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28 Data Science | März 2019
TREND REPORT
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Decision-Support
Unternehmen müssen sich zu daten- getriebenen Organisationen entwickeln. Um im Wettbewerb bestehen zu kön- nen, sind sie auf eine schnelle, daten- zentrierte, automatisierte und voraus- schauende Planung und Steuerung angewiesen. Die Studie gibt Empfeh- lungen, um eine für individuelle Anfor- derungen passende Lösung zu finden und auszuwählen. https://trendre- port.de/data-science
auf das Modell sein könnten, lassen wir die KI alle möglichen Kombinationen von Entscheidungen ausprobieren und die besten ein bis drei Varianten vor- schlagen.“ So könnte zum Beispiel das Evidence-based Management in Kon- zernen endlich gestaltet werden.
„Jeder hat das Recht auf eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fak- ten!“ Diese Maxime geht auf einen Satz des amerikanischen Börsenspekulan- ten und Politikberaters Bernard Ba- ruch aus dem Jahr 1946 zurück. Auch unsere Regierung sollte nicht nur das Business rund um die Technologien der künstlichen Intelligenz in Deutsch- land fördern, sondern sich, im Sinne unserer Gesellschaft, selbst solcher Lö- sungen bedienen. Eventuell könnte uns alle eine KI in Zukunft vor Über- regulierung und suboptimaler Gesetz- gebung schützen. Wenn da der Daten- schutz nicht wäre. Das Wissen im Um- gang mit Daten und Datenbanken muss mehr Verbreitung  nden. Diesem Leit- gedanken nimmt sich der Data Litera- cyIndexan.DersouveräneUmgang mit Daten ist für Organisationen aller
Top-Schwerpunkte für BPM
Beschleunigte Informationsversorgung
Berücksichtigung von Daten zur Entscheidungsfindung
Digitalisierung interner Prozesse Auswertung größerer Datenmengen Automatisierung von Prozessen Kompetenzen im
Bereich Data Analytics
Integration von Performance- Management-Prozessen
58 % 51 %
48 % 42 %
39 % 36 %
Quelle: Barc Research Note Digitalisierung
Unternehmen reagieren auf die zunehmende Volatilität und Geschwindigkeit mit einer schnellen, datenzentrierten Digitalisierungsstrategie.
25 %
Art und Größe bares Geld wert. Das geht aus einer neuen, weltweiten Stu- die des Data-Analytics-Spezialisten Qlik hervor. Erstellt wurde der Data Literacy Index durch die amerikanische Whar- ton School und das Institut IHS Mar- kit. Laut dem Index können große Or- ganisationen ihren Wert um bis zu 500 Millionen Dollar steigern, wenn sie unternehmensweit und konsequent auf eine datenversierte Kultur setzen.
„Es ist das erste Mal, dass die Daten- kompetenz auf Unternehmensebene gemessen wird, was nicht nur die Da- tenkompetenz der Mitarbeiter des Un- ternehmens umfasst, sondern auch die Nutzung von Daten für Entscheidun- gen im gesamten Unternehmen“, so Lorin Hitt, Professor an der Wharton School der University of Pennsylvania. „DieForschungdeutetdaraufhin,dass Datenkompetenz in Unternehmen eine
„Künstliche Intelligenz ermög- licht die Simulation von Ent- wicklungsszenarien“, hebt Ans- gar Eickeler hervor.
Da das System leicht zu administrieren und sehr  exibel ist, wird der weitere Ausbau der Lösung in eigener Regie vorgenommen. Dadurch ermöglicht BOARD maximale Agilität, um auf sich ändernde Geschäftsbedingungen zu reagieren und sich so Wettbewerbs- vorteile zu verscha en.
www.board.com/de
All in one: Unternehmenssteuerung mit KI
Der TREND-REPORT-Redaktion erklärte Ansgar Eickeler, General Manager Cen- tral & Eastern Europe bei BOARD, wie Unternehmen ihre Unternehmens- steuerung digitalisieren und Wettbe- werbsvorteile scha en können.
Herr Eickeler, was raten Sie Unter- nehmen, die ihre Unternehmens- steuerung digitalisieren wollen? Viele Unternehmen sind verunsichert, ob der zahlreichen Dinge, die zu tun sind: Kompetenzen aufbauen, Syste- me modernisieren, Daten aufbereiten etc. Wir empfehlen, die zögernde Hal- tung abzulegen und anzufangen. Da- bei kann man zunächst mit einem aus- gewählten Anwendungsfall beginnen, ehe man den Prozess auf andere Berei- che überträgt. Mit dem Internationa- len Controller Verein (ICV) haben wir eine Digitalisierungso ensive ins Le- ben gerufen, die Unternehmen den Schrecken nimmt und sie während der ersten Schritte begleitet. Dabei spie- len Daten und Analytik die entschei- dende Rolle – sie sind der Treiber zur
Realisierung von Wettbewerbsvortei- len.
Was raten Sie Unternehmen konkret?
Entscheidend ist, Daten nicht isoliert zu betrachten. Unsere All-in-one-Plattform verbindet Corporate-Performance- Management, Business Intelligence, Advanced Analytics und Konsolidie- rung. Wir ermöglichen eine einheitliche Analyse unternehmensweit aggregier- ter Daten. Die Anbindung externer Da- ten kann zusätzlich ad hoc im Self-Ser- vice gemeistert werden. Durch die Zu- sammenführung in eine zentrale Da- tenquelle können im Unternehmen alle am Prozess beteiligten Kollegen, von der Geschäftsführung bis hinein in die Abteilungen, auf den Datenbestand zugreifen. Unterschiedliche Zugri s- rechte werden dabei natürlich bedacht. Über eine gemeinsame Ober äche sind dann jegliche Auswertungen und Abfragen möglich. Die Plattform ist dabei nicht nur in der Lage, die Fakten zu veranschaulichen und alle Steue- rungsmechanismen für das Unterneh-
men darzustellen, sondern sie ermög- licht auch, Zukunftsszenarien zu pla- nen und durch den Einsatz von künst- licher Intelligenz (KI) vorhersagbar zu machen. Da BOARD strategische und operative Prozesse zusammenbringt, ist es ein mächtiges Tool für die unter- nehmensweite datenbasierte und vor- ausschauende Steuerung.
Wie viel Support, Training und Imple- mentierungszeit ist am Anfang nötig? Die programmierfreie Drag & Drop-Ober-  äche ermöglicht es Fachanwendern, auf einfache Weise ohne IT-Support Ana- lyse- und Planungsanwendungen zu erstellen. Da im Prinzip jeder die Software anwenden kann, lässt sie sich schnell in den operativen Betrieb einbinden. Nutzt man unsere Best-Practice-Vorlagen in der Cloud, lässt sich Set-up und Go-live in zehn Tagen realisieren. Bei der Deut- sche Bahn-Tochter DB Station & Service AG erfolgte die Implementierung im sogenannten Coaching-Verfahren: Das DB-Team übernahm das Projekt unter Anleitung von Consultants direkt selbst.



































































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