Page 27 - TREND REPORT November 2018
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TREND REPORT
November 2018 | New Work 27
„Teilweise prog-
nostizierten Stu-
dien, dass die
Hälfte der Jobs
verloren gehen
könnte.
chen seit Langem üblich ist, unter-
Digitalisierung ist mehr als Automatisierung
weise aber auch die Frage: Von wem und wie sollen vor diesem Hinter- grund überhaupt neue  emen und Strukturen entwickelt werden?
Klar wird einem bei all dem: Es kann kaum noch etwas getrennt vonei- nander betrachtet werden, das  ema Digitalisierung ist komplex und viel- schichtig. Und: Viele be nden sich derzeit noch nicht weit vom Start- punkt des Transformationsweges ent- fernt. Auch die Politik bietet daher Hilfestellungen in Form von Informa- tionsplattformen an. So hat das Bun-
Sicher mobil arbeiten
Günther Junk, CEO der Virtual Solution AG, sprach mit der TREND-REPORT- Redaktion über seine Container-Lö- sung SecurePIM im Kontext von Enterprise-Mobility und -Security.
Herr Junk, was genau ist SecurePIM und wo positionieren Sie sich mit Ihrer Lösung am Markt? Welche Funktionen umfasst Ihre Lösung? SecurePIM O ce ist eine Lösung für Unternehmen mit hohen Ansprü- chen an Datensicherheit und Daten- schutz, die Mitarbeitern die Möglich- keit bieten wollen, auch mobil sicher zu arbeiten. Es handelt sich um eine einfach zu bedienende Container- Lösung, die private und beru iche Daten oder Apps auf Smartphones und Tablets strikt voneinander trennt. Die App verschlüsselt den
Durch welche neuen, digitalen Ar- beitskulturen entstehen neue Ge- fahrenpotenziale? Wo genau muss der Schutz ansetzen?
Mitarbeiter nutzen Geräte wie Smart- phones und Tablets in ihrem privaten Leben in den unterschiedlichsten Anwendungsszenarien und haben sich an die Eigenarten dieser Geräte gewöhnt. Sie machen sich allerdings in der Regel wenig Gedanken um die Sicherheit. Man nutzt zum Beispiel ohne weiteres Nachdenken Cloud- Anwendungen, chattet mit Freun- den über einen Messenger und weiß nicht, wo welche Daten gespeichert werden. Das ist im Unternehmens- kontext so nicht möglich. Doch auch hier nutzen Mitarbeiter mobile Gerä- te anders als Desktops: Sie sind es zum Beispiel gewohnt, Apps zu
„Wichtig ist nicht nur der Schutz der Da- ten, sondern es sind die Bedürfnisse der Mitarbeiter, die nicht eingeschränkt werden sollen“, be- tont Günther Junk.
Container-Inhalt und verhindert so unbefugte Zugri e sowohl auf dem Gerät als auch bei der Übertragung von Daten. Sie ist eine Art „O ce to go“ und erlaubt Zugri  auf E-Mails, Kontakte, Kalender, Aufgaben und Dateien. Über den Browser ist ein si- cherer Zugri  auf Intranet-Seiten möglich; außerdem ist ein Modul für die Dokumentenbearbeitung ver- fügbar. SecurePIM läuft sowohl auf iOS als auch auf Android, es lässt sich einfach installieren und in jede be- stehende Infrastruktur integrieren. Da die Lösung mit oder ohne Mobile- Device-Management ausgerollt wer- den kann, eignet sie sich für viele Mobilitätsszenarien. So können Un- ternehmen einfach und  exibel ihre Unternehmensdaten und die Privat- sphäre ihrer Mitarbeiter schützen.
installieren, ohne über Datenschutz- vorkehrungen oder Schutzmechanis- men nachzudenken. Für die IT- und Compliance-Verantwortlichen ist das allerdings eine große Herausfor- derung. Unternehmen müssen sich daher genau überlegen, welche An- wendungen und Apps sie den Mitar- beitern zur Verfügung stellen, wo die jeweiligen Daten liegen und wie diese gesichert sind. Wichtig ist in diesem Kontext nicht nur der Schutz der Daten beispielsweise durch Ver- schlüsselung, was ja auch die DSGVO fordert, sondern es sind auch die Be- dürfnisse der Mitarbeiter, die durch komplexe Schutzmechanismen in ihrer Arbeit nicht eingeschränkt werden sollten.
www.virtual-solution.com
my da- durch, dass eine Onlineplattform als Mittler zwischen Auftraggeber und dem Auftragnehmer steht – natürlich nicht, ohne dabei mitzuverdienen. Texter, Paketboten, Taxifahrer oder Designer hangeln sich hier von Auftrag zu Auf- trag – ohne Festanstellung und somit ohne Sozialleistungen. Das Prinzip Uber.
scheidet sich die Gig-Econo
“deskabinett beispielsweise Ende 2017 Eckpunkte für eine Strategie „Künstli- che Intelligenz“ beschlossen. Ziel ist es unter anderem, Forschung und Ent- wicklung wie auch Anwendungen von KI in Deutschland und Europa auf ein weltweit führendes Niveau zu bringen und im Land bzw. der Region zu hal- ten. Denn, dass Deutschland beim  e- ma künstliche Intelligenz die Chance hat, vorne dabei zu sein, sagte auch Frank Riemensperger, Vorsitzender von Ac- centure und Lenkungskreismitglied der Plattform Lernende Systeme, auf der diesjährigen CeBIT. Und Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäfts- führung des Deutschen Forschungs- zentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), hob dabei Deutschlands Stär- ken hervor: die Kombination von KI und Industrie 4.0, B2B-Anwendun- gen, kollaborativer Robotik und Team- Robotik sowie Sprachtechnologien.
Ein weiterer Begri , der immer wieder im Zusammenhang mit der Digitali- sierung aufgeführt wird, ist der der Agilität. Agil und damit reaktionsfähig zu bleiben in einer Umwelt, die durch den stetigen Wandel gekennzeichnet ist, wird zu einem entscheidenden Er- folgskriterium. Doch genau darin scheinen die deutschen Unternehmen eher schlecht aufgestellt zu sein. So kommt der Hays-Report „Zwischen E zienz und Agilität“ zu dem nüch- ternen Fazit, dass die Agilität, die indi- viduelle Förderung der Mitarbeiter und die Selbstorganisation zwar gestei- gert werden müssten, um die E zienz und Innovationsfähigkeit in einem komplexen Umfeld zu steigern. Doch die meisten Führungskräfte würden heute auf die Automatisierung von Ge- schäftsprozessen und die Optimierung bestehender Abläufe setzen – der Si- cherung des Kerngeschäfts werde Prio- rität vor der Beschäftigung mit neuen  emen eingeräumt. Die Analysten und Autoren des Reports von Hays können diese Einstellung durchaus nachvollziehen, stellen berechtigter-
Eine weitere Initiative ist „unternehmensWert:Mensch plus“, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gestartete Arbeiten-4.0- Sofortprogramm. Vor dem Hinter- grund, dass von den kleinen Unterneh- men nicht einmal 30 Prozent in den nächsten zwei Jahren Digitalisierungs- vorhaben eingeplant haben, soll das Programm die KMU dabei unterstüt- zen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Gestaltung der digi- talen Transformation in Lern- und Ex- perimentierräumen zu erproben. Letzt- lich sollen KMU dadurch so gefördert werden, dass sie einen Innovationspro- zess in Gang setzen. Bei dem Pro- gramm, welches noch bis 2020 in An- spruch genommen werden kann, geht es beispielsweise um neue Arbeitszeit- modelle, den Einsatz digitaler Assis- tenzsysteme oder Angebote zum mobi- len Arbeiten.
Bildquelle / Lizenz: @Benedikt Weiss


































































































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