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Immer einen Schritt voraus: Die Zukunft der künstlichen Intelligenz

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Februar 2, 2018 veröffentlicht von

Die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz liegt gerade überall im Trend. Das lernende System einer KI kann zwar (noch) keine kognitiven Fähigkeiten erlangen, aber aus wiederkehrenden Abläufen lernen und seine Analysefähigkeiten für Lösungsstrategien einsetzen, die allein mit menschlichem Denkvermögen relativ schwer zu erreichen sind. Mensch und Maschine ergänzen sich also gut. Bei einer Infosys-Studie stimmten ganze 76% der Befragten mit Ja auf die Frage, ob KIs grundlegend für den Erfolg von Unternehmen sind. Dabei sind natürlich die Reife und der Wissensgrad der KI ausschlaggebend. Je mehr das Programm über seine Anwender lernt, umso ausgeklügelter werden die automatisierten Abläufe.

Können Maschinen denken?

Der Aufschwung und die Weiterentwicklung von KIs ist nicht mehr aufzuhalten. Ihre Funktionsweise fasziniert uns seit jeher und Skeptiker denken dabei oft an Horrorvisionen aus Filmen wie „I, Robot“ oder „Ex Machina“ – dass die KI die Herrschaft unserer Welt an sich reißt, ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Das liegt daran, dass sie nur aus dem Verhalten ihres Gegenübers lernen können, aber nicht in der Lage sind, eigenständige Entscheidungen basierend auf eigenen Sinneseindrücken fällen zu können. Eine reale Angst vieler Menschen ist jedoch, dass eine Mehrzahl der Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt werden könnte. Bei einer Umfrage von beinahe 1000 Führungskräften weltweit kam jedoch heraus, dass 77% der Befragten nicht daran glauben, dass ihren Mitarbeiter durch KIs ausgetauscht werden können. Stattdessen soll die künstliche Intelligenz ihre Mitarbeiter bei der Entscheidungsfindung unterstützen und die besten Optionen aufzeigen.

Wie viele KIs verwenden wir bereits?

Nicht nur am Arbeitsmarkt spielt künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle. In unser Privatleben haben die lernenden Programme schon längst Einzug gehalten, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Besonders das Smartphone verfügt über unzählige Anwendungen, die sich unsere Eingaben merken können. Laut einer Studie von Deloitte von 2017 verwenden wir KIs vor allem für Textvorschläge beim Schreiben von Nachrichten. Gefolgt von Routenvorschlägen von Navigationsapps und Sprachassistenten. Künstliche Intelligenz, die mit dem Internet verbunden ist, kann aus einem riesigen Erfahrungsschatz schöpfen. Dies zeigt sich beispielsweise bei Suchvorschlägen von Google oder ähnlichen Suchmaschinen. Auch im Bereich der Datenauswertung werden die intelligenten Computer immer wichtiger. So können riesige Mengen an Kundendaten ausgewertet werden und nachträglich jedem einzelnen Kunden genau die Produkte anzeigen, die ihn am ehesten interessieren könnten. Diese personalisierte Werbung ist im E-Commerce-Sektor nicht mehr wegzudenken.

Wie lernt mein Spielgegner dazu?

Auch in der Entwicklung von Spielen wird künstliche Intelligenz immer präsenter, denn Spieler möchten sich mittlerweile größeren Herausforderungen stellen, als Gegnern, die nach dem Zufallsprinzip oder einer festgelegten Abfolge von Handlungen reagieren. Stattdessen träumt man von einer künstlichen Intelligenz, die nicht nur so tut, als könnte sie eigenständige Entscheidungen treffen, sondern sich auch an das Verhalten des Spielers anpasst. Am Beispiel des Spiels „Hello Neighbor“ für PC und Xbox lässt sich dieses Prinzip gut veranschaulichen. Der kleine Nachbarsjunge, der vom Spieler gesteuert wird, hat komische Geräusche im Keller seines Nachbarn gehört und muss sich ins Haus schleichen, um das Rätsel zu lösen. Dabei muss er verschiedene Tricks anwenden, wie beispielsweise den Strom abstellen. Jedes Mal, wenn er vom Nachbarn erwischt wird, beginnt das Spiel von Neuem. Doch mit einem gravierenden Unterschied! Der Nachbar hat nun dazugelernt und weiß bereits, wo er den Spieler erwischen kann.

Kann man eine KI überlisten?

Bei Spielen mit einer ausgereiften künstlichen Intelligenz reicht es nicht mehr, die gleichen Lösungsstrategien zu wiederholen und zu verbessern. Ganz im Gegenteil: Die KI rechnet mit jedem der wiederkehrenden Schritte. Wer sich eine gute Strategie überlegt, kann das Wissen über die Lernfähigkeit der KI jedoch zu seinem Vorteil nutzen, denn sie ist auf ihre eigene Weise berechenbar. Wiederholt man ungewollte Abläufe mehrmals absichtlich, kann man die KI ganz einfach auf eine falsche Fährte locken. Im Beispiel von „Hello Neighbor“ müsste man also einfach nur mehrmals einen auffälligeren Weg einschlagen und sich erwischen lassen, um den Gegner abzulenken. Ganz so einfach ist es jedoch nicht immer.

Wie klug ist die KI wirklich?

Natürlich kann man die Intelligenz einer KI nicht im Allgemeinen bestimmen, da ihre Fähigkeiten von ihrem Erfahrungsschatz und den Algorithmen innerhalb ihrer Programmierung abhängen. Die Analysefähigkeiten von KIs können die des Menschen jedoch weit übertreffen, da ein Computer in kürzester Zeit alle wahrscheinlichen Optionen durchdenken und analysieren kann. Dies zeigt sich vor allem bei Spielen mit einer begrenzten Anzahl an Zügen. So besiegte eine KI bereits 1996 den damals amtierenden Schachweltmeister in 6 Partien problemlos. Auch die Regeln von Wahrscheinlichkeitsspielen wie Blackjack, die man bei BetWay nachlesen kann, lassen sich von einer KI ganz einfach erlernen. Dabei kann eine KI wahrscheinlich wesentlich schneller als selbst die erfahrensten Blackjack Spieler einschätzen, welche Strategie sie wählen sollte: surrender oder hit, split oder double-down. Mittlerweile gibt es sogar ein intelligentes Programm namens ANGELINA, das eigene Spiele entwickeln kann. Diese KI bekam ein unfertiges Spiel als Vorlage und veränderte die Aufgabe der Spieler sowie das Design und vieles mehr – mittlerweile hat ANGELINA mehr als 30 eigene Spiele entwickelt.

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Künstliche Intelligenz entwickelt sich rapide weiter und wird immer leistungsfähiger. Damit eine Maschine jedoch tatsächlich als „intelligent“, also zu kognitivem Denken fähig, eingestuft werden kann, muss sie den Turing-Test bestehen. Dabei müssen eine KI und ein Mensch gleichzeitig mit einer Testperson ohne Sicht- und Hörkontakt kommunizieren. Die KI muss die menschlichen Teilnehmer davon überzeugen, ein Mensch zu sein. Kann die Testperson im Nachhinein nicht feststellen, wer von den beiden anderen Teilnehmern der Mensch ist, hat die Maschine den Test bestanden. Bisher hat dies noch keine KI geschafft. Wir sind aber sehr gespannt, wie es weitergeht!

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