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TREND REPORT
April 2018 | Nachhaltige Geldanlagen 5
antwortliches Handeln“ ist dabei fes- ter Bestandteil der Raison d‘Être der Gruppe. So wird bei Kreditanträgen mehr als nur die Bonität des Kunden überprüft. „Wir bieten Firmenkunden bereits seit 2006 ‚Grüne Kredite‘ an und arbeiten grundsätzlich mit Unter- nehmen, die sich an bestehende Um- weltvorschriften halten und keine Ge- fahr für die Gesundheit, Sicherheit oder das Wohlergehen ihrer Mitarbei- ter oder ihres Umfelds generieren.“, er- läutert Kostadinov. Von den skizzierten Überlegungen und Forderungen des Aktionsplans der Europäischen Kom- mission erho t sich Kostadinov, dass sie „zur ö entlichen Bewusstwerdung des  emas und zum Wandel beitra- gen.“
„Um im internationalen Vergleich wett- bewerbsfähig zu sein, brauchen die in- novativen Unternehmen Europas Zu- gang zu Kapital, Raum für Experimente und eine gewisse Größe, die ihnen Wachstum ermöglicht“, begründet Vi- ze-Kommissionspräsident Valdis Dom- brovskis weitere Vorschläge, die auf die Stärkung des FinTech-Sektors, allen vo- ran der Crowdfunding-Plattformen, ab- zielen. Um den Zugang von Unterneh- men zu dieser Finanzierungsform zu verbessern, sollen die Plattformen künf- tig auf Grundlage eines einheitlichen Regelwerks ihre Dienstleistung mittels eines EU-Etiketts in der gesamten Uni- on anbieten können.
Nachhaltigkeit für langfristige Investments
Auch nachhaltige Aktienfonds sind aufgrund ihrer langfristigen Perfor- mance längst ein  ema für Börsen- pro s geworden. So zum Beispiel der „Global Challanges Index“ (GCX). Er wurde von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit der Nachhaltig- keitsrating-Agentur oekom research entwickelt und am 3. September 2007 lanciert. Er umfasst 50 Unternehmen, die substanzielle und richtungswei- sende Beiträge zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen – die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels, die Si- cherstellung einer ausreichenden Ver- sorgung mit Trinkwasser, ein nachhal- tiger Umgang mit Wäldern, der Er- halt der Artenvielfalt, der Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung, die Bekämpfung der Armut sowie die
Borislav Kostadinov von ProCredit setzt sich für „ein verantwor- tungsvolles Finanzwesen“ ein.
Etablierung von Governance-Struktu- ren – leisten. Die Aufnahme in den Index würdigt die Aktivitäten der Un- ternehmen in diesen globalen Hand- lungsfeldern. Ein Beirat, dem Vertre- ter der evangelischen und der kat- holischen Kirche, der deutschen UNESCO-Kommission, des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, der ILO sowie vom WWF angehören, hat die beiden Ini- tiatoren bei der Konzeption und Wei- terentwicklung des Index beraten und begleitet den Index aktiv. Seit seiner Au age konnte er seinen Wert um 125 Prozent steigern. Wie stark diese Performance ist, zeigt ein Vergleich mit dem DAX, der im gleichen Zeit- raum „nur“ 71 Prozent zulegte.
Auch der Commodity Capital Global Mining Fund, der im Februar 2010 aufgelegt wurde, setzt auf einen langfristigen Anlagehorizont und konnte allein 2017 ein Plus von 109,9 Prozent erwirtschaften. „Unterneh- men, in welche wir bereits vor ein bis zwei Jahren aufgrund des exzellenten Managements investiert hatten, setzten das um, was wir uns erho t hatten, und trugen einiges zu der außerge- wöhnlichen Performance im vergange- nen Jahr bei“, freut sich Tretter über den Erfolg seiner Reisestrapazen.
#Nachhaltige Investments #GreenFinance
Werteorientiert und profitabel
ProCredit fördert Entwicklung – und ist erfolgreich dabei. Seit Ende 2016 sind die Aktien der ProCredit Hol- ding im Prime Standard der Frank- furter Börse notiert.
Die Banken der ProCredit Gruppe be- stechen durch ihr einfaches und wir- kungsvolles Geschäftsmodell: Sie sind hauptsächlich in den wachsenden Märkten Südost- und Osteuropas ak- tiv und konzentrieren sich auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um ihnen als deren „Hausbank“ entwick- lungsfördernde und transparente Fi- nanzdienstleistungen anzubieten. Das Privatkundengeschäft ist auf die Bedürfnisse mittelständischer Kun- den mit Interesse an modernen Bank- dienstleistungen zugeschnitten.
Seit ihrer Gründung im Jahre 2003 hat die ProCredit Gruppe jedes Jahr pro - tabel gearbeitet und konnte für das Geschäftsjahr 2016 ungefähr ein Drit- tel ihres Bilanzgewinns als Dividende ausschütten. ProCredit verfolgt das Ziel, nachhaltiges Wachstum vor Ort zu fördern, setzt auf Kundenbeziehungen, die auf Langfristigkeit ausgelegt sind, und wendet bei der Kreditvergabe klare Umwelt- und Sozialstandards an.
Bei der Finanzierung von KMU setzt ProCredit zunehmend auch auf so- genannte „grüne“ Kredite, die unter anderem für Investitionen in Ener- gieeffizienzprojekte und erneuerba-
re Energien gewährt werden und zum September 2017 bereits einen Anteil von über elf Prozent am Ge- samtkreditportfolio der Gruppe aus- machten.
Eine gründliche und konservative Kreditrisikoanalyse, ein hohes Maß an Diversi kation sowie die sorgfälti- ge Auswahl und kontinuierliche Fort- bildung ihrer Mitarbeiter sichert der Gruppe eine herausragende Portfolio- qualität – die Kreditausfallquote liegt weit unter dem Landesdurchschnitt in den betre enden Ländern. Geschäfts- aktivitäten, die aus sozialen oder ökologischen Gesichtspunkten zwei- felhaft sind bzw. nicht mit den gängi- gen Gesundheits- und Sicherheits- vorschriften im Einklang stehen, wer- den nicht  nanziert.
Mit dem Schritt an die Frankfurter Wert- papierbörse Ende 2016 verband sich unter anderem der Wunsch, das be- sondere Geschäftsmodell der ProCre- dit Holding auch einer breiteren Öf- fentlichkeit vorzustellen. Anfang 2018 wurde erfolgreich eine Kapitalerhö- hung zur Finanzierung des weiteren Wachstums der ProCredit Gruppe plat- ziert. „Dabei haben wir uns über das rege Interesse von institutionellen, ent- wicklungsorientierten Investoren sehr gefreut, und besonders auch über die Investoren des privaten Sektors, die sich mit unserem Geschäftsmodell identi zieren und am Wachstum der Gruppe teilhaben möchten“, kom- mentierte dies Borislav Kostadinov, Mitglied des Vorstands.
www.procredit-holding.com
Andrei Girlea (li.) produziert auf seinem landwirtschaftlichen Groß- betrieb mit 3700 ha auch Lavendelessenzen und ist seit 2010 Kun- de der ProCredit Bank in Moldawien.















































































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