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4 Nachhaltige Geldanlagen | April 2018
TREND REPORT
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Aktionsplan Nach- haltiges Wachstum
„Nachhaltiges Wachstum finanzie- ren“ Der Aktionsplan der EU-Kommis- sion zeigt auf, wie die spezifischen Be- dürfnisse der europäischen und globalen Wirtscha  sowie der Gesell- scha  und Umwelt mit unserem Fi- nanzsystem in Einklang gebracht wer- den können. http://trendreport.de/ eu-aktionsplan-finanzierung
spräche. Ein dramatischer Anstieg, bedenkt man, dass schon jetzt 80 Prozent des CO2-Ausstoßes weltweit in Städten verursacht wird.
Green Buildings
In Europa entfällt etwa ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs auf private Haushalte. Eine e zientere Nutzung der Energie durch „smarte Techno- logien“ verspricht hier Besserung, bei- spielsweise eine Heizung, die sich bei geö netem Fenster abstellt. Unter dem Begri  „Green Building“ boomt dieser Sektor der Immobilienbranche und verspricht gute Renditen. Schließlich senkt eine e zientere Nutzung der Ener- gie die Kosten und steigert somit den Umsatz der Immobilienunternehmen. Zahlen des World Green Buildings Council legen darüber hinaus nahe, dass auch die Mieteinnahmen höher sind, je nachhaltiger die Gebäude.
Gerade in Zeiten, wo die Finanz- märkte viele Fragen und Anlässe zu Ver- unsicherung aufwerfen, eignen sich „Immobilien als wertbeständige und so- lide Geldanlageform“, wie auch die Ex- perten der UDI in Bezug auf ihr Ange- bot innerhalb dieses Sektors hervorhe- ben. „Wie geht es weiter mit Europa und dem Euro? Welche Auswirkungen hat die neue US-amerikanische Han- delspolitik? Ob bei den Zinsen die Tal- sohle durchschritten ist oder ob das Zins- tief weiter anhält – auch hier sind sich die Experten uneins. Was also bleibt?“
Initiative der EU- Kommission
Nicht nur die Bundesrepublik, auch die EU bangt ihre selbstauferlegten Klima- ziele zu verfehlen. Bis 2030 will man den Treibhausgasausstoß um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 kürzen. Nachbes- serung verspricht sich die EU-Kommis- sion von einer Reform der Finanz- marktregeln,dieÖko-Investitionenför- dern soll. „Der Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren und nachhaltige- ren Wirtschaft ist gut für die Scha ung von Arbeitsplätzen, für die Menschen und für unseren Planeten“, sagte Vize- Kommissionspräsident Frans Timmer- mans in Bezug auf die Pläne. Damit auch das Finanzsystem diesem Ziel dient, ist unter anderem die Scha ung eines EU-Kennzeichens für „grüne Fi- nanzprodukte“ geplant. Auf diese Weise
sollen Investoren leicht erkennen kön- nen, welche Anlageprojekte die Kriteri- en an Umweltfreundlichkeit und Emis- sionsarmut erfüllen. Zur Absichtserklä- rung der Kommission gehört auch die Überlegung, Vermögensverwalter in die P icht zu nehmen, nachhaltige Anlagen bei ihren Investitionen zu berücksichti- gen. Borislav Kostadinov, seines Zei- chens Vorstandsmitglied der in Frank- furtansässigenProCreditHolding,be- grüßt den Vorstoß der Kommission, „die auf eine verantwortlichere Rolle des Finanzsektors bei der Erreichung der Klimaziele abzielt“. ProCredit ist eine internationale Gruppe entwicklungs- orientierter Geschäftsbanken mit geogra-  schem Schwerpunkt auf Südost- und Osteuropa und strukturellem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen. Das  ema „wirtschaftliche und gesell- schaftliche Entwicklung durch ver-
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Ausgezeichnet nachhaltig
Risikoaversen Anlegern ermöglicht der WMP I Resource Income Fund die Roh- sto marktpartizipation. Er investiert vor allem in festverzinsliche Wertpapiere sogenannter Juniors. Diesen mittelstän- dischen Rohsto produzenten gewäh- ren Banken oft keine Kredite, da die Due Dilligence der großer Unternehmen entspricht, die Erträge für die Bank je- doch deutlich geringer ausfallen.„Wir schließen diese Lücke, unterstützen bei der Kapitalsuche und helfen, kurzfris- tige, voll besicherte Bonds am Markt zu platzieren, in die wir dann mit un- serem Fonds investieren“, erklärt Tret- ter. Die Laufzeit dieser Papiere beträgt zwischen 6 und 18 Monaten bei einer Rendite von ca. 8 bis 12 %.
www.commodity-capital.com
Die TREND-REPORT-Redaktion sprach mit Tobias Tretter von der Commo- dity Capital AG über den Erfolgsfak- tor Nachhaltigkeit in Bezug auf mögliche Renditen am Rohsto - markt.
„Wir sind sehr akribisch, wenn es um die Nachhaltigkeit unserer Invest- ments geht“, betont Tobias Tretter. Neben Ausschlusskriterien wie Kin- derarbeit oder Umweltsünden wer- den auch positive Faktoren, wie eine Verbesserung der Wasserversorgung des Dorfes, berücksichtigt. Nachhal- tigkeit gewährleistet dabei den rei- bungslosen Projektverlauf über den gesamten Lebenszyklus. Sabotage,
wie die Blockade der einzigen Zugangs- straße, wird vermieden.
Die Verleihung des Thomson Reuters Lipper Fund Awards für die beste Perfor- mance der vergangenen drei bzw. fünf Jahre bestätigt diesen Ansatz. „Der Structured Solutions Next Generation Resource Fund konnte bereits das zwei- te Jahr in Folge gewinnen“, freut sich Tretter. Er investiert schwerpunktmäßig in Lithium und Kobalt und pro tiert so von der voranschreitenden Elektri zie- rung und Elektromobilität. Auch der auf einen langfristigen Anlagehorizont aus- gerichtete Commodity Global Mining Fund überzeugte mit außergewöhnli- cher Performance.
„Die Welt braucht Rohstoffe, die gro- ßen Unternehmen neue Projekte“, schildert Tobias Tretter die idealen Voraussetzungen für Juniors.










































































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