„Open Innovation“

Studie der KAS zu Open Data

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat eine sehr interessante Studie zu offenen Daten veröffentlicht und die Chancen beleuchtet. Wir zitieren kurz aus der Zusammenfassung.
Die Digitalisierung geht mit einem rasanten Anwachsen der Datenbestände
einher und eröffnet in allen gesellschaftlichen Bereichen völlig neue Möglichkei-
ten. Daten stellen dadurch eine neue, wichtige Ressource des 21. Jahrhunderts
dar und bergen ein in Deutschland derzeit noch wenig genutztes Potential für
die öffentliche Hand, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft. Neben großen
Kundendatenbeständen („big data”) und Sensordaten („Internet der Dinge”)
ist ein weiterer Ansatz zur Erschließung dieses Potentials die öffnung von Daten.
Offene Daten („open Data”) sind Daten, die von jedermann ohne Einschrän-
kungen verwendet werden können. Nach francoli (2011) unterstützen
offene Daten wichtige Ziele der Verwaltung: Neben der Stärkung der Demokratie durch Bürgerbeteiligung und anderem sozialen Nutzen, bergen offene Daten auch wirtschaftlichen Nutzen. Gurin (2014) führt beispielhaft einige Arten auf, wie wirtschaftlicher Nutzen entstehen kann: firmengründer bauen neue, zuvor nicht mögliche, Geschäftsmodelle auf; Verwaltungen bieten zentrale Datenbestände an, die wirtschaftlich verwertbar sind; Investoren nutzen Daten zur risikoanalyse und -minimierung; Verwaltungen und Unternehmen werden transparenter und erhöhen so das Vertrauen von Bürgern und Kunden; wissenschaftliche Arbeit kann beschleunigt werden; aufbereitete Daten verbessern Entscheidungsfindungsprozesse bei Kunden, in Firmen und Verwaltungen.
Deutschland befindet sich im internationalen Vergleich im Mittelfeld, was den
Aufbau und die Entwicklung eines open-Data-Ecosystems angeht. Zum Beispiel
ist Deutschland im open-Data-Index zwischen 2013 und 2015 vom 11. auf den
27. Platz abgerutscht. Das liegt nicht daran, dass die open-Data-Aktivitäten in
Deutschland weniger wurden, sondern dass sie in den letzten zwei Jahren in
16 anderen Ländern deutlich gesteigert wurden. Deutschland nimmt vor diesem
Hintergrund das Risiko in Kauf, den Anschluss an die Entwicklungen im Bereich
open Data zu verlieren. Als Baustein und Beitrag zu dieser Diskussion beantwortet diese Studie die frage: Was ist das volkswirtschaftliche Potential von open Data in Deutschland?
Die vorgenommene Schätzung erfolgt unter Berücksichtigung aller bis dato
bekannten Potential-Studien zu open Data bzw. Public Sector Information (PSI).
Das Ergebnis sind drei mögliche Zielbereiche für Deutschlands open Data
Ecosystem, die – in Abhängigkeit von der Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen – in den kommenden zehn Jahren realisierbar erscheinen.

Weitere Informationen finden Sie in der kompletten Studie „Open Data – The benefits“

 

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