Page 6 - TREND REPORT November 2017
P. 6

6 Future Store | November 2017
TREND REPORT
merce-Anbieter machen der Versiche- rungsbranche vor, dass ein hoher Grad an Digitalisierung und Automatisie- rung nicht zu Lasten der Servicequali- tät geht. Der Kunde ist bereits digital, womöglich hat er seinen Vertrag digital abgeschlossen. Nun will er seine Servi- ceanfrage auch digital loswerden und das so schnell wie möglich, ohne Hin- dernisse. Er will sein Anliegen loswer- den, aber dabei immer abgeholt wer- den.“
So erfährt der Kunde mehr Transpa- renz und Beschleunigung im Prozess und kann sichergehen, dass alles voll- ständig beim Unternehmen ankommt. Dieses wiederum stellt sicher, dass der Prozess End-to-End gedacht wird und der Endkunde eine Rückkopplung durch das Unternehmen erfährt.
Künstliche Intelligenz ist eine der Schlüsseltechnologien für Händler zum Aufsetzen von Smart Services und damit dem Steigern von Kundennähe,
Wachstum und Pro t. Es ist kein fer- nes Zukunftsszenario mehr, dass man alltägliche Einkäufe durch Systeme für Künstliche Intelligenz und Chatbots erledigen lässt.
On- und Offline ergänzen sich zu smarten Services
In der realen Welt demgegenüber soll es das Erlebnis-Shopping sein. Dort sind „online“ und „o ine“ schon längst keine Gegensätze mehr, sondern ergänzen sich zu smarten Services. Omni- oder Multichannel – einst die Kür im Handel – ist längst P icht. Der Kanal wird zweitrangig, das Erlebnis steht im Vordergrund. Die Fachwelt spricht hier von „Budget-Retail“: Ne- ben den Preis als Kaufargument tritt im stationären Handel immer stärker der Lifestyle. Den Discount, aber auch Einkaufszentren, stellt Budget-Retail vor neue Herausforderungen. Denn der nackte Preiskampf verlagert sich künftig ins Internet. AuthentiCity ist ein weiteres Schlagwort in diesem Zu- sammenhang. Es bedeutet: Der Store entwickelt sich zum Dreh- und Angel- punkt für die lokale Verankerung in ei- ner Stadt und für die direkte Kommu- nikation mit der Community.
Unter Berücksichtigung sich
stetig erweiternder technischer Mög- lichkeiten (digitale Schaufenster, Apps mit Rabattaktionen) erweitert man den Begri  Omnichannel heute zuwei- len zu „Local Commerce“. Dieser nä- hert sich der Fusion von On- und O - line von der E-Commerce-Seite, in- dem stationäre Geschäfte mit dem Internet verbunden werden und umge- kehrt. Hierbei geht es darum, Waren nicht nur über das Internet in Online- Shops oder über Marktplätze zu ver- kaufen, sondern stationäre Geschäfte mit dem Internet zu verbinden und umgekehrt. Inzwischen gibt es sogar regelrechte Local-Commerce-Markt- plätze wie etwa Locafox.
Den Lifestyle zu vermitteln, bedarf Technologien und Strategien für eine zunehmend konvergente „Handels- welt“. Prozesse müssen in diesem Kon- text End-to-End gedacht und gebaut werden. Das Internet of  ings trägt dazu bei, dem stationären Handel neue
Virtuelle Promoter
Auch ohne Brille greifen vir- tuelle Welten immer mehr in unseren Alltag ein. In Ein-
kaufspassagen überraschen virtuelle Promoter verblüffte Passanten. Eine Kinect-Kamera, wie man sie von mo- dernen Spielekonsolen kennt, bildet die Grundlage. Eine auf Schaufenster- scheiben projizierte Figur lässt sich so per Gesten steuern und preist ver- schiedene Waren an.
http://trendreport.de/virtual- promoter
Rupie, Yen oder Dollar – wie zahlen Ihre Kunden?
Wollen Handelsunternehmen im in- ternationalen Onlinegeschäft erfolg- reich sein, müssen sie ihren Kunden beim Zahlungsprozess entgegen- kommen. Sonst ist der Abbruch des Kaufvorgangs programmiert. Die TREND-REPORT-Redaktion sprach hierzu mit Thomas Haarmann, Coun- try-Manager bei Elavon.
Mit dem Aufschwung von E-Com- merce wird stets betont, wie geölt die Logistikkette funktionieren muss, die sich nach dem Klick auf den „Buy now“-Button in Bewegung setzt. Was aber, wenn es gar nicht zum Abschluss kommt, weil der Kunde nicht in seiner Währung bezahlen kann? Viele Kun- den brechen den Vorgang dann ab, so das Ergebnis zahlreicher Untersuchun- gen. Ein Problem, dem sich Online- Händler stellen müssen. Denn der An- teil des grenzüberschreitenden Online- Handels steigt rasant. Mit jährlichen Zuwachsraten von derzeit knapp 30 Prozent ist er der neue Wachstumsmo- tor des E-Commerce.
„Um ihre Kunden nicht auf der Zielge- raden zu verlieren, müssen Händler ihr
Angebot auch vom Zahlungsverfah- ren her an die spezi schen Bedingun- gen anpassen“, erklärt Thomas Haar- mann. Das heißt: Der Kunde muss un- ter den gängigen Payment-Methoden die von ihm präferierte wählen und vor allem in seiner eigenen Währung zahlen können.
Elavon hat für diese Zwecke eine Lö- sung für Kartenzahlungen im grenz- überschreitenden Onlinehandel ent- wickelt. Die Kreditkarte gilt als bestge- eignete Bezahlmethode für den internationalen Onlinehandel und ist inzwischen auch eine der günstigsten. Mit dem Multi-Währungsangebot MCC („Multi Currency Conversion“) von Elavon können Onlinehändler Kartenzahlungen in über 120 Währun- gen anbieten und ihre Preise gleich- zeitig an regionale Märkte anpassen. „Dadurch steigt nicht nur die Konversi- onsrate bei ausländischen Shop-Besu- chern, sondern – wie Erfahrungen zei- gen – auch der Umsatz pro Kunde“, weiß Thomas Haarmann. Denn Ange- bote in der eigenen Währung ließen sich besser vergleichen und wirkten auf den Käufer vertrauenswürdiger.
Die MCC-Lösung von Elavon läuft auf einer zentralen IT-Plattform, auf der alle Zahlungen aus allen Ländern ab- gewickelt werden. Onlinehändler be- nötigen dadurch nur einen Acquirer, um weltweit Zahlungen in den ent- sprechenden Landeswährungen ent- gegennehmen zu können. Die Ab-
Thomas Haarmann, Elavon:
„Mit über 120 Währungen im On- line-Shop international wachsen.“
rechnung mit dem Händler erfolgt, wenn er es so wünscht, in der Regel in Euro.
Elavon ist mit Kunden in über 30 Län- dern Nr. 4 unter den Kartenzahlungs- dienstleistern in den USA und in Europa unter den Top 5. Einer der Produkt- ansätze heißt „Integrated Payment Ser- vices“. Thomas Haarmann: „Das bedeu- tet, dass wir unseren Kunden durch ge- zielte Partnerschaften mit globalen sowie lokalen Partnern in jedem Seg- ment passende Lösungen bereitstellen können.“ Auch für kommende Verfah- ren wie die Echtzeitüberweisung („Ins- tant Payment“), mit denen Banken im Wettlauf mit den Online-Bezahldiens- ten Land gewinnen wollen, sieht sich Elavon gerüstet: „Instant Payment ist eher eine Technologie als ein Service“, glaubt Haarmann. „Es werden wieder- um etablierte Payment-Dienstleister wie Elavon benötigt, die entsprechen- de Servicedienstleistungen on top an- bieten. Nur so wird Instant Payment als Gesamtpaket für den Händler und den Konsumenten interessant.“
www.elavon.de
Bildmotive Copyright: Elavon GmbH







































































   4   5   6   7   8