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6 Nachhaltige Geldanlagen | November 2018
TREND REPORT
Das Beste aus zwei Welten
Jennifer Brockerhoff weiß, wie Technologie und Beratung op- timal zusammenspielen können.
Im Gespräch mit der TREND-REPORT- Redaktion erklärten Frank Huttel, Prokurist und Leiter Portfoliomanage- ment der FiNet Asset Management AG, und Jennifer Brockerho , Ge- schäftsführerin Brockerho  Finanz- beratung, wie „vividam“, der neue Hybrid-Robo-Advisor für nachhaltige Investments, funktioniert.
„Vividam setzt sich aus zwei Teilen zu- sammen“, erklärt Frank Huttel das Kunst- wort, „dem lateinischen ‚vivid‘, das für lebendig steht, und ‚am‘ für Asset-Ma- nagement.“ Über die Landing-Page kön-
nen sich Anleger und Makler vorab kom- plett über die Philosophie und den Aus- wahlprozess informieren und durch das medienbruchfreie Onboarding so- fort loslegen. Das Dilemma, dass klas- sische Robo-Advisors zwar die Kosten niedrig halten, jedoch gerade bei kom- plexen Themen an ihre Grenzen stoßen, weiß Huttel aufzulösen. „Wir bringen Mensch und Maschine zusammen.“ Der hybride Robo-Advisor, den er etwas provokativ auch „Anti-Robo-Advisor“ nennt, setzt zwar im Hintergrund die Technologie ein, baut aber dennoch bei Bedarf auf das persönliche Gespräch.
Dieses ist in der Vermögensverwal- tung speziell beim Thema Nachhaltig- keit unersetzlich, wie Jennifer Brocker- ho  berichtet: „Da der Finanzmarkt keine klare De nition hat und eine ge- setzliche Regulierung nur eine Richt- schnur bieten kann, ist es noch Aufga- be des Kunden, die Vielzahl angebote- ner Nachhaltigkeitsstrategien kritisch zu hinterfragen.“ Transparenz ist für sie auch daher das A und O ihrer Tätigkeit. Neben der O enlegung aller Einzelan- lagen sehen ihre Kunden durch die exakte Kostenausweisung, wer welche Gebühren vereinnahmt, aber auch wie hoch die Rückvergütung der Vertriebs- provisionen ist. „Nur indem ich trans- parent arbeite, sind meine Kunden in der Lage, die Konzepte und Anlagen zu verstehen.“
Bei vividam bestehen diese aus- schließlich aus aktiv gemanagten, nachhaltigen Fonds, die sich an den 17 UN-Sustainable-Development-Goals orientieren. Damit soll ein Impact – also eine echte sichtbare Wirkung – er-
zielt werden. Derzeit gibt es drei Stra- tegien bzw. Risikopro le mit 30, 50 und 70 Prozent Aktienquote, wobei sich letztere besonders für junge Sparer mit langem Zeithorizont eignet. Das vividam-Konzept basiert auf zwei Ur- sprungsstrategien, die im Rahmen von Fondsvermögensverwaltungen schon seit 2016 bzw. 2017 umgesetzt werden. Die Factsheets hierzu sind auf www. - net-am.de zu  nden. „Nach einem Jahr dürfen wir nach MiFID auch tatsächli- che Performanceverläufe auf www.vi- vidam.de zeigen“, blickt Huttel in die Zukunft. Schon vorher will er darüber transparent, z. B. im Blog, berichten.
Die Anlagestrategien sind ohne Pa- pieranträge und von überall aus online verfügbar. „Bei Bedarf bin ich telefo- nisch oder persönlich erreichbar und eliminiere dadurch die letzte Hürde, woran es häu g bei der Umsetzung scheitert“, so Brockerho . „Das Beste aus zwei Welten – hybrid eben!“
www.vividam.de
trendreport.de
Hybrider Robo- Advisor
Das ausführliche Interview zum hyb- riden Roboter „vividam“ mit Jennifer Brockerhoff und Frank Huttel finden Sie unter http://trendreport.de/vividam
Nachhaltigkeit als Verkaufsargument
Daan de Vries, Innovation & Technolo- gyOfficerbeiderRainforestAlliance, erläutert, wie durch die Digitalisierung Transparenz beim Nachhaltigkeitssie- gel entsteht und dies letztlich als Ver- kaufsargument für den Handel genutzt werden kann: https://trendreport. de/digitalisierung-als-beleg-fuer- nachhaltigkeit-und-als-verkaufsar- gument/
der Tage mit tropischem Wetter in Deutschland nimmt konsequent zu“, unkt beispielsweise Andreas Friedrich, Diplom-Meteorologe und Pressespre- cher des Deutschen Wetterdienstes. Eine Investition in eine eigene Fotovol- taik-Anlage wird somit zu einer zuneh- mend rentablen Option.
Schon von Januar bis Juni wur- den deutschlandweit mit über 35000 Anlagen fast 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum installiert. Dabei war weniger das Wetter als vielmehr der Anscha ungspreis entscheidend. Kos- tete eine einfache Fünf-Kilowatt-Anlage frühernochmehrereZehntausendEuro, gibt es mittlerweile schon Angebote ab 5000Euro.„Eineordentlichausgeführ- te, nicht überteuerte Fotovoltaikanlage sollte 20 bis 30 Jahre lang halten und dabei eine Rendite im einstelligen Pro- zentbereich abwerfen – das ist deutlich mehr als auf dem Sparbuch“, schätzt Volker Quaschning, Ingenieurwissen- schaftler und Professor für Regenerati- ve Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.
Wenn man es schon nicht scha t, mit seiner Anscha ung den Klimawandel aufzuhalten, so kann man wenigstens daran mitverdienen – erst recht, wenn man langfristig denkt. „Neue Rekorde in dem Jahrzehnt ab 2040 werden, nicht nur an heutigen Standards ge- messen, heiß sein: Um als Rekorde zu gelten, müssen sie vielmehr die Rekor- de der 2020er- und 2030er-Jahre noch schlagen, die bereits heißer sein werden als alles, das wir bislang erlebt haben“, erklärt Dim Coumou vom Potsdam- Institut für Klimaforschung. „Und das ist nur der globale Durchschnitt – in einigen kontinentalen Regionen wird die Zunahme neuer Rekorde noch stärker ausfallen.“ Angesichts der Fort- schritte der vielen Weltraumtouris- mus-Programme  nden wir dann viel- leicht dort oben eine Zu ucht – scho- ckierender Anblick inklusive.
#Nachhaltigkeit #Geldanlage #Sustainability
„Wir investieren ausschließlich in aktive nachhaltige Fonds und nicht in passive ETFs“, erklärt Frank Huttel das Konzept seines hybriden Robo-Advisors.


































































































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