Page 10 - TREND REPORT April 2018
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10 Smart Services & Smart Citys | April 2018
TREND REPORT
Monatlich schätzen über 13 Millionen Nutzer die Wet- terOnline-Anwen- dungen, berichtet Friederike Koch.
Wetterdaten mit schlauer API
„Die Anforderungen an einen smarten Service sind vielfältig“, antwortet Frie- derike Koch einleitend auf unsere Frage, was einen Service wirklich smart macht. Grundvoraussetzung sei „unbedingt“ eine verlässliche IT-Infrastruktur. Schließlich müsse ein smarter Service stetig erreichbar und Daten müssten schnell übertragbar sein. Zusätzlich müsse der Service von jedem beliebigen Ort nutzbar sein und belastbare Ergebnisse liefern. „Der Schlüs- sel einer smarten Anwendung“, betont die Meteorologin, „liegt jedoch in der Kombination und Auswertung der pas- senden Datenquellen.“ Alle Quellen, die einen Mehrwert bieten, sollten berück- sichtigt, Daten ohne Relevanz oder von minderer Qualität hingegen ausge- schlossen werden. „Ziel sollte ein stabi- ler Service sein, der alle Daten in Echt- zeit auswertet und  exibel reagiert.“
In Bezug auf das Wetter bietet Wetter- Online solche Daten. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Erfassung und Analyse des Ist-Zustands der At- mosphäre“, präzisiert Koch den Service ihres Unternehmens. „Dazu sammeln wir im ersten Schritt Daten aus so vielen Quellen wie möglich, im Grunde spre- chen wir hier von Big Data.“ Aus den gewonnenen Daten entsteht ein kon- sistentes Bild des Ist-Zustands der At- mosphäre, woraus sich tre ende Prog- nosen für die nächsten Stunden und Tage ableiten lassen, für jeden beliebigen Punkt weltweit. „So entstehen die hoch- aktuellen und präzisen Wetterproduk- te, die uns auszeichnen“, erklärt Koch im Gespräch. „Das schätzen auch die monatlich mehr als 13 Millionen Nut- zer unserer Anwendungen, wie etwa der WetterOnline-App.“ Doch nicht nur die App stellt das Bonner Unterneh- men zur Verfügung. Über eine API wird der Wetterdatensatz Kunden zur direk-
Wie Wetterdaten die Welt „smarter“ machen, erläutert Friederike Koch von WetterOnline im Ge- spräch mit der Redaktion.
„
Themen wie alternative Ener- gien, Nachhaltig- keit und Mobilität enthalten immer eine Wetterkom- ponente. “
ten Verfügung bereitgestellt. Immer sind dabei Parameter wie Wetterzustand, Temperaturen, Sonnenstunden, Nieder- schlagswahrscheinlichkeit oder Wind- daten verfügbar. Darüber hinaus lässt sich die API unproblematisch erweitern und bietet individuelle Lösungen, pas- send zu den Anforderungen des Kunden. „Wetterwarnungen, Pollenprognosen, aber auch historische Daten über einen längeren Rückschauzeitraum“, zählt unsere Gesprächspartnerin exempla- risch einige Möglichkeiten auf.
Interessant sind solche Wetterdaten für eine Vielzahl verschiedener Unternehmen jeder Größe. Landwirte etwa nutzen in Apps die Daten, um den optimalen Zeit- punkt zum Ausbringen des Düngers oder P anzenschutzes zu bestimmen. Werbe- treibende können in Echtzeit zum Wetter passende Werbung ausspielen. Reiseun- ternehmen können ihre Kunden vorab über das voraussichtliche Wetter am Ur- laubsort oder während des Trips informie- ren. Im Bereich des Risikomanagements, sei es beispielsweise für Großveranstaltun- gen wie Festivals oder für das Baugewer- be, sorgen zuverlässige Wetterdaten für mehr Planbarkeit und Sicherheit.
„ emen wie alternative Energien, Nach- haltigkeit und Mobilität enthalten immer eine Wetterkomponente“, geht Koch auf den  emenkomplex der „Smart Citys“ ein – hier insbesondere auf komplexe Haussteuerungen. „Mit automatisch ein ießenden Wetterinformationen kön- nen Heizung, Jalousien und hauseigene Fotovoltaikanlagen optimal gesteuert werden“, so Koch. „Und wenn es dann noch eine smarte Bewässerungsanlage gibt, braucht man sich nie mehr darü- ber zu ärgern, dass der Rasensprenger gerade nach einem starken Regen läuft.“
Die größte Herausforderung für sie als Meteorologin im Vertrieb besteht dar- in, ihr Fachwissen mit den Vorstellun- gen und Anforderungen der Kunden in Einklang zu bringen. „Dabei gilt es immer, die tatsächlichen Möglichkei- ten der Wetterprognose in Bezug auf zeitliche und räumliche Genauigkeit zu thematisieren und zwischen den Wünschen des Kunden und techni- scher und wissenschaftlicher Machbar- keit zu vermitteln.“
wo.wetteronline.de www.wetteronline.de
Per API auf diversen Endgeräten ab- rufbar, der Wetterdatensatz von Wet- terOnline. Temperatur, Sonnenstun- den oder Niederschlagswahrschein- lichkeiten werden beispielsweise per App auf dem Display von Smartpho- ne, Tablet und Co. angezeigt. „Alexa, frage WetterOnline nach dem Wetter- bericht“ oder „Alexa, frage WetterOn- line, ob es gleich in Berlin regnet“ und die „Stimme des Wetters“ antwortet mit dem passenden WetterOnline- Skill für Amazon Echo und Echo Show.
Kontakt:
Friederike Koch sales@wetteronline.de
+49 228 55 937 923 wo.wetteronline.de/business

















































































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