Open-Source-Prinzipien stärken jedes Projekt

Dies ist ein Gastbeitrag von Brendan McErlain, Vice President, EMEA Marketing bei Red Hat

Auch wenn der Begriff „Unternehmenskultur“ etwas abstrakt ist, so hat sie doch einen ganz konkreten Einfluss auf den eigenen Erfolg. Ein flexibler, offener Ansatz hilft, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen und Vorhaben erfolgreich zu leiten. Mit dem Open Decision Framework liefert Red Hat den passenden Rahmen, sozusagen „Culture as a Service“.

Brendan McErlain, Vice President, EMEA Marketing bei Red Hat

Nicht jede Unternehmenskultur trägt zum Gelingen von Projekten bei. Im Gegenteil: Herrschen starre Regeln, Abteilungsdenken und hierarchische Führungsstile vor, wird die Unternehmenskultur schnell zu einem wahren Killer und die Verantwortlichen stehen auf verlorenem Posten. Es ist längst eine Binsenweisheit: Vorhaben scheitern an Menschen und nicht an fehlenden Methoden und Instrumenten.

Offen und flexibel sollte deshalb der Ansatz sein, mit dem Unternehmen neue Projekte angehen. Dafür hat Red Hat das Open Decision Framework entwickelt, basierend auf dem Open-Source-Gedanken. Open Source bedeutet offener Quellcode und meint gemeinhin Software, die jeder nach Belieben studieren, benutzen, verändern und kopieren darf. Längst machen Open-Source-Programme den Großen der Softwareindustrie ernste Konkurrenz. Mehr noch: Open Source ist zu einer weltweiten Bewegung geworden, die nach der Software auch Wissen und Kultur „befreien“ will. Von Open Access über Creative Commons bis Wikipedia arbeiten Menschen weltweit daran, Informationen über das Internet frei zugänglich zu machen, neue Formen der Kooperation zu finden, einen offenen Austausch zu fördern – sozusagen ihren „Quellcode“ mit anderen zu teilen.

Offener Ansatz für bessere Entscheidungen

Das Open Decision Framework, das Red Hat als Community-Version bereitstellt, besteht aus einer Sammlung von Best Practices, die der weltweit führende Anbieter von Open-Source-Lösungen in all den Jahren bei den unterschiedlichsten Entscheidungen und der Leitung von Projekten zusammengetragen hat. Das Framework zeigt, wie man die fünf Open-Source-Grundsätze – offener Austausch, Mitarbeit, Leistungsgedanke (Meritokratie), Community und „frühzeitige, häufige Releases“ – in der Praxis umsetzen kann. Das Framework ist flexibel ausgelegt und bietet praktische Schritte, die Teams in jeder einzelnen Phase ihrer Zusammenarbeit unterstützen sollen: Es geht darum, Stakeholder zu identifizieren und einzubeziehen, konkurrierende Bedürfnisse und Prioritäten zu managen, verschiedene Perspektiven zu finden, Kompromisse und Geschäftsanforderungen zu kommunizieren und damit Entscheidungen zu verbessern. Während es in einem Start-up noch relativ einfach ist, auf veränderte Kundenansprüche zu reagieren, Probleme anzusprechen und anzupacken, Mitarbeiter einzubeziehen, über kreative Ideen nachzudenken und auf dieser Basis gemeinsam Entscheidungen zu treffen, gestaltet sich das in größeren Unternehmen schon schwieriger. Bei ihnen schleichen sich geschlossene, Silo-basierte Verhaltensweisen ein, anstatt der Unternehmensziele und übergeordneter Interessen stehen Abteilungs- und Bereichsdenken im Vordergrund. In einer Meritokratie können dagegen gute Ideen von überall her kommen, und die besten gewinnen. Ein offenes, integratives Herangehen bietet aber nicht nur Hilfestellung bei der Ermittlung von Lösungsansätzen, es reduziert zudem die Gefahr, dass Projekte oder Entscheidungen unerwartete und nicht erwünschte Auswirkungen nach sich ziehen.

UNICEF entwickelt mit Hilfe von Red Hat das School Mapping Project weiter

High-tech-Produkte und teure Systeme stehen bei UNICEF Innovation nicht im Fokus. Es geht vielmehr um einfache Lösungen – zum Beispiel gegen Hunger, mangelnde Schulbildung und schlechte medizinische Versorgung –, um das Leben von Kindern zu verbessern. Gemeinsam mit Red Hat hat das Team von UNICEF Innovation das School Mapping Project weiterentwickelt. Dessen Ziel ist, jede Schule auf der Welt zu kartografieren, um weiße Flecken zu identifizieren und Regierungen bei der Umsetzung von Bildungsmaßnahmen zu unterstützen. Durch die Zusammenarbeit mit Red Hat, basierend auf dem Open-Source-Gedanken, konnte UNICEF Innovation Probleme schneller lösen und kreative Ideen entwickeln.

Für jeden offen

Das Open Decision Framework ist unter der Lizenz „Creative Commons CC-BY-SA 4.0“ verfügbar, die Files finden sich auf GitHub. GitHub ist ein Webserver für Software-Projekte. Entwickler stellen hier ihren Code über öffentlich einsehbare Repositories bereit, so dass die Community ihn prüfen und weiterentwickeln kann. Damit folgt Red Hat seinen Prinzipien: Alle können das Open Decision Framework frei zugänglich an ihre eigenen Organisationen und Projekte anpassen und ihre Verbesserungen mit anderen teilen.

Weitere Informationen unter:
www.redhat.com/de

Bildquelle / Lizenz: Red Hat (Aufmacher), Motiv Kasten: Photo by Nikhita S on Unsplash

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