„Ein neues Qualitätsniveau“

Die TREND-REPORT-Redaktion sprach mit nexnet-CEO Lars Heucke zu den Perspektiven seines BPO-Modells im Kontext von Smart-Services.

Herr Heucke, welche Einsparungen sind möglich im Kontext Ihres BPO-Modells?
Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Das liegt daran, dass diese Leistungen häufig nur teilweise von unseren Kunden direkt erbracht wurden. Wir sprechen in diesem Kontext aber von durchaus realistischen Kosteneinsparungen von bis zu 30 %. Wesentlich ist aber auch noch ein weiterer Faktor: durch unsere langjährige Erfahrung auf dem Sektor Debitorenmanagement können wir unsere Dienste auf höchsten Niveau anbieten. Diese Qualität spüren natürlich auch die Endkunden. Insbesondere im Service. Gerade das ist für prosperierende Unternehmen aus der Sicht des Auditings extrem wichtig. Außerdem sind bei der Kostenbetrachtung natürlich bisherige Personalkosten mit einzubeziehen. Diese Mitarbeiter stehen den Unternehmen dann für neue Aufgaben zur Verfügung.

Welche regulatorischen Neuerungen kommen auf Unternehmen in den nächsten Monaten zu? Wie berücksichtigen Sie diese im Kontext Ihrer BPO-Lösungen?
Selbstverständlich beobachten wir regulatorische Neuerungen und anstehende Gesetzesvorhaben, die Auswirkungen sowohl auf uns als auch auf unsere Kunden haben, sehr genau. Diese müssen wir bei unseren Dienstleistungen berücksichtigen und in Lösungen für unsere Kunden umsetzen. Ein großes Thema ist die Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), mit der die Regeln für das Verarbeiten von personenbezogenen Daten europaweit vereinheitlicht werden. Wir unterstützen unsere Kunden aktiv, indem wir Ihnen die Sicherheit geben, dass wir alle datenschutzrechtlichen Anforderungen erfüllen und ihre Daten bei uns in guten Händen sind.
Weitere Themen sind die neue Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) sowie die TK-Transparenzverordnung (TKTransparenzV). Auch hier stehen wir unseren Kunden mit Lösungen zur Seite und unterstützen sie bei der Umsetzung der neuen Anforderungen.

Wie lässt sich die Time-to-market bei neuen Produkten durch das BPO schneller realisieren?
Unsere Erfahrungen zeigen, dass viele Unternehmen das bisherige Geschäft relativ gut selbst bewältigen. Das BPO wirkt bei den Produktinnovationen unserer Kunden jedoch wie ein Accelerator. Warum ist das so? Die bisher beim Kunden genutzten Systeme sind schlichtweg nicht für neue Produktstrategien vorbereitet. Ein einfaches Beispiel: Der Einstieg ins Abo-Geschäft hört sich trivial an. Tatsächlich verbergen sich dahinter jedoch eine Vielzahl von möglichen Tarifen und Komplexitäten. nexnet kann hier mit seiner Systemarchitektur den Spagat aus standardisierten SAP- und Oracle Systemen gepaart mit der notwendigen Flexibilität bewältigen. In den letzten 15 Jahren konnten wir viele Geschäftsmodelle begleiten. Daher sind unsere Systeme bereits bestens vorbereitet. Die eventuell noch fehlenden Funktionalitäten werden per Customizing schnell hinzu entwickelt.

Sie konnten erst vor kurzem das Debitoren-Management vom Handy-Versicherer Telefonica Insurance übernehmen. Was waren die ausschlaggebenden Punkte dafür?
Im Juni 2016 haben wir das Debitorenmanagement der Telefónica Insurance übernommen. nexnet führt das Nebenbuch und liefert monatlich einen Abschluss an Telefónica Insurance. Ebenso übernimmt die nexnet den 2nd Level Support zur Klärung von Rechnungs-, Mahnungs- und Schadensanfragen. Wir konnten seitdem die Prozesse und Arbeitsabläufe auch innerhalb der Telefónica Insurance optimieren. Somit konnten auf Seite des Kunden Kosten und Ressourcen eingespart werden. Darüber erhält die Telefonica Insurance qualifizierte Monatsabschlüsse durch die nexnet, die den Konzernregularien Rechnung tragen.

Wie wird sich z.B. das Debitoren- bzw. Kreditorenmanagement im Zuge der Digitalisierung verändern?
Beide Dienste sind in der Digitalen Welt längst keine Kernfunktionen mehr für die Unternehmen. Deshalb stellen wir fest, dass die Unternehmen, die sich zunehmen mit digitalen Geschäftsmodellen beschäftigen, beide Hände frei haben müssen, um flexibel und innovativ auf Wettbewerber reagieren zu können. Kurze Produktlebenszyklen benötigen viel Managemet Attention auf den Kernprozessen der Unternehmen. Debitoren- bzw. Kreditorenmanagement auf hohem Qualitätsstandard wird mehr und mehr dem Spezialisten übergeben. Dieser Trend setzt sich fort.

Könnte man Ihre Dienstleistungen auch als Smart Services bezeichnen?
Absolut! Die Realisierung von Workflowmanagement-Systemen mit Portalintegration für prosperierendes B2C-Geschäft ist bereits heute daily Business für uns. Derzeit ist aber noch offen, wie sich die Smart-Services-Welt verändert. Mit den Treiberbranchen Energie, Gesundheit, Produktion und Mobilität diskutieren wir bereits heute, wie wir unterstützen können. Wir begleiten beispielsweise heute schon ein Dax-Unternehmen bei der Umsetzung seiner Mobilitätsstrategie. Hier agieren wir stets nach unserem Credo: still aber wirkungsvoll!

Weitere Informationen unter:
www.nexnet.de

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