IT-Automation: Komplexität reduzieren, IT-Umgebungen optimieren

Gastbeitrag von Wolfram Richter, Chief Architect Manufacturing Germany bei Red Hat

IT-Automation optimiert zeit- und kostenintensive manuelle Konfigurationsmanagement-Aktivitäten und ist eine strategische Komponente für die Modernisierung und Digitale Transformation von Unternehmen.

Viele Unternehmen stehen in den Bereichen IT-Infrastruktur und IT-Betrieb heute vor zwei wichtigen Herausforderungen: Sie müssen schneller und innovativer werden, um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld bestehen zu können und sie müssen gleichzeitig effizienter arbeiten. Das gilt insbesondere für Aufgaben wie die Neukonfiguration von Betriebssystemen, Speichersystemen, Netzwerkkomponenten und Applikationen, die noch immer einen hohen manuellen und damit kostenintensiven Aufwand erfordern. Open-Source-basierte IT-Automationslösungen liefern die benötigten Werkzeuge, um die Masse von Routinetätigkeiten dramatisch zu vereinfachen. Im Vergleich zu Closed Source ist Open Source in der Lage, Software, Updates und neue Funktionen schneller bereitzustellen und kann dadurch einen Innovationsschub auslösen. Außerdem fungiert Automation an sich als Baustein für andere, innovativere Technologien.

Ein Tool zur IT-Automation sollte die Möglichkeit bieten, umfangreiche Aktivitäten, wie beispielsweise eine komplexe Konfigurationsdateiänderung, in einem Skript zusammenzufassen, auf die betroffenen Systeme zu übertragen und dort abzuarbeiten. Das Gleiche gilt für die Auslieferung von geänderten oder neuen Softwarepaketen sowie Applikations-, Datenbank- und Content-Servern. Ein solches Tool sollte sich in eine vorhandene DevOps-Toolkette integrieren lassen und darüber hinaus vielfältige Op-tionen für die Optimierung von DevOps-Workflows bieten. Entwickler und IT-Betriebsteams sind damit in der Lage, den gesamten Applikations-Lebenszyklus zu automatisieren – angefangen von der Provisionierung und Implementierung physischer und virtueller Server über Cloud-Computing-Umgebungen bis hin zu Linux-Containern. In diesem Umfeld beispielsweise bedeutet Automatisierung, etwas reproduzierbar zu machen. Mit einer agentenlosen Architektur erzielt ein Automatisierungs-Tool eine hohe Flexibilität, da keine Software auf den zu verwaltenden Servern, Speichersystemen oder Netzwerkkomponenten benötigt wird. Eine vorhandene SSH-Verbindung zu Linux- und UNIX-Systemen oder Windows RM (Windows Remote Management) sollte genügen. Voraussetzung zur tatsächlichen Nutzung ist natürlich die entsprechende Benutzerberechtigung. Mit einem einfach er-lernbaren IT-Automations-Tool wie Ansible, einer problemlos lesbaren Programmiersprache und einer umfangreichen Bibliothek von Playbooks, Modulen und Rollen, die sich leicht an individuelle Erforder-nisse anpassen lassen, können IT-Abteilungen Risiken und menschliche Fehler reduzieren. Lassen sich die Aktivitäten speichern, sind sämtliche Konfigurationsänderungen dokumentiert und sie lassen sich jederzeit wieder abrufen. Alle Aktivitäten werden damit nachvollziehbar und durch die automatische Ausführung vermeiden Unternehmen die Risiken fehleranfälliger und manueller Konfigurations-managementaktivitäten. Das Ergebnis ist eine höhere Produktivität bei geringeren Kosten.

Die Komplexität moderner, heterogener IT-Umgebungen ist für sehr viele Unternehmen eine erhebliche Herausforderung. Ohne eine konsequente und umfassende IT-Automation bleiben grundlegende Konfigurationsmanagementaufgaben eine Sisyphusarbeit. Bislang wurden in der IT nur für einzelne Anwendungsbereiche Automations-Tools eingesetzt. Viele Unternehmen evaluieren aber auch die Möglichkeiten, die IT-Automation auf deutlich mehr Bereiche – angefangen von der Server-, Storage- und Netzwerk-Bereitstellung und Neukonfiguration bis hin zur Auslieferung von Applikationen aller Art – zu erweitern und die Automations-Tools mit anderen Management-Systemen zu integrieren, um so eine umfassende Orchestrierung zu erzielen. Damit erhalten sie einen wichtigen Hebel, um ehrgeizige Anforderungen der Digitalen Transformation zügig und zuverlässig umzusetzen.

Weitere Informationen unter:
www.redhat.de

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