Digitale Transformation als Grundlage operativer Exzellenz

Unternehmen sind aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks gefordert, sich effizienter und auch resilienter gegenüber Marktveränderungen aufzustellen. Dies gelingt nur mit einer digitalen Ausrichtung, die das Fundament von operativer Exzellenz bildet. Dabei geht es jedoch um weitaus mehr, als lediglich analoge Abläufe in digitale Prozesse zu überführen, wie Bernd Meier, Geschäftsführer der Salesfive GmbH, erläutert.

Bernd Meier, Geschäftsführer der Salesfive GmbH, erläutert: „Bei Digitalisierungsinitiativen entscheidet nicht allein die Technologie über den Erfolg, sondern vor allem die Fähigkeit des Unternehmens, den Wandel aktiv zu gestalten.“

Operative Exzellenz ist ein strategischer, ganzheitlicher Ansatz, der auf technischer Innovation, digitaler Transformation und der Optimierung etablierter Prozesse basiert. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und die laufenden Kosten zu reduzieren. Gleichzeitig stehen eine hohe Kundenzufriedenheit sowie hochwertige Produkte und Services im Mittelpunkt. Die Prozesse sollten flexibel sein und sich so an Marktveränderungen anpassen lassen. Das stärkt die Widerstandskraft und Zukunftsfähigkeit der Unternehmen.

Transformieren statt nur migrieren

Ein zentraler Hebel zur Steigerung der operativen Exzellenz ist die Digitalisierung. Sie versetzt Unternehmen in die Lage, neue Märkte zu erschließen, schneller zu wachsen und ihre Geschäftsmodelle flexibel zu skalieren. Zudem können die Erwartungen von Kundinnen und Kunden an Transparenz, schnellen Service, personalisierte Angebote und digitale Erreichbarkeit erfüllt werden. Gleichzeitig übernehmen digitale Lösungen repetitive Aufgaben, sodass sich Mitarbeitende auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können.

Wer jedoch lediglich analoge Prozesse eins zu eins digital abbildet, konserviert oft bestehende Medienbrüche und die damit verbundene Komplexität (Stichwort: „Garbage in, garbage out“). Unternehmen sollten daher analysieren, in welchen Abläufen Papier als Bremsklotz wirkt und deren Automatisierung behindert. Anschließend stellt sich die Frage, wie sich diese Prozesse im Zuge der Digitalisierung verbessern lassen. Darüber hinaus ist es wichtig, Datensilos aufzulösen und so eine gemeinsame Datengrundlage für digitale Prozesse und den Einsatz von KI zu schaffen.

Leitfaden zur Umsetzung

Damit sich Unternehmen bei ihrer Digitalisierungsinitiative nicht verzetteln, sollten sie sukzessive vorgehen und mit einer strukturierten Bestandsaufnahme bestehender Prozesse starten. Diese bildet die Basis für konkrete, messbare Ziele (KPIs), etwa die Reduktion der Durchlaufzeiten von Kundenanfragen oder von Betriebskosten durch eine höhere Automatisierung um 30 Prozent. Anschließend geht es an die praktische Umsetzung. Hier haben Prozesse Priorität, deren Optimierung einen hohen Business Impact verspricht, beispielsweise eine spürbare Kostenreduktion oder eine höhere Conversion Rate durch neue digitale Kanäle, und sich mit geringem Aufwand umsetzen lassen (Stichwort: „Quick Wins“). Die KPIs werden laufend überwacht, um zu gewährleisten, dass die Digitalisierungsinitiative den gewünschten Erfolg hat. Gleichzeitig lassen sich so Fortschritte und Nutzen belegen, was das Team stärkt, für Lerneffekte sorgt und die Basis für weitere Digitalisierungsvorhaben legt. Im nächsten Schritt sind die zu den priorisierten Prozessen passenden Lösungen auszuwählen und in einem Pilotbetrieb zu testen. Bei der Tool-Sondierung gelten vor allem eine schlüssige Bedienoberfläche, der Funktionsumfang, die Integrationsfähigkeit, die Skalierbarkeit und die DSGVO-Konformität als wesentliche Kriterien. Vor dem Go-live werden alle Abläufe intensiv getestet und bei Bedarf feinjustiert. Danach folgt die Hypercare-Phase, in der mögliche Schwachstellen aufgedeckt und behoben werden, die sich erst im Live-Betrieb zeigen.

Da das Erlangen operativer Exzellenz ein iterativer Prozess ist, wird der nunmehrige Ist-Zustand regelmäßig überprüft. Dabei sind Weiterentwicklungen sowohl der eingesetzten Software-Lösungen als auch des Geschäftsmodells zu berücksichtigen. Anschließend werden weitere Digitalisierungsmaßnahmen inklusive Prozessoptimierung umgesetzt.

Bei Digitalisierungsinitiativen entscheidet jedoch nicht allein die Technologie über den Erfolg, sondern auch die Fähigkeit des Unternehmens, den Wandel aktiv zu gestalten. Ein strukturiertes Change‑Management ist deshalb von Beginn an unverzichtbar und sollte mit klaren Rollen, realistischer Zeitplanung und zielgerichteter Kommunikation verankert werden. Nur so sind die betroffenen Mitarbeitenden frühzeitig eingebunden, was mögliche Widerstände abbaut und zugleich die Akzeptanz der neuen, digitalisierten Abläufe fördert. Führungskräfte fungieren dabei als Multiplikatoren und unterstreichen durch aktives Vorleben – etwa durch regelmäßige Präsenz in Projektmeetings – den hohen Stellenwert der Digitalisierung (Stichwort: „Walk the Talk“).

Fazit

Digitale Transformation ist ein strategischer Veränderungsprozess, der Technologie, Menschen, Abläufe und die Unternehmenskultur gleichermaßen betrifft. Es gilt, die gesamte Organisation mit ihren Arbeitsweisen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wer dabei auch menschliche Aspekte berücksichtigt, Prozesse konsequent neu denkt und Erfolge messbar macht, stärkt die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens, verbessert die Kundenorientierung und sichert die Zukunftsfähigkeit im Markt – zentrale Aspekte operativer Exzellenz.

 

 

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TREND REPORT Redaktion 03.03.2026