Page 29 - TREND REPORT März 2019
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TREND REPORT
März 2019 | Data Science 29
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Reihe von Aspekten umfasst, die sich gegenseitig verstärken und mit  nanzi- eller Leistung verbunden sind.“
Europa hat laut der neuen Unter- suchung den höchsten Data Literacy Score aller Regionen, wobei Großbri- tannien, Deutschland und Frankreich zu den am weitesten fortgeschrittenen Nationen für Corporate Data Literacy gehören. Zwar ist Singapur die daten- kundigste Nation weltweit, regional betrachtet liegen die USA und APAC jedoch gleichauf mit einem geringeren Wert als Europa. Dies spiegelt eine größere Anerkennung wider, die euro- päische Entscheidungsträger o enbar für den Wert von Daten haben. Denn 72 Prozent von ihnen bestätigen, dass diese „sehr wichtig“ sind – verglichen mit nur 60 Prozent in Asien und 52 Prozent in den USA. Das Maß für die Datenkompetenz von Unternehmen wurde von IHS Markit und einem Pro- fessor der Wharton School festgelegt. Es liegt auf einem Kontinuum, das auf den Datenkompetenzen der Mitarbei- ter, datengetriebener Entscheidungs-  ndung und Datenqualitätsstreuung basiert. Eine Umfrage wurde entwi- ckelt, um die drei Dimensionen der Datenkompetenz von Unternehmen zu messen. Antworten wurden mit pas- senden Skalen und Scores über alle In- dikatoren hinweg standardisiert und aggregiert. Robert Schmitz sagt zu den
Daten werden immer mehr zur universellen Sprache – und Unternehmen, die sie beherr- schen, werden erfolgreich s“ein.
trendreport.de
Transformation der Analytik
Im Technology Spotlight von IDC wer- den heutige Anforderungen an eine umfassende Decision-Support-Lösung untersucht. Ergebnis: „Traditionelle“ Business-Intelligence(BI)-Software grei  zu kurz. Funktionen zur Entschei- dungshilfe werden benötigt, die nicht nur Informationen liefern, sondern es Analysten und Entscheidungsträgern auch ermöglichen, die bestmögliche Entscheidungsalternative zu bewerten. https://trendreport.de/data-science
Ergebnissen: „Megatrends wie Auto- und Data Science verstehen möchten, matisierung, Robotik und künstliche Seminare an. Die Kurse geben einen Intelligenz bedeuten die vierte indust- Überblick über die nötigen Schritte bei rielle Revolution. Daten werden im-
mer mehr zur universellen Sprache – und Unternehmen, die sie beherr- schen, werden erfolgreich sein. In spätestens fünf Jahren werden die Ge- winner der Datenrevolution festste- hen. Dabei ist der Data Literacy Index nicht nur ein Augenö ner. Er ist ein Aufruf an Entscheider, sich zukunftsfä- hig im Markt aufzustellen.“
Übrigens bieten sich viele Wei- terbildungsmöglichkeiten für Unterneh- men und Mitarbeitende. Das Fraunho- fer-Institut IAO zum Beispiel bietet für Führungs- und Fachkräfte sowie IT- Expertinnen und -Experten, die künst- liche Intelligenz, maschinelles Lernen
der Durchführung von Datenanalysen mittels Methoden der künstlichen In- telligenz im Zeitalter von Big Data so- wie die damit verbundenen Herausfor- derungen. Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in verschiedene For- men und Algorithmen des maschinel- len Lernens und erhalten einen Über- blick über deren Unterschiede sowie die jeweiligen Stärken und Schwächen. Praxisbeispiele und Tooldemonstratio- nen machen die vorgestellten Konzepte verständlich und nachvollziehbar.
#DataScience #Analytics #MachineLearning
Souverän arbeiten und leben mit Daten
Gastbeitag von Robert Schmitz, Area Vice President Southern Eu- rope & Russia bei Qlik
Jeder nutzt sie, jeder generiert sie – auf Schritt und Tritt. Doch wem hel- fen Daten wirklich? Steckt tatsächlich verborgene Weisheit in den welt- weiten Data Lakes? Und wenn Ja: Wer ist in der Lage, echte, verwertbare Einsichten daraus zu gewinnen?
Die Technologie dazu ist da. Moderne Data-Analytics-Lösungen ermöglichen es, Daten aus unterschiedlichsten Quellen miteinander in Beziehung zu setzen und zu erforschen. Je höher dabei der Automationsgrad ist und je dichter das Ökosystem an Konnekto- ren und APIs zur Daten-Anbindung,
umso besser. Cloud- und Multi-Cloud-Fä- higkeiten überwinden Infrastrukturhür- den und sorgen für dynamische Analy- sen, wo auch immer die Daten liegen.
Klingt perfekt – und ist es eigentlich auch. Jedenfalls dann, wenn zur Technologie auch Intuition, Fantasie und menschliches Urteilsvermögen kommen. Denn das kann kein Algorithmus ersetzen; und soll es auch nicht. Auch in Zeiten künstlicher neuronaler Netze und kognitiver Systeme ist es nämlich nicht das Ziel, „Entschei- dungs-Maschinen“ herzustellen, die Ins- tinkt und Lebenserfahrung „beiseiterech- nen“. Ziel ist, Menschen durch assoziative Datenanalysen bessere Entscheidungs- grundlagen zur Verfügung zu stellen. So wird „Business Intelligence“ (BI) zu ech- ter Augmented Intelligence.
Das Bewusstsein für souveränes Leben, Arbeiten und Argumentieren mit Daten sollte daher aktiv geschult werden. Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt der Qlik Data Literacy Index: So wünschen sich beispielsweise 63 Prozent der befragten Organisationen mehr Mitarbeiter mit souveränen Datenkenntnissen. Doch nur 34 Prozent der Unternehmen bieten derzeit Schulungen zur Verbesserung der Datenkenntnisse an. Hier anzuset- zen, lohnt sich. Je nach Unternehmens- größe kann gelebte Datensouveränität den Unternehmenswert nämlich um bis zu 500 Millionen US-Dollar steigern – und wird damit zum kritischen Erfolgs- faktor in puncto Wettbewerbsfähigkeit.
https://thedataliteracyproject.org www.qlik.com
„Nur 34 Prozent der Unternehmen
bieten Schulungen zur Ver- besserung der Datenkenntnis- se an“, mahnt Robert Schmitz.











































































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