Page 31 - TREND REPORT November 2017
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TREND REPORT
November 2017 | Digitale Arbeitswelten 31
derungen vorweg. Der Blick in die Big- Data-Glaskugel ermöglicht es HR-Ma- nagern, negative Trends zu beenden, bevor sie entstehen. Die Datengrund- lage der intelligenten Algorithmen kann dabei schier unermesslich sein. Firmen- interne Daten, beispielsweise aus der Bewerbung, Einträge in Social-Media- Kanäle oder Wetterdaten, halten her, um Prognosen zu erstellen. Doch wie gläsern will man seinem Arbeitgeber gegenüber sein? Arbeitgeber stehen in diesem Zusammenhang daher vor ei- ner besonderen Herausforderung. Ei- nerseits vermag Big Data die Wett- bewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, andererseits scha t ihr Ein- satz Misstrauen. Hier muss die Kom- munikation mit der Belegschaft ge- sucht werden und der Einsatz transpa- rent gestaltet werden, um Misstrauen vorzubeugen.
Wer partout keinen attraktiven Arbeitgeber  ndet, macht sich selbst- ständig. Crowdworking bezeichnet ein im Zuge der Digitalisierung neu ent- standenes und heiß diskutiertes Mo- dell. Online-Plattformen bieten Arbeit in unterschiedlichsten Bereichen an, wo- durch neue Möglichkeiten für  exible Arbeitseinsätze entstehen. Einer im April verö entlichten Studie der Universität Kassel zufolge verzeichnete die Branche 2016 im Vergleich zu 2015 einen Um- satzzuwachs von 89,79 Prozent. Die Plattformbetreiber sehen sich dabei in der Regel als Sowftware-Unternehmen, die keine Arbeitsverhältnisse anbieten, sondern Arbeit allenfalls organisieren. Der wachsenden Schar an über 300000 aktiven Crowdworkern fehlen so An- sprüche aus Sozialversicherung und Ur- laub, von Mitbestimmungsregeln ganz zu schweigen. Der Gesetzgeber muss hier seiner P icht nachkommen, eine „faire Regelung in der Plattformökonomie zu scha en“, wie eine weitere Forderung im „Weißbuch Arbeiten 4.0“ lautet. Die sich im Zuge der Digitalisierung wan- delnde Welt hält viele Herausforderun- gen bereit. Arbeitgeber, die diese als Marke proaktiv angehen, haben die besten Chancen, genau die Talente zu  nden und zu binden, die am besten zu ihnen passen. „Survival of the  t- test“ gilt eben auch im Berufsleben.
#NewWork #arbeiten40 #digitalWorkspace
Vertrieb im digitalen Zeitalter
Gastbeitrag von Frank Laskowski, Vorstand der compeople AG
Informations- und Kommunikations- technologien durchdringen heute alle Lebensbereiche. Dadurch verän- dert sich die Arbeitswelt von Ver- triebsmitarbeitern im Finanzdienst- leistungssektor von Grund auf.
Ihre Kunden sind es längst gewohnt, jederzeit und von jedem Ort aus Infor- mationen abzurufen und Vorgänge schnell sowie bequem online abzuwi- ckeln. Daher erwarten sie auch von ih- rem Versicherungsunternehmen ein umfassendes digitales Angebot. Darü- ber hinaus möchten sie ihren Berater jederzeit und einfach kontaktieren können. Umgekehrt soll ihr Berater sie zeitnah und ortsunabhängig über ak- tuelle Themen informieren. Vertriebs- mitarbeiter benötigen folglich IT-Lö- sungen, die sie im digitalen Zeitalter bei der Beratung und Betreuung ihrer Kunden wirksam unterstützen und ihre Flexibilität erhöhen. Diese Lösun- gen müssen es ihnen ermöglichen, über unterschiedliche, analoge sowie digitale, Kanäle mit ihren Kunden zu kommunizieren und zu agieren.
Präsenz auf allen Kanälen zeigen
Bewährte Lösungen für den Einsatz im digitalen Vertrieb sind beispielsweise Kunden-Apps und -Portale. Mit diesen ermöglichen es Versicherer ihren Kunden, jederzeit Einsicht in ihre Ver- tragsdaten zu nehmen. Kunden kön- nen sich so einen Überblick über ihre Finanz-, Vermögens-, Alters- vorsorge- und Absicherungssituation verscha en und im Self-Service Ge- schäftsvorfälle, von der Änderung der Anschrift bis hin zur Schadensmel- dung, online durchführen. Darüber hinaus bieten Kunden-Apps und -Por- tale verschiedene Optionen für die Kommunikation mit ihrem Berater. Kunden gewinnen so an Schnelligkeit und Komfort beim Abwickeln von Pro- zessen und Abrufen von Informatio- nen. Die Berater wiederum können die größere Anzahl an verfügbaren Touchpoints nutzen, um die Kontakte mit ihren Kunden zu erhöhen und
hierbei ihre Service-Qualität auszu- bauen. Durch den hohen Grad an Au- tomatisierung vereinfacht sich für sie auch die Bearbeitung ihrer Geschäfts- vorfälle.
IT-Lösungen, die dagegen den per- sönlichen Vertrieb – wie vor Ort beim Kunden oder über Videokonferenz – unterstützen, sind beispielsweise Be- ratungs-Apps. Mit ihrem Einsatz ge- lingt es Beratern, ihre Kunden stärker in das Gespräch einzubinden und den Fokus auf ihre individuelle Situation zu legen. Anhand von Interaktionen, Gra ken und Animationen können sie beispielsweise erklärungsbedürftige Themen und komplexe Finanzpro- dukte verständlicher vermitteln, Zu- sammenhänge transparenter machen und hierbei die Qualität ihrer Bera- tung erhöhen.
Insgesamt unterstützt der gezielte Einsatz unterschiedlicher IT-Lösungen im persönlichen sowie im Online-Kon- takt die Berater dabei, die Qualität und Quantität der Kommunikation mit ihren Kunden zu erhöhen. Digitale Lösungen und persönliche Beratung sind hierbei kein Gegensatz. Vielmehr kommt es darauf an, Kunden den rich- tigen Mix an Kommunikationskanälen anzubieten. So können Berater ihre In- formationen, Angebote und Bera- tungsleistungen genau dort bereit- stellen, wo ihre Kunden sie am besten nutzen können und wollen.
Auf digitale Kompetenz und moderne IT-Lösungen setzen
Für eine solche Multikanal-Kommu- nikation sind allerdings bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Zu die- sen zählt, dass die Berater eine digita- le Kompetenz aufbauen, um die un- terschiedlichen digitalen Kanäle und Lösungen ganz selbstverständlich in ihrem Arbeitsalltag zu nutzen. Gleichzeitig benötigen sie eine mo- derne IT-Unterstützung, welche die jeweiligen Kanäle und IT-Lösungen miteinander vernetzt und es ihnen ermöglicht, Device-übergreifend zu arbeiten. Ebenso sollten die bereit- gestellten IT-Lösungen hinsichtlich
Frank Laskowski: „Berater benöti- gen heute IT-Lösungen, die ihnen eine Multikanal-Kommunika- tion ermöglichen und so ihre Fle- xibilität gegenüber ihren Kunden erhöhen.“
der sich schnell verändernden Märk- te und Kundenanforderungen konti- nuierlich weiterentwickelt werden.
Viele Finanzdienstleister sehen es zwar als dringliche Aufgabe an, ihren Vertrieb mit innovativen IT-Lösungen im digitalen Zeitalter zu unterstüt- zen. Häu g fehlen ihnen jedoch die Ressourcen und das Know-how, um entsprechende digitale Projekte durch- zuführen. Hier können Dienstleister helfen, die, wie die compeople AG, eine ausgeprägte Expertise und lang- jährige Erfahrung in der Entwicklung von modernen Vertriebslösungen mitbringen. So hat die compeople AG bereits in zahlreichen Projekten ge- meinsam mit Versicherungen und Fi- nanzdienstleistern moderne Kunden- portale und Beratungslösungen rea- lisiert. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl für Berater als auch Kunden einen hohen Mehrwert bieten und deshalb durchgängig ge- nutzt werden.
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