Page 25 - TREND REPORT März 2019
P. 25

TREND REPORT
März 2019 | Arbeitswelten 2019 25
fektive und zuverlässige Videokonfe- renzlösungen heute ausgestattet sein?
„Mit den modernen Büroumgebungen gibt es heute die verschiedensten Sze- narien und Raumkonzepte, und in allen spielen Videokonferenz- und Collabo- rationlösungen eine Rolle. Das reicht vom kleinsten Meetingraum, dem so- genannten Huddle-Room, bis hin zum größeren Konferenzraum“, erklärte uns im Hintergrundgespräch Anne Marie Ginn von Logitech. Ginn betonte dabei: „Videokommunikation betri t heute alle Mitarbeiter eines Unternehmens und so gehört der eine große, der Geschäfts- führung vorbehaltene Konferenzraum mit einem komplexen, teuren Präsenz- system de nitiv der Vergangenheit an. Moderne Lösungen müssen auf die Umgebungen, in denen sie eingesetzt werden, abgestimmt sein. Das zeigt sich gerade mit Blick auf die ganz kleinen Räume.“ Diese würden nach Kameras verlangen, die mit einem weiten Blick- feld alle Teilnehmer einfangen können, egal wie nah diese vor der Linse sitzen. Auch die Audiokomponenten müssen entsprechend abgestimmt werden. Für
„Sammeln und nutzen Sie Daten“, fordert Torsten Rehder. „Und initiie- ren Sie dann konkret erste Projekte.“
Teams und damit für die Endnutzer sollte die Implementierung und die Handhabung so einfach wie möglich sein. „Die Geräte müssen innerhalb weniger Augenblicke startklar und, be- sonders wichtig, mit allen gängigen cloudbasierten Video- und Collabora- tionanwendungen kompatibel sein“, so Anne Marie Ginn.
#NewWork #Arbeiten40 #ZukunftderArbeit
Ergonomie neu denken
Gastbeitrag von Burkhard Rem- mers, Internationale Kommunika- tion bei Wilkhahn
Die Digitalisierung macht uns immer bequemer – und die Menschen wer- den immer kränker. Drei von vier Versicherten hatten in 2017 Rücken- schmerzen. Mehr noch: Ob Herz- Kreislauf-System, Glücksgefühle, Lungenfunktion, Stressresilienz, Im- mun- oder Verdauungssystem – der Mensch ist auf ausreichende Bewe- gung angewiesen.
Das erfordert ein komplettes Umden- ken der bisherigen Ergonomie: Denn das Büro ist seit Jahrzehnten mit der cockpitähnlichen Organisation von Greifräumen auf die Minimierung von Bewegung ausgerichtet. Auch die Bü- rostühle werden dem Körper mit zahl- reichen Einstellmöglichkeiten wie ein Korsett angepasst, um ihn in einer vorgeblich „richtigen“ Haltung maxi- mal zu entlasten und vor dem Bild- schirm zu  xieren. Die Folge: Der Stuhl schwächt die Muskulatur, behindert Haltungswechsel und reduziert die mentale Performance, weil auch dem Gehirn wesentliche Impulse fehlen, die nur durch Bewegung gesetzt wer- den.
Neue Sitzkonzepte: mehr Bewe- gung für mehr Wohlbe nden und Leistung
Da der menschliche Organismus für das Laufen optimiert ist, haben vor al- lem die dreidimensionalen Bewegun- gen der Hüfte den größten E ekt für einen gesunden Sto wechsel. Die Deutsche Sporthochschule Köln hat deshalb mit dem Büromöbelherstel- ler Wilkhahn eine neue, dreidimen- sional-dynamische Stuhlbeweglich- keit (Free-to-move-Kinematik) ent- wickelt, die im Sitzen ähnliche Gelenkfunktionen und Muskelgrup- pen stimuliert wie beim Laufen. Eine wissenschaftliche Laborstudie bestä- tigte die Körperkonformität des neu- en Sitzkonzepts und die Aktivierung großer Muskelschlingen. Eine zweite, vergleichende Feldstudie zeigte eine signi kante Steigerung des Wohlbe-
Mehr Bewegung am Schreibtisch: Sitzen - stützen - stehen
 ndens und eine deutlich verbesserte Konzentrationsleistung. In der jüngs- ten Vergleichsstudie wurden die Sto - wechselaktivitäten der Muskulatur in standardisierten Büroarbeitsprozes- sen untersucht: Die Bewegungen auf dem Free-to-move-Bürostuhl IN sind deutlich vielfältiger und sie werden in- tuitiv genutzt. Das wiederum führt zu einer besseren Versorgung der Mus- keln im Lumbalbereich, der besonders häu g von Rückenschmerzen betrof- fen ist. Die Wissenschaftler bestätigen damit die präventive Wirksamkeit des IN-Bürostuhls gegen Rückenschmer- zen als typische Folgen sitzender Bürotätigkeiten.
Der neue Bürostuhl AT: vom 3-D-Sitzen über 3-D-Stützen zum Stehen in einem Flow
Neben der 3-D-dynamischen Beweg- lichkeit des Bürostuhls gelten höhen- verstellbare Arbeitstische als neuer Standard, um den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen zu fördern. Das Pro- blem: Die Mehrzahl nutzt diese Opti- on gar nicht, weil das Aufstehen von einer normalen Sitzhöhe relativ auf- wendig und die Verstellung der Tisch- höhe mit Wartezeiten verbunden ist. Genau hier setzt das jüngste Free-to- move-Programm AT an: Die Modelle
mit erhöhter Sitzposition (ESP) lassen sich als normale Bürostühle mit 3-D- Beweglichkeit nutzen, aber eben auch auf bis zu 62 cm Sitzhöhe hochfahren. Wird dann die patentierte Sitzvornei- gung aktiviert, verwandelt sich der Bürostuhl in der aufrechten Haltung zur beweglichen Stehstütze. Lehnt man sich dagegen entspannt nach hinten, reichen kleine Gewichtsverla- gerungen, um die 3-D-Beweglichkeit des Beckens zu stimulieren und dabei die Beine baumeln zu lassen. Die Vor- wärtsbewegung wiederum endet dann nicht beim aufrechten Sitzen, sondern fast automatisch im Stehen. Weil der Tisch von vorneherein höher eingestellt ist, muss er für eine kurze Steharbeitsphase gar nicht mehr nachjustiert werden. Ein E ekt mit großer Wirkung: Der erwünschte Hal- tungswechsel der Steh-Sitz-Dynamik ist ganz intuitiv in Körperbewegun- gen und Work ow integriert. Die Mehrinvestition in höhenverstellbare Arbeitstische zahlt sich damit auch wirklich aus. Wer von der Digitalisie- rung pro tieren will, sollte also die analoge Bürowelt umgestalten! Be- wegt Euch, Kolleginnen und Kollegen, heißt die Devise. Es lohnt sich!
www.wilkhahn.de
Foto / Bildquelle: Wilkhahn















































































   23   24   25   26   27