Page 15 - TREND REPORT April 2018
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TREND REPORT
April 2018 | Digitale Arbeitswelten 15
New Work ist en vogue
Trendbücher
Buchtipp
Agile Methoden sind ein Werkzeug- kasten, um Organisationen nachhaltig zu verändern. Die Einführung gestaltet sich für jede Organisation anders. Blau- pausen eignen sich als Einstieg. Malte Foegen und Christian Kaczmarek be- reiten in ihrem Buch „Organisation in einer digitalen Zeit“ den Werkzeugkas- ten agiler Methoden wie Scrum und Kanban anschaulich auf und zeigen auf, wie die Transformation in Unter- nehmen gelingen kann. ISBN: 978-3- 981-58378-6, www.wibas.com
Das Team um Isabell Welpe hat in ei- nem mehrjährigen Forschungsprojekt Unternehmen im Digitalisierungspro- zess begleitet und analysiert. In diesem Buch präsentieren die Autorinnen erst- mals die fünf Erfolgsfaktoren für den Switch zur digitalen Organisation. Zu- sätzlich zu den Big Five geben sie Füh- rungskrä en einen Selbstdiagnose- Check sowie einen 10-Punkte-Plan für die Praxis mit auf den Weg.
Den Begri  „New Work“ haben wir Frithjof Bergmann seit den 80ern zu verdanken, der auch als Begründer der „New Work“-Bewe- gung gilt. Mit seinem New-Work-Kon- zept antwortet er auf die exponentiell ansteigende Arbeitslosigkeit der Zu- kunft und auf die „vier Tsunamis“: die „Schlachtspaltung“ zwischen unglaubli- chem Reichtum und mörderischer Ar- mut, die Verschwendung unserer na- türlichen Ressourcen, die Zerstörung unseres Klimas und die Vernichtung unserer Kultur. Im Zentrum der „Neu- en Arbeit“, betont Bergmann immer wieder, steht die Arbeit, die ein Mensch „wirklich, wirklich will“! Ihm geht es darum, unsere Arbeit in Zukunft menschlicher und sinnvoller zu gestal- ten. Dabei könnte er recht haben, was die Zukunft der Arbeit betri t. Even- tuell haben wir bald alle so viel Zeit, um zu machen was wir wirklich, wirk- lich wollen. Studien besagen, dass uns die neuen Automatisierungstechnolo- gien im Arbeitsalltag in Zukunft viel Zeit einsparen werden. Stupide und täglich wiederkehrende Aufgaben sind dann endgültig passé.
Gute Nacht, alte Arbeitswelt! Die Roboter kommen. Aber wer wird pro- fitieren und wer nicht? Warum Sie nicht gleich den Kopf in den Sand stecken sollten.
Während Software-Roboter die
repetitiven Aufgaben komplett fehler- frei im Hintergrund erledigen, haben Mitarbeiter mehr Zeit für wertschöp- fende Aufgaben. So kommen sie über- wiegend dort zum Einsatz, wo sie den größten Mehrwert haben und Robotern deutlich überlegen sind. „Das betri t vorwiegend Aufgaben, die Kreativität, Beratungserfahrung oder Empathie er- fordern“, betonte Hans Martens, Gründer von Another Monday im Ge- spräch mit der Redaktion. „Diese in- telligente Arbeitsaufteilung zwischen Mensch und Maschine gibt Mitarbei- tern Freiräume für kreative Tätigkeiten, was sich auch positiv auch auf die Ar- beitsmotivation auswirkt“, so Hans Martens.
Die Automatisierung oder auch „Ro- botic Process Automation“ (RPA) und die Künstliche Intelligenz helfen uns schon heute, das Arbeitsleben leichter zu gestalten. Aber auch die Angst, in Zukunft komplett ersetzt zu werden, steht bei vielen Bürgerinnen und Bür- gern im Raum. Sicher ist dabei schon jetzt, dass sich die Arbeitswelt im Kon- text der Digitalisierung recht schnell verändert und noch schneller verän-
von Bernhard Haselbauer b.haselbauer@trendreport.de






















































































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