Page 16 - TREND REPORT April 2018
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16 Digitale Arbeitswelten | April 2018
TREND REPORT
Raum für neue Ideen
New Work: Über die Entwicklung der Arbeit im Kontext der Digitalisierung sprach die Redaktion mit Florian Löhle, Geschäftsführer von Bene Deutschland.
tiges Möbelstück, das in alle gewünsch- ten Settings arrangiert werden kann und somit die Agilität und Flexibilität von Büroräumen unterstützt. Speziell Work- shops und Gruppenarbeiten werden somit schnell ermöglicht und das Mö- belstück kann überallhin rasch trans- portiert werden. Die Idea Wall gepaart mit Pixel ergibt unser sogenanntes Idea Lab, das wir bereits erfolgreich bei eini- gen Unternehmen umsetzen konnten. Das Idea Lab ist der geschützte Hand- lungsraum für neuartige Teamprozesse mit hohem Kreativitätsanspruch für die Entwicklung von Problemlösun- gen. Studio by Bene ist die neueste Entwicklung und hier sprechen wir vor allem die Kreativbranche an, die spezi- ell dem Modell der Work-Life-Integra- tion folgt und nicht streng zwischen Home und O ce unterscheidet. Der Mensch wird mobiler und  exibler und das modulare Workplace-System spricht genau diese Veränderungen an.
In Ihrem Kapitel „Zusammenar- beit“ geht es um die „Interaktion zwischen Menschen“ im Kontext der Digitalisierung. Wie wirken sich diese Fakten auf die Büroge- staltung in Zukunft aus? Digitalisierung, Mobilität, soziale Netzwerke, das Internet der Dinge etc. führen dazu, dass das Büro nicht mehr nur eine Arbeitsstätte zur Verrichtung von Routine-Tätigkeiten, sondern viel- mehr ein Ort der Vernetzung ist, an dem es primär darum geht, die verfüg- baren Informationen zu bewerten, zu verteilen und zu bearbeiten, um daraus Lösungen zu entwickeln. Dabei steht die Kommunikation ganz klar im Vor- dergrund. Wichtig ist dabei, dass unterschiedliche Arbeitsbereiche ange- boten werden, seien es Tischgruppie- rungen, Sitzmöglichkeiten oder Steh- bereiche, die das interne Zusammen- spiel unterschiedlicher Abteilungen di erenziert zu bedienen verstehen.
www.bene.com
Herr Löhle, Ihr aktuell verö ent- lichter „The Future of Work“-Re- port 2018 bietet einen Überblick über die Zukunft der Arbeit. Wie viele Meinungen von Experten konnten Sie dafür einfangen?
Wir haben mit über 40 internationalen Experten Einzelinterviews sowie Round- Table-Diskussionen geführt. Wichtig war uns dabei, Fachleute aus unter- schiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zu Wort kommen zu lassen und so di erenzier- te Ansichten und Meinungen ein ie- ßen zu lassen.
Was war der Grund, um so an- schaulich die „digitale Transfor- mation“ und die neuen Technolo- gien zu analysieren?
Die digitale Transformation ist einer der wichtigsten Faktoren in der Verän- derung der Arbeit. Roboter und künst- liche Intelligenz haben bereits Tätigkei- ten und Arbeitsplätze übernommen und werden noch stärkeren Ein uss gewinnen. Speziell hier wurden inten- sive Diskussionen unter den Experten geführt, wie der Mensch sowie Bildung und Politik mit diesen Neuerungen umgehen sollten. Digitale Geschäfts- modelle prägen bereits seit mehreren Jahren die wirtschaftliche Landschaft und das Internet der Dinge wird mit dem Smart O ce den Büroalltag verändern. Weitere digitale Technologien wie 3-D- Druckverfahren, Virtual und Augmen-
ted Reality werden ebenfalls Arbeits- prozesse beein ussen und tendenziell erleichtern, obwohl auch hier die Mei- nungen auseinandergehen. Denn oftmals besteht die Befürchtung, dass unser Leben zunehmend von neuen Techno- logien wie diesen diktiert werden wird.
Welche Erkenntnisse förderte Ihr Kapitel „Sinn und Zweck der Ar- beit“ zu Tage?
Essenziell ist die Erkenntnis, dass man heute eigentlich nicht mehr von Work-Life-Balance, sondern viel mehr von Work-Life-Integration spricht. Das heißt, dass das Konzept von „nine to  ve“ ein wenig überholt ist und die Grenzen zwischen Beru ichem und Privatem immer weiter verschwimmen. „Workshifting“ beschreibt ein Modell, das darauf basiert, Arbeit unabhängi- ger von Ort und Zeit zu gestalten. Was die Führung von Mitarbeitern und die Kommunikation innerhalb und außer- halb der Organisation betri t, bringt das Modell Veränderungen mit sich.
Inwieweit adaptieren Sie selbst die Erkenntnisse und setzen diese in Ihren Einrichtungsprojekten mit Kunden um?
Basierend auf dem „ e Future of Work“- Report haben wir den „Evolution at Work“-O ce-Guide entwickelt, eine Zusammenstellung von Inspirationen für die Einrichtung von Büroräumen in Hinblick auf zukünftige Veränderun-
gen der Arbeitswelt. Firmen müssen sich heute  exibel und agil durch alle Unternehmensbereiche hinweg aufstel- len und die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und über alle Hierarchie- ebenen hinweg fördern. Nur so können die vielseitigen Kompetenzen von Mit- arbeitern und das kollektive Know-how voll ausgeschöpft werden. Wissensarbei- ter nutzen nicht mehr nur den eigenen Schreibtisch, sondern die gesamte O ce- Infrastruktur. Wir verbringen weniger Zeit alleine am Schreibtisch, sondern arbeiten in unterschiedlichen Arbeits- formen und an wechselnden Orten im und außerhalb des Büros. Deshalb muss gute Bürogestaltung sowohl Konzen- tration als auch Kooperation, Präsenta- tion, Kommunikation, Inspiration, aber auch Rekreation fördern.
Gibt es aktuelle Beispiele?
Speziell unsere neuen Innovationen: Pixel by Bene, das Idea Lab und Studio by Bene basieren auf den Erkenntnissen des Future-Reports. Pixel ist ein vielsei-
Der „The Future of Work“-Report ist auf der Microsite futureofwork.bene. com zum kostenlosen Download ver- fügbar. Auf der Seite werden auch re- gelmäßig neue Interviews mit Exper- ten verö entlicht und Events ange- kündigt. http://futureofwork.bene.com
Bildmotiv Copyright: Photography Robert.M Berlin














































































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