Page 11 - TREND REPORT März 2019
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TREND REPORT
März 2019 | Vernetzte Gesellschaft 11
ten, Industrie 4.0 sowie die Stadt- und Regionalentwicklung sind nur einige der Einsatzmöglichkeiten, die ihm spontan einfallen. Ältere Menschen beispielsweise werden durch fahrerlose Autos mobiler und müssen nicht mehr zwingend in die Stadt ziehen.
Voraussetzung für das autonome Fah- ren ist allerdings der  ächendeckende Ausbau eines 5G-Netzes. Nur so wird Car-to-Car-Kommunikation und da- mit das frühzeitige Erfassen kritischer und gefährlicher Situationen, ermög- licht. Aussagen wie „5G ist nicht an je- der Milchkanne notwendig“ ausge- rechnet von der Bundesforschungsmi- nisterin Anja Karliczek, nähren jedoch gehörig die Zweifel an der Umsetzung in Funkloch-Deutschland.
Industrie 4.0
Ohne ein funktionsfähiges Netz dro- hen nebst Verkehr auch Produktions- anlagen zu stocken. Die Vernetzung ist die Grundvoraussetzung und intelli- gente Algorithmen sind die wesentli- che Treiber, um Industrie 4.0 auf eine
neue Stufe zu heben. „Industrielle KI- Anwendungen liefern die Instrumente, um Daten aus industriellen Prozessen e zient verarbeiten und zum Nutzen der Unternehmen und ihrer Kunden interpretieren zu können“, heißt es hierzu im Strategiepaper.
5G ist selbst- verständlich an jeder Milchkanne notwendig.
Unter dem Motto „Integrated In- dustry – Industrial Intelligence“ befasst sich auch die Hannover Messe ausführ- lich mit dem Potenzial der KI in der Produktion. Vom 1. bis zum 5. April soll dabei insbesondere beleuchtet wer- den, welche Auswirkung die Technolo- gie auf die Vernetzung von Menschen und Maschinen im Fertigungsprozess hat. Internationale Vordenker aus den
Bereichen KI und Industrie kommen zusammen, um gemeinsam Lösungen für morgen zu diskutieren.
Einer dieser Vordenker ist Karl Osti, Industry Manager Manu- facturing bei Autodesk. Gemeinsam mit  omas Nagel von Claudius Peters, einem Spezialisten für Verfahrenstech- nik in der Zement-, Kohle-, Alumini- um-, Gips- und Schüttgutindustrie, will er zeigen, „wie man die Herausforde- rungen der Digitalisierung richtig an- packen kann“.
Claudius Peters setzt dabei auf die BIM-360-Lösung, um alle Projekt- partner miteinander zu vernetzen. Alle Projektinformationen und -daten lie- gen in einem zentralen Arbeitsbereich und können von Teilnehmern im kom- patiblen Browser oder auf den mobilen Endgeräten abgerufen werden. Neben 150 Mitarbeitern sind auch Kunden und Lieferanten mit BIM 360 ver- netzt. Probleme lassen sich so e ektiver kommunizieren und lösen, Projekte besser koordinieren und schneller umsetzen.
trendreport.de
Mehr KI wagen
Welche Chancen entstehen durch KI für den Standort Deutschland? Wel- chen Einfluss hat die Technologie auf Industrie und Wirtscha ? Wie werden die Arbeitswelten der Zukun  ausse- hen? Wie lassen sich die IT-Systeme schützen? Vier Experten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) liefern in ausführlichen Interviews Antworten auf diese und weitere Fragen. Einen Auszug finden Sie auf Seite 12.
http://trendreport.de/KIT
Generatives Design und Agilität
Die TREND-REPORT-Redaktion er- fuhr im Hintergrundgespräch mit Tho- mas Nagel, CDO bei Claudius Peters, und Karl Osti, Industry Manager Ma- nufacturing bei Autodesk, welches Po- tenzial generatives Design bietet und wie eine 3-D- und Konstruktionsplatt- form Kollaboration und Agilität fördert. http://trendreport.de/generatives- design
F&E 4.0
In einer Interviewserie erläutern die Experten für Forschung und Entwick- lung Dr. Stefan Wenzel und Dr. Armin Schulz, wie mehr Agilität und Flexibili- tät in die Entwicklungsabteilungen Ein- zug halten kann. http://trendreport. de/fue-40
5DoBT
Wir erläutern die Managementmetho- de 5DoBT, die auch bei der Andritz AG Einzug gehalten hat, und zeigen den Ansatz der „Five Dimensions of Busi- ness Thinking“. http://trendreport. de/5DoBT
Fünf Dimensionen der Geschäftsentscheidung
Für welche Projekte entscheide ich mich bei knappen Ressourcen? Wie kann ich die Projekte steuern, wenn sich etwas ändert?
Zwar gibt es schon lange unter- schiedliche Methoden für Führungs- kräfte, um diese Fragen zu beantwor- ten, doch sind diese lückenhaft und oft zeitaufwendig und extrem teuer. MARKTGUT hat eine Methodik entwi- ckelt, die die Fragen beantwortet, ohne zu komplex zu werden. Sie be- ruht auf fünf eruierten Kriterien, die den wichtigsten Anforderungen des Managements für eine strukturierte Entscheidungs ndung entsprechen und eine zukunftsorientierte Sicht- weise bieten – den fünf „Dimensions of Business Thinking“ (5DoBT): Inno- vationsförderung, Umsatzsteige- rung, E zienzsteigerung, Direktkos- tensenkung und Risikominimierung. Dadurch ist es möglich, das realisier- bare Potenzial von Projekten zu er- mitteln, um schnell fundierte Ent- scheidungen für oder gegen ein Pro-
jekt tre en zu können. Die Methode schließt notwendige Lücken für agile Geschäftswertgestaltung und wird da- mit zur Basis von Geschäftsentscheidun- gen. Sie deckt die wichtigsten Entschei- dungsparameter ab, ist einfach in ihrer Benutzung und somit für jeden an- wendbar und leicht zu kommunizieren.
Die Andritz AG führte 5DoBT ein, um IT- Demands und -Projekte hinsichtlich ih- res Mehrwertes transparent und nach- vollziehbar zu bewerten und somit eine Grundvoraussetzung und Entschei-
dungsgrundlage für Projektgeneh- migungen zu scha en.„Die Methode hilft uns dabei, den Fokus auf das We- sentliche zu richten, aber auch  exi- bel reagieren und steuern zu können, wenn sich Rahmenbedingungen ver- ändern“, erläutert Klaus Glatz, CDO des Unternehmens. „Dadurch haben wir vorhandene De zite unserer Pro- jektde nitionen rasch erkannt, aber auch die Mehrwerte der Projekte deutlich herausgestrichen.“
www.marktgut.de
Die Andritz AG, Entwickler von Hightech-Produktionssystemen, führte 5DoBT erfolgreich ein.
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