hat kam, war Whitehurst sechs Jahre bei Delta Air Lines. Dort trieb er die internationale Expansion des Unternehmens maßgeblich voran und leitete als Chief Operating Officer sämtliche Aspekte des Airline-Betriebs, vom Vertrieb bis hin zur Strategie.
Zuvor war er bei The Boston Consulting Group tätig, hatte verschiedene Führungspositionen in der Unternehmensentwicklung inne und arbeitete in Chicago, Hongkong und Shanghai sowie als Partner am Standort Atlanta mit einer Vielzahl an Kunden aus verschiedensten Branchen.

 

 

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