Mitten im Mobilitätswandel

Unsere Redaktion sprach mit Claus Grunow, Leiter Markt-, Geschäfts- und Produktentwicklung Deutsche Bahn Connect, über den Mobilitätswandel und ein neues verbraucherorientiertes Mobilitätsverständnis.

Als einer der ersten Anbieter erkannte die Deutsche Bahn 2001 bereits frühzeitig das Potenzial, das in der Sharing-Economy lag. Seitdem wurden die Sharing-Angebote Flinkster und Call a Bike zu einem festen Bestandteil des eigenen Mobilitätsangebotes weiterentwickelt.

So ist Flinkster mit rund 4 000 Fahrzeugen in über 300 Städten inzwischen das flächengrößte Carsharing-Netzwerk in Deutschland und Call a Bike mit seinen angeschlossenen Bikesharing­systemen mit rund 13 000 Fahrrädern in über 50 Städten Marktführer.

Auf unsere erste Frage hin, ob wir ein neues verbraucherorientiertes Mobilitätsverständnis für den Standort benötigen, warf Claus Grunow das Stichwort „On-Demand-Mobility“ ein. „Dies wird eines der großen Themen der nächsten Jahre sein“, fährt Grunow fort. „Kunden werden Mobilität entsprechend ihrem situativen Bedarf in Anspruch nehmen. Dieser Trend wird vor allem durch die Entwicklungen rund um das autonome Fahren getrieben und dazu führen, dass Individualverkehr und öffentlicher Verkehr eins werden“, betonte Grunow.

„On-Demand-Mobility: Dies wird das große Thema der nächsten Jahre sein“ weiß Claus Grunow.

Momentan müssten wir ja im Kontext von Smart Cities auch nach nachhaltigen Verkehrskonzepten suchen, um in wachsenden Ballungszentren und Metropolen die Lebensqualität für die Bewohner zu erhalten. Hier wird laut Grunow die Integration von Sharing-Angeboten in den öffentlichen Verkehr eine wichtige Rolle spielen.

Auf diesen neuen Trend reagiere die Deutsche Bahn Connect, indem sie ihr Angebot konsequent weiterentwickelt. Grunow: „Da­bei denken wir immer vom Kunden her. Denn wir wissen: Der Kunde will Mobilität einfach, günstig, sicher, schnell von Tür zu Tür erleben, und zwar unabhängig vom Verkehrsmittel.“
Und auch um das Mobilitätserlebnis seiner Kunden zu verbessern, geht der Sharing- und Mobilitätsdienstleister neue Wege. Neuland wurde ebenfalls mit dem ersten DB Hackathon betreten, bei dem offene Daten aus dem DB-Konzern – unter anderem von Call a Bike und Flinkster – mit anderen Informationen kombiniert werden konnten.


Grunow merkte noch an: „Außerdem ist es uns wichtig, neue Sharing-Trends schnell als Angebote zu integrieren und auf die Straße zu bringen. Schauen wir zum Beispiel auf das Bikesharing, das weiter wachsen wird, weil das Fahrrad in unserer Mobilität an Bedeutung gewinnen wird. Pendler beispielsweise könnten mit Pedelecs auch weitere Strecken zu ihrer Arbeitsstätte problem­los zurücklegen und Lastenbikes das Rad fit für Transporte machen. Hier prüfen wir die Integration in unsere Call-a-Bike-Flotte. Auch unsere Zusammenarbeit mit Start-ups, etwa zuletzt mit Clever Shutt­le beim Ridesharing, gehört zu den neuen Ansätzen, die wir verproben.“

Im Kontext der gerade beschriebenen Trends suchen auch immer mehr Unter­nehmen nach ganzheitlichen Mobilitäts­lösungen, da die bislang zumeist getrennten Bereiche Fuhrpark und Geschäftsreisen zunehmend miteinander ver­schmel­zen. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung von Firmenwagen in der Mitarbeiter­mo­bi­lität ab. Immer mehr Mitarbeiter wünschen sich hier Alternativen, wie sie beruflich und privat mobil sein können.

Doch wie individuell kann heute Mobilität für Mitarbeiter gestaltet werden?
Grunow verdeutlicht dazu: „Diese Ent­wicklung lässt sich gut am Beispiel von Corporate Carsharing erklären. Als Ergänzung zur klassischen Flotte bietet zum Beispiel das Corporate Carsharing der Deutschen Bahn Connect Unternehmen wie Mitarbeitern einen echten Mehrwert. Denn bei unserem modernen Pay-per-Use-Ansatz wird nur die tatsächliche Nutzung bezahlt, das Auslastungsrisiko für den Kunden entfällt.
Mobilitätskos­ten werden so transparent. Mitarbeiter profitieren von dem Angebot, Fahrzeuge am Feier­abend oder am Wochenende auch privat nutzen zu kön­nen.

„Der Kunde will Mobilität einfach, günstig, sicher, schnell von Tür zu Tür erleben, und zwar unabhängig vom Verkehrsmittel.“

Unternehmen können dank der cleveren Vernetzung verschiedener Mo­bilitätskonzepte, wie bspw. von Corporate Carsharing mit den bun­desweit verfügbaren Sharing-Angeboten Flinks­ter und Call a Bike, ihren Mitarbeitern ein Höchstmaß an Flexibilität bieten. Mobilität in Unternehmen ist sehr vielfältig und wird sich weiter individualisieren. Grunow abschließend: „Hier wird sich, davon sind wir überzeugt, ein frei kombinierbarer Moblitätsmix in Form eines Mobilitätsbudgets durchsetzen.“

www.deutschebahnconnect.com
www.flinkster.de
www.callabike.de

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